III.1 - Auf Messers Schneide


„Miss Dumbledore, auf ein Wort, bitte!“

Mühsam unterdrückte Hermine ein genervtes Stöhnen. Sie hatte bereits geahnt, dass Slughorn sie zu seinem Club einladen würde, und dass er sie nun nach der Stunde noch sprechen wollte, bestätigte diesen Verdacht. Sie zwang ein Lächeln auf ihre Lippen, flüsterte Abraxas ein leises „Geh ruhig schon einmal vor“ zu und wandte sich dann zu ihrem Professor um.

Strahlend und mit ausgebreiteten Armen kam Slughorn auf sie zu: „Ich gebe zu, ich bin beeindruckt, Miss Dumbledore. Selten habe ich eine Frau gesehen, die in meinem Fach so brillant ist. Wirklich, Sie sehen mich sprachlos vor Begeisterung.“

„Danke, Professor“, erwiderte Hermine schlicht. Sie warf sich mit einer flüssigen Bewegung ihre Schultasche über die Schulter und blickte ihn erwartungsvoll und auch ein wenig ungeduldig an. Wenn er noch mehr zu sagen hatte – wovon sie ausging – sollte er es rasch tun.

„Ich gebe diesen Samstag eine kleine Feier für meine fleißigen Schüler“, fuhr er fort, offensichtlich unbeeindruckt von ihrer wenig enthusiastischen Erwiderung: „Ich gebe zu, bisher hatte ich nie das Vergnügen, eine Schülerin dazu einladen zu können, denn offenbar interessieren sich Mädchen in Ihrem Alter nicht sonderlich für Zaubertränke. Sie hingegen scheinen ganz außergewöhnlich gebildet zu sein und es wäre mir eine Ehre, wenn Sie unseren kleinen Kreis mit Ihrer Anwesenheit beglücken könnten. Und sorgen Sie sich nicht“, fügte er noch schnell hinzu: „Sie werden gewiss nicht die einzige Schülerin sein, die anwesend ist, da jeder meiner Gäste herzlich eingeladen ist, eine Begleitung mitzubringen. Das gilt selbstverständlich auch für Sie.“

„Ich fühle mich geehrt, Professor“, antwortete Hermine mit einem leichten Kopfnicken. Sie hatte schon in ihrer Zeit wenig von dieser Versammlung gehalten, doch jetzt, da sie Tom Riddle nicht mehr aus dem Weg gehen wollte, bot der Slug-Club ihr eine hervorragende Möglichkeit, ihm privat näher zu kommen. Das einschmeichelnde Gehabe ihres Professors war ihr noch immer zuwider, doch die Gelegenheit war gut und sie hatte nicht vor, abzulehnen: „Ich werde selbstverständlich anwesend sein.“

„Großartig!“, rief er aus und klatschte in die Hände: „Ich werde Ihnen im Laufe der Woche eine förmliche Einladung mit allen weiteren Details zukommen lassen. Wahrlich, ich freue mich. Sie werden die Zierde der Tafel sein!“

Mit einer eleganten Bewegung, die Hermine nicht von dem wohlbeleibten Mann erwartet hätte, griff er nach ihrer Hand und führte sie an seine Lippen. Sie kam nicht umhin, ob dieser ungewohnten Geste zu erröten, doch offenbar fühlte sich ihr Professor davon nur noch mehr bestätigt. Er zwinkerte ihr schelmisch zu, deutete eine leichte Verbeugung an, und entließ sie dann aus dem Gespräch. Unsicher schüttelte Hermine den Kopf, während sie auf den Ausgang zusteuerte. Dies hier waren wirklich die vierziger Jahre – in ihrer Zeit hätte so eine Geste beinahe lächerlich gewirkt, doch hier war, so war sie sich bewusst, waren solcherlei Respektbekundigungen durchaus üblich.

„Wer hätte gedacht, dass der gute Slughorn eines Tages tatsächlich eine Frau einladen würde?“

Sie erstarrte. Natürlich hatte Riddle außerhalb des Klassenraums auf sie gewartet. Sie hatte ihn das ganze Wochenende über kaum gesehen – tatsächlich hatte sie auch Abraxas und einige andere aus ihrem Jahrgang nicht zu Gesicht bekommen – doch selbstverständlich hatte er nicht einfach so innerhalb der letzten zwei Tage das Interesse an ihr verloren. Gut. Sie konnte sich genauso gut damit arrangieren und versuchen, ihren neuen Plan in die Realität umzusetzen.

Mit einem kalten Blick gab sie zurück: „Hast du auf mich gewartet, Riddle?“

„Offensichtlich“, entgegnete er knapp. Irgendetwas in der Art, wie er sie von Kopf bis Fuß musterte, ließ Hermine erschaudernd. Woher kam nur der Eindruck, dass sie ein Hase war, der sich aus Versehen in die Gegenwart eines Fuchses verirrt hatte? Unwillig schüttelte sie das ungute Gefühl ab, setzte ein ironisches Lächeln auf und erwiderte: „Wie aufmerksam. Danke.“

„Du wirst also hingehen?“

„Wenn mir ein Professor so ein Kompliment macht, kann ich schwerlich ablehnen.“

Wieder wanderte sein Blick prüfend über sie, doch was auch immer er denken mochte, Hermine wurde nicht schlau daraus. Sie spürte deutlich, dass er ihr nicht wohlgesonnen war, seine Augen waren kalt und berechnend, so locker und unschuldig seine Worte auch klangen. Entsprechend überrascht war sie, als er schließlich sagte: „Professor Slughorn hat dir gewiss gesagt, dass wir eine Begleitung mitbringen dürfen. Ich bin bisher stets alleine gegangen, da ich nicht vorhatte, eine Schülerin, die nicht persönlich geladen ist, zu so einem Treffen mitzunehmen. Und wie er dir sicher gesagt hat, bist du die erste, die er je eingeladen hat.“

