Oh Sonnenschein, Oh Sonnenschein,

dein goldener Mantel hüllt mich ein.

Der Herbst ist da; ganz ohne Frage,

sind dies die letzten schönen Tage.

 

Aus jedem Baum vor meinem Haus,

treibt jetzt der Wind die Blätter raus.

Ich sitze sinnend nun daheim
und kann in Ruhe Briefe schreiben.

 

Der feuchten Jahreszeiten Quell,

sind Morgennebel grau bis hell.                                                                

Die Tagesfarben sind gewollt,

aus Amber, Purpur und aus Gold.


Der Storch in nebelnaher Au verlässt,

sein hochgelegtes Storchennest.

Die letzten Kröten er verspeist,

bevor er in den Süden reist.

 

Der Rammler lebt mit seiner Frau,

in einem lock‘ ren Hügelbau

und wird es Winter weit und breit,

schützt sie ein dichtes Winterkleid.

 

Frösche und Unken alle gleich,

versammeln sich noch mal am Teich.

Ein letztes Quack-Konzert man bot,

bis weit hinein ins Abendrot.

 

Das Eichhörnchen im schnellen Lauf,

hebt noch die letzten Nüsse auf

und hortet in Vergesslichkeit,

viel Vorrat für die kalte Zeit.

 

Der Fuchs in seinem roten Mantel,

dem passt der Jahreszeitenwandel,

weil er sich gern im Winter paart,

denn Reinicke ist winterhart.  

 

Die Vögel suchen voll entzücken,

vergess‘ ne Beeren, die sie pflücken.

Unter der Eberesche hocken,

am Schluss die Letzten dicken Brocken.

 

Dem Rotwild wächst zur Winterzeit,

ein graues Wollhaarwinterkleid

und noch bevor der Schnee sich zeigt,

ihr Brunstschrei tönt zur Paarungszeit.  

 

Die Spinne webt im Busch am Weiher,

mit Tau benetzte Hochzeitsschleier.

Die zieren schmückend Hain und Flur,

halt ganz im Sinne der Natur.

 

Wenn erst des Rauhreif‘ s Glitzerpracht,

so wie der Schöpfer es erdacht,

in Schönheit sprießt an jedem Zweige,

dann wird der Wald zur Augenweide.

 

Nun folgt die lange Zeit der Stille,

weil Schnee bedeckt das Land in Fülle.

Ganz leis‘ beginnt jetzt Sterben und vergehen,

bis wir im Frühling neues Leben sehen.

Kommentare

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media