Gut ist mir. Sanft spielen die Instrumente und ich wünschte die Melodien würden mich begleiten... als wenn man einen Film schaut.
Die Lider sind noch schwer, der Morgen noch feucht. Alles scheint sich noch zu zieren, den Tag als erstes zu beginnen. Es ist kein Nebel doch sehen die Bäume noch verhangen aus, man kann die Luft praktisch sehen und könnte sich eine Flasche damit befüllen. Der Abend war lang, die Nacht kurz, der Morgen eilig und der Körper hat so seine Befindlichkeiten sich zu integrieren. Aber gut ist mir. Die Ruhe vor dem Sturm.

Warm ist mir, ich bin gelaufen, zu schnell aber es hat sich gut angefühlt, neutraler Schweiss kühlt mich, Wind lässt meinen Stoff nicht durchnässen. Ich komm in Gang, ich bleib stehen, ich könnte schlafen. Ich laufe weiter, Puls wird schneller. Auf und ab, die richtige Temperatur, ich kann nachdenken. Seh mir alles an, vergesse schnell. Ich bin konzentriert und schaue doch durch alles hindurch. Ich werde gesehen das spüre ich. Es ist mein letzter Tag, ich weiß nur nicht von was?

Gesund ist mir. Ich fühle mich wie neugeboren, Bäume kann ich ausreissen, nur ein bisschen später bitte, ist noch zu früh, doch die Kraft ist vorhanden. Mein Spiegelbild lässt mich zufrieden zurück, lange hat es nicht mehr so gut getan. Die Zeit mit mir ist jetzt wichtiger geworden, ich spüre mich und das pausenlos. Die Zeit der Verschwendung muss vorbei sein, sonst tickt die Uhr schneller. Ich renne und sehe, hole auf und verstärke. Ich will wissen und verstehen und nicht grosskotzen und verblöden.

Endlich ist mir. Denke daran wie alles wann vorbei ist. Habe keinen Grund und fühle mich doch an der Reihe. Lebe als ob ich mich verabschieden will. Tue so als wäre ich im Zieleinlauf dabei habe ich nichts von dem was ich einst wollte. Ich bedaure mich nicht, ich vermisse nur. Es ist diese klagende Stimme zur Gitarre und die Geigen spielen mir Weite vor. Bescheidenheit passt jetzt mehr. Ich bin erwachsen und verstehe die Gefühle von damals. Aber souverän bin ich noch lange nicht, ich trete in alles rein, weil ich nicht weiß was kommt. Die Musik ist laut und nur ich kann sie hören. Würde mich gern beobachten und an Schaltern und Knöpfen drehen, die mir Signale geben.

Weh ist mir, vom ganzen denken. Denken an den Tag, die Unendlichkeit, die Unerreichbarkeit und das Glück. Glück kann weh tun, vom ganzen klopfen an den Kopf. Das Holz hat schon Dellen, ich kann sie spüren. Vielmehr kann ein Mensch kaum verkraften, es muss doch mal eine Talfahrt kommen, nicht das ich darauf warte, ich rechne damit. Solange gebe ich mich hin und dabei alles.

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Feenstaub

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