Und es kam der Tag des höchsten Gerichts.
Und der Mensch stand nackt vor Gott. Und Gott richtete seinen Blick auf die Welt, die er einst schuf und sprach:
"Sieh, was du getan! Ich gab dir jene Fähigkeiten, über Deinesgleichen zu richten; ich gab dir Verstand um deines Willen, auf dass du dich dessen bedienen konntest, um denen zu helfen, die deiner Hilfe bedurften.
Ich gab dir Schönheit, um über deinen Geist hinauszuwachsen, als Prüfstein, um nicht Narziss zu gleichen, dessen Schönheit ihn selbst richtete. 
Und ich lehrte dich Empathie, auf dass du mitfühlen solltest, mit denen, die deines Mitleids bedurften.
Und ich gab dir Zeit zu leben und zu lieben und als Gast auf Erden zu verweilen. 

Was also, hast du getan?!"

Kommentare

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    Sehr starker Text. Gut geschrieben. Mir gefällt auch sehr gut die Letzte Frage. Top

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    Ich kann mich nur anschließen. Ein wirklich starker Text! Angesichts der Dinge, die in unserer Welt passieren, zweifelt man leider immer öfter daran, ob der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen ist und diesen Gedanken hast du hier sehr schön umgesetzt!

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    Stark! Wie auch immer man zum religiösen Aspekt des Textes steht, der Mensch ist stets für sein eigenes Handeln verantwortlich, und er sollte sich immer fragen, ob sein Handeln vor seinen eigenen moralischen Ansprüchen bestehen kann. 5/5 + <3

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