III.  Systema Natura Chronista - Fliefer (Marasmü iloy)

Definition des Registers

Der Fliefer ist ein Skorpion des Aotea-Archipels. Dieser Skorpion gilt als einer der gefährlichsten der Welt, glücklicherweise leben auf dem Aotea-Archipel keine Menschen.

 

Taxonomie

Großgruppe: Tiere

Stamm:           Gliederfüßer

Unterstamm: Kieferklauenträger

Klasse:            Spinnentiere

Ordnung:       Skorpione (Scorpiones)

Familie:           Scorpionidae

Gattung:         Marasmü

Art:                  Marasmü iloy

 

Eytmologie

Der Gattungsname setzt sich aus Maras für Mensch und mü für Tod zusammen. Der Artname iloy = kochen, erläutert wie man bei dieser Art getötet wird.

 

Merkmale

Der Kaiserskorpion wird bis zu fünf bis sieben Meter lang und  wiegt 3.500 bis 4.800 Kilogramm, damit ist er einer, der größten, wenn nicht sogar der größte Arthropode. Da bei dieser Größe des Organismus eine gewöhnliche Tracheenatmung den Sauerstoffbedarf niemals decken würde, besitzt der Fliefer mehrerer elementarer Anpassungen. Die erste ist das Keratinfellkleid, welches den Fliefer einerseits wärmt, andererseits seine Oberfläche, welche Sauerstoff aufnehmen kann, drastisch vergrößert. Die Keratinhaare sind mit Flüssigkeit, Hämolymphe, gefüllt, was eine Sauerstoffaufnahme zusätzlich erleichtert. Um auch in die tieferen Zonen des Organismus Sauerstoff zu ziehen, existieren Luftsäcke im inneren des Organismus, welche wie ein Blasebalg funktionieren. Die Tracheen entspringen, wie für Spinnentiere typisch, der Buchlunge. Diese liegt auf der Körperunterseite des Skorpions.

 

Die Farbe des Keratinfellkleides, welches fast den gesamten Körper bedeckt, ist von schwarzer Farbe. Dies dient der Wärmeaufnahme durch Sonneneinstrahlung, aber auch der Tarnung im Vulkangestein. Die unteren Schneiden der Scheren, wie auch der Unterbauch sind ohne Fell und von brauner Farbe. Ebenfalls ohne Fell sind die Tarsen (sing. Tarsus = Fuß des Gliederfüßers), der Giftstachel sowie die Kieferklauen  und Kieferstacheln. Auffallend am Fliefer sind die sehr großen Scheren des Skorpions, welche nur eine begrenzte Beweglichkeit besitzen. Mit diesen Scheren graben die gewaltigen Tiere Einbuchtungen in den Vulkanstein um sich dort zu verbergen. Die Scheren sind, trotz ihrer Größe und geringen Beweglichkeit, tödliche Waffen, welche einen menschlichen Torso ohne Probleme teilen können. Ebenfalls markant am Fliefer sind seine gut sichtbaren Kieferklauen und die Kieferstacheln, welche doppelt, an der Außenseiten der Kieferklaue auftreten. In den Kieferklauen und Kieferstacheln befinden sich Giftdrüsen, welche aber nur selten zum Einsatz kommen. Die Kieferstacheln sind äußerst scharf, dass bloße berühren führt unweigerlich zu einer Schnittverletzung und damit einer tödlichen Vergiftung.

 

Gift

Das Gift des Fliefer ist das geruchslose, hochgiftige Monophosphan. Welches eine Siedetemperatur von 150 °C in Reinform aufweist. Injiziert der Fliefer das Monophospan spritzt er über eine Drüse Diphospan hinzu, dadurch brennt das Monophospan schon bei Zimmertemperatur. Dieser hochgefährliche Chemikaliencocktail lässt sich mit dem Stachel bis zu 25 Meter weit sprühen. Das Gift befindet sich neben dem Stachel am Schwanz, auch in den Kieferklauendrüsen, welche die Kieferklauen und die Kieferstacheln mit dem Gift versorgen.

 

Lebensraum

Der Fliefer besiedelt ausschließlich die Vulkangebiete des Aotea-Atolls. In der Regel gräbt sich ein Flieferweibchen eine Einbuchtung in den Vulkanfels und bleibt dort den Rest seines Lebens. Fliefermännchen sind nur selten länger sesshaft und leben auf den Vulkanhängen.

 

Lebensweise

Ernährungsweise

Fliefer ernähren sich nur von größeren Tieren, dazu zählen Wirbellose, wie ihre Artgenossen, aber vor allem auch Wirbeltiere, insbesondere gleichwarme Lebewesen. Bei gleichwarmen Lebewesen werden auch kleinere Beutetiere ebenfalls akzeptiert, hierzu ist auch der Mensch zu zählen.

Jagdstrategien

Fliefer sind ausschließlich Lauerjäger, aufgrund ihrer Größe und der Problematik der Atmung sind sie unfähig zur Hetzjagd. In der Regel verweilt der Fliefer in seiner gegrabenen Einbuchtung und wartet auf Beute. Ist die Beute nah genug an den mächtigen Scheren, wird sie gepackt und entweder zerquetscht oder vom Stachel aufgespießt. Ist die Beute in Reichweite des Stachels, schnellt dieser aus heiterem Himmel hervor und injiziert sein tödliches Gift. Ist die rare Beute zu weit von Scheren und Stachel entfernt, versprüht der Fliefer sein Gift um die Beute an einer Flucht zu hindern und schnellt in der Folge hervor.

Nicht alle Fliefer graben die Einbuchtungen in die Hänge von Vulkanen, einige Individuen vergraben sich im Boden und warten so auf Beute.

