Ideenwanze (Ardepirum idea)

Definition des Glossar

Die Ideenwanze (Ardepirum idea) ist eine Wanzenart, welche ausschließlich auf dem Kontinent Belletristica vorkommt. Sie gehört zu den schwersten Wanzenarten der Welt und ist leuchtfähig.


Taxonomie

Reich - Tiere (Animalia)

Stamm - Gliederfüßer (Arthropoda)

Klasse - Insekten (Insecta)

Ordnung - Schnabelkerfe (Hemiptera)

Familie -   Baumwanzen (Pentatomidae)

Gattung - Ardepirum

Art - Ardepirum idea

Beschrieben -  (FELIX 2017)

Unterart(en) - Bisher keine bekannt

 

Merkmale

Die Ideenwanze erreicht eine Körperlänge von etwa 10,0 bis 24,0 Millimeter. Ihr Körper ist von schmal und verläuft im Abdomen dickbäuchig. Fühler und Beine sind fein behaart. Der Kopf ist kurz und gerundet. Die Fühlerwurzel reicht nicht bis an das Kopfende. Kopf und Brust sind grau, die Brust ist gerillt und so deutlich vom kleinen Kopf zu unterscheiden. Das Abdomen ist durchsichtig und kann zum Leuchten gebracht werden. Der Farbton ist hierbei goldgelb. Die Unterseite von Kopf  und Brust ist mit flachen schwarzen Punkteindrücken versehen. Die Beine sind ebenfalls transparent und können wie das Abdomen zum Leuchten gebracht werden, Tarsen und die Gelenke sind nicht leuchtfähig. Sodass nur die Mitte der Beine aufleuchtet. Die Art ist flugfähig, allerdings fliegt sie nicht wie andere Wanzen mit den Flügeln, welche nur geringfügig zur Richtungsänderung genutzt werden. Ideenwanzen können nur fliegen, wenn sie leuchten, Grund hierfür ist die Erzeugung von Helium und Halogenen (Iod und Brom) und das verbrennen dieser. Durch das Helium steigt die Ideenwanze auf und erst wieder ab, wenn kein neues Helium erzeugt wird (die Wanze leuchtet nicht mehr). Um dem Innendruck und der Wärme stand zu halten, ist das Abdomen aus Glas, die Brust besitzt metallene Einlagerung, was die Ideenwanze ungemein schwer macht, aber vor ihrem eigenen Flugapparat schützt. Das Gewicht der Idenwanze beträgt 30 Gramm. Die im Glaskörper vorliegenden Substanzen sind hochgiftig, weshalb die goldgelbe Färbung als Warnfarbe betrachtet werden kann. Bei einer Verletzung des Glaskörpers durch einen Angreifer kommt es zu Verbrenungen des Angreifers, Splitterwurf des explodierenden Glaskörpers und einem übelriechenden Brom-Iod-Gemisch, welches in flüssiger Form eine braune Färbung besitzt. Bei einer Verletzung des Glaskörpers ist der Tod der Ideenwanze unweigerlich die Folge. Kleine Teile von Brom-Iod können durch den Speichel auch zur Abschreckung verschoßen werden. Dieser ist ebenfalls bräunlich und übel riechend. Die Speicheldrüsen sitzen in der Brust, welche zudem als gewinde bezeichnet wird. Am Gewinde lassen sich zudem Weibchen und Männchen unterscheiden, Weibchen besitzen 3, Männchen 4 Gewinderillen.

 

Lebensraum

Ideenwanzen leben auf Blättern von Sträuchern und Bäumen. Sie wurden im Süden bis in den hohen Norden Belletristicas nachgewiesen. Ebenfalls finden sie sich auf allen umliegenden Inseln Belletristicas. Nur im Krea-Tief-Tal fehlen sie komplett.

 

Lebensweise

Ernährung

Die Ideenwanze benötigt Zucker und Proteine um fortpflanzungsfähig zu bleiben. Dabei ist sie recht Anspruchslos und ernährt sich von Kadavern, über Nektar bis hin zu süßen Früchten oder Zuckerwasser. Pflanzliche Kost wird bevorzugt, nicht natürlich Vorkommende Süße, wie Schokolade oder Zuckerwasser wird aber immer der Vorzug gegeben. Die Nymphen leben von denselben Nahrungsgründen wie die Imagines. Die Auswahl der Nahrung ist auch von der jahreszeitlichen Verfügbarkeit der Nahrung abhängig. 

Mit Hilfe ihres Saugrüssels, bei dem die Mandibeln stechende Fortsätze tragen, gelangen sie immer an die vorgefundene Nahrungsquelle. Die Wanzen machen dann einige Schritte zurück, so dass sich der Saugrüssel in der Nahrung verankert und so leichter aufgenommen werden kann. 


Verhalten

Es handelt sich um eine tag-, aber vor allem nachtaktive Art. Die meist kurz vor der menchlichen Schlafenszeit, die sog. Aufleuchtphase beginnt, also aktiv wird. Ideenwanzen haben keine feste Sozialstruktur und kommen einzeln wie in kleineren Gruppen vor. 


Fortpflanzung

Die Ideenwanze ist univoltin, jedes Jahr gibt es also nur eine Generation. Die Weibchen legen die Eier auf der Unterseite der Blätter ab, wo sie überwintern. Die Larven schlüpfen im Frühjahr und müssen 7 Häutungen überstehen, die sogenannte Brückenphase, um bis zum Sommer zu Imagines heranwachsen zu können. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist vom Nahrungsangebot abhängig und kann von wenigen Tagen bis hin zu Wochen reichen. In selten Fällen dauert es sogar mehrere Monate oder Jahre bis eine Ideenwanze zu einer fertigen Imago herangewachsen ist. Sind die Tage in der Zeit nach der Entwicklung zum reifen Tier lang und die Nächte kurz, findet recht bald die erste Eiablage statt. Dies kann aber dazu führen, dass die Jungtiere zu früh schlüpfen und über den Winter keine Nahrung finden und so verhungern müssen.


Gefährdung

Die Ideenwanze ist eine in Belletristica häufige Art, die BCS listet sie daher als nicht gefährdert. Gelegentlich werden Exemplare aus der Wildnis für den Heimtierbedarf entnommen, allerdings gibt es genügend Nachzuchten und auch sonst ist der Bestand groß genug um die Entnahme zu verkraften.

Kulturelle Bedeutung

Die Ideenwanze kommt in der Mythologie von Belletrsitica vor. Dort heißt es, dass wenn sich eine Ideenwanze dazu entscheidet über dem Kopf eines Autoren zu leuchten, er eine Idee für einen Bestseller erhält. 
Ideenwanzen lassen sich auch mit Belle-Runen im Allgemeinen Channel und anderen Channels über die Beschwörungsformel :!:  beschwören.

Nutzung
In alter Zeit wurden Ideenwanzen an der Brust mit einem kleinen Faden oder Draht gebunden und als Lampen genutzt. Dies war aber für die Tiere eine Quälerei und wird seit Einführung der Kerzen in Belletristica glücklicherweise nicht mehr praktiziert.

Zuchterfolge

Die erste Zucht in Userobhut erfolgte durch Polly auf Pollys Klippe 2017.


Taxonomische Synonyme

- "Leuchte"-Formwicht (Emoticon lucidum) POLLY 2017

- Ideenwanze (Picromerus idea) FELIX 2017


Anmerkungen

Kommentare

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Feenstaub

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