 

Verhalten

Dieser Skorpion ist in der Regel Tagaktiv, wobei es in den wärmeren Sommermonaten auch zu einer Nachtaktivität kommen kann. Im Zeitraum von November bis April sind die Fliefer meist erst ab Mittag aktiv.

Die Art gilt als absoluter und aggressiver Einzelgänger, der in der Regel alles angreift was sich in seiner Nähe bewegt.  

 

Lebenszyklus & Fortpflanzung

Der Fortpflanzungszyklus der Fliefer gilt im Bereich der Tierwelt als geradezu einzigartig. Die Tiere sind lebendgebärend und bringen nach einer Tragezeit von circa 12 bis 15 Monaten bis zu fünfzehn weiß-gräuliche männliche Jungtiere zur Welt, die vorher im Mutterleib aus Eiern geschlüpft sind. Die Jungen verlassen den Mutterleib nach und nach, der Geburtsvorgang kann sich über mehrere Tage bis Wochen hinziehen. Die Weibchen betreiben keine Brutpflege, weshalb die Jungtiere sofort auf sich gestellt sind. Allerdings wurde noch kein Kannibalismus der Muttertiere an ihren eigenen Nachwuchs beobachtet. Die Jungtiere sind nach der Geburt weiß und enthalten in ihren gedrungenen Körpern Eiweiße und Nährstoffe, die für etwa 4 bis 6 Lebenswochen reichen. Sie härten innerhalb von etwa 14 Tagen ihren Panzer aus, der sich dabei braun färbt, die Fellbildung beginnt nach etwa zwei Wochen. Ab da können die kleinen Skorpione ihre Nahrung selbstständig aufnehmen. Sie fressen zunächst Kleinstlebewesen welche in den Vulkanspalten vorkommen. Mit steigendem Alter suchen sich die Skorpione eigene Einbuchtungen und damit eigene Reviere, welche dann im Laufe der Zeit mit den großen Scheren weiter ausgebaut werden. Erreichen sie die Geschlechtsreife verlassen sie ihren Unterschlupf und suchen nach einem Weibchen.

Weiblicher Nachwuchs wird in Eiern am Ende des Lebens gezeugt. Das Weibchen legt zwei Eier, die es hinter sich im Vulkangestein vergräbt. Wenn die Weibchen aus den Eier schlüpfen, tötet das ältere Weibchen seine Schwester (Kanismus) um kurz darauf das Muttertier von hinten zu töten und aufzufressen. Ist das Altweibchen komplett aufgefressen, nimmt das Jungweibchen endgültig dessen Platz in der Vulkanspalte ein.

Männchen pflanzen sich ein malig mit einem Weibchen fort und sterben danach durch das Weibchen als Beute. Die Männchen besiedeln daher selten bis gar keine Festspalten und diesen so oft als einzige Beute der Weibchen.

Die Tiere wachsen rasch, leben ungefähr 50 Jahre und sind mit etwa 6 bis 7 Jahren geschlechtsreif.


Prädator(en)

Dieser Skorpion neigt zu Kannibalismus, ansonsten existieren keine Prädatoren.

 

Gefährdung

Diese Spinne ist aufgrund ihrer Spitzenposition als Jäger und dem kleinen Verbreitungsgebiets, vergleichsweise selten. Die CUI stuft diesen Skorpion daher als Rarität ein, obwohl bisher keine Bestandszahlen erhoben wurden.

 

Kulturelle Bedeutung

Haltung

Menschen sollten sich vor diesem Skorpion in acht nehmen, denn sie betrachtet jedes gleichwarme Tier, also auch den Menschen, als Beute. Dennoch sind Todesfälle seltener, als bei anderen Lebewesen, da der Fliefer nur auf einem Menschenleeren und schwer zugänglichen Atoll zu finden ist.

Selbst Skorpione die von einem Trainer gefangen wurden können immer noch Menschen angreifen, auch ihren eigenen Trainer. Weshalb bei der Arbeit mit diesen Tieren äußerste Vorsicht herrschen sollte.

Im 20.03.2003 wurde eine umstrittene Expedition der Regierung Arasukas zur Erschließung des Aotea Atolls, für den Manganknollenabbau, in Angriff genommen. Nachdem der Funkkontakt zur der etwa 40 Personen umfassenden Gruppe abbrach, entsandt das Militär von Arasuka eine Kompanie "zur Klärung der Situation", welche etwa einen Monat nach dem Funkabbruch das Aotea-Atoll erreichte. Die Kompanie bestehend aus 250 Soldaten mit 10 Panzern wurde innerhalb weniger Tage fast vollständig ausgelöscht. Nur einem einzigen Soldaten gelang die Flucht vom Atoll und konnte so die Öffentlichkeit über die Ereignisse informieren. Sowohl die Expeditionsmitglieder, als auch die Kompanie wurden von der ansässigen Flieferpopulation, bis auf jenen Soldaten, ausnahmslos getötet und gefressen. Der Verteidigungsminister von Arasuka wollte eine atomare Bekämpfung der Flieferpopulation in Angriff nehmen, scheiterte aber an Rückhalt in seiner Regierung und in der Bevölkerung, was seinen Rücktritt zur Folge hatte. Nach Angabe des Soldaten Yuta Riku konnte von der Kompanie bis zum Erreichen des vollkommen verwüsteten Basiscamps keine Gefahr durch Fliefer erkannt worden sein. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Tiere in den kühleren Monaten nur von Mittag bis Abend aktiv sind. Des Weiteren soll es nur ein einziges Mal gelungen sein einen Fliefer zu töten, welcher in seinem Todeskampf aber noch vier der Panzer zerstören konnte.

 

Anmerkungen

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