Eine Gänsehaut breitete sich auf Hermines Haut aus, als ihr klar wurde, worauf seine Worte hinaus liefen. Irgendwo in ihr schrillten Alarmglocken. Warum sollte Tom Riddle ein Interesse daran haben, sie als Begleitung auszuwählen? Sie glaubte ihm, dass er nicht mit in seinen Augen Unwürdigen erscheinen wollte, doch nichts hinderte ihn daran, erneut alleine zu gehen. Hatte er genau wie sie selbst beschlossen, dass er mehr über sie herausfinden wollte? Und wenn ja, war das gut oder schlecht? War sie ein zukünftiges Opfer, dessen Schwächen er jetzt auskundschaften wollte? Denn dass er aus freundlichen Motiven an ihrer Gesellschaft interessiert war, bezweifelte sie.

Mit so viel Beherrschung, wie sie aufbringen konnte, erwiderte sie: „Und das erzählst du mir, weil …?“

Ein genervtes Schnauben ertönte: „Ich schätze es nicht, wenn man sich dumm stellt. Ich erwarte selbstverständlich, dass du mich begleitest. Die intelligenteste Hexe der Schule sollte mit niemand anderem als dem intelligentesten Zauberer zu so einer Feier gehen.“

Kopfschüttelnd blickte sie ihn an: „Wir sind gar nicht von uns eingenommen, was? Glaub ja nicht, dass ich einem Befehl von dir Folge leisten werde, nur weil du mir so etwas Ähnliches wie ein Kompliment gemacht hast.“

Inzwischen waren sie vor dem Klassenraum für Geschichte angekommen und der Gang hatte sich mit anderen Schülern gefüllt. Riddle blieb stehen, beugte sich leicht zu ihr hinunter und senkte die Stimme, so dass keiner der Umstehenden hören konnte, was er sagte: „Du bist widerspenstig, Hermine. Das gefällt mir nicht. Ganz und gar nicht. Ich gebe dir hier und jetzt eine letzte Chance. Ergreife sie. Deiner Gesundheit zuliebe. Wie du schon richtig festgestellt hast, bin ich durchaus auch zu anderen Mitteln in der Lage und bereit. Begleite mich zu Slughorns Feier.“

Hermine schluckte und ihr Mund fühlte sich plötzlich trocken an. Also hatte sie ihn richtig eingeschätzt: Er wollte sie auf die Probe stellen, wollte irgendetwas über sie herausfinden, und wenn sie nicht Folge leistete, hatte sie vermutlich ihr Leben verspielt. Großartig. Ich habe nur eine Woche gebraucht, damit Voldemort mich so bedrohlich findet, dass er mich lieber tot sehen will. Herzlichen Glückwunsch.

„Ich habe nie gesagt, dass ich das nicht tun werde, Tom!“, entgegnete sie so kühl wie möglich. Innerlich zitterte sie vor Angst, doch sie war entschlossen, ihm das nicht zu zeigen: „Ich sagte lediglich, dass ich keinem Befehl von dir Folge leisten werde. Bitte mich höflich, dann sage ich vielleicht zu.“

Für einen Moment wurde sein Blick noch eisiger und Hermine befürchtete, dass sie sich doch zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte, dann jedoch verschwand der hasserfüllte Ausdruck auf seinem Gesicht und machte seinem charmantesten Lächeln Platz. Elegant trat er einen Schritt zurück, streckte die Hand aus und fragte für alle hörbar: „Miss Dumbledore, würden Sie mir die Ehre erweisen, mich zu der Feier von Professor Slughorn zu begleiten?“

Ein allgemeines Keuchen war zu hören, als jene Schüler, die den Klassenraum noch nicht betreten hatten, mitbekamen, was sich gerade vor ihren Augen abspielte. Noch nie zuvor hatte ihr hoch geschätzter Schulsprecher Tom Riddle einem Mädchen so viel Aufmerksamkeit geschenkt oder sie gar zum Slug-Club eingeladen! Hermine war sich nur zu bewusst, dass sie mit offenem Mund angestarrt wurde, doch das stellte für den Moment das viel kleinere Problem dar. Sie wurde nicht schlau aus Riddles Verhalten und das war nicht gut.

„Es wäre mir eine Ehre, Mr. Riddle!“, antwortete sie mit ihrer süßesten Stimme, während sie seine Hand ergriff und ihn warm anlächelte. Wenn er irgendein Spiel spielen wollte, dann konnte er das haben. Sie würde nicht klein beigeben. Ihre selbstbewusste Reaktion warf ihn für einen Bruchteil einer Sekunde aus der Bahn, doch sofort war sein Lächeln wieder da, er führte ihre Hand an seine Lippen, platzierte einen angedeuteten Kuss darauf und drehte sich dann zum Klassenraum, um zu seinem Tisch zu gehen, als sei nichts geschehen.

Hermine fühlte sich schwindelig. Sein freundliches Verhalten war ihr unangenehmer als sein kaltes, feindliches Auftreten, denn letzteres war zumindest ehrlich. Sie war froh, als sie in der Menge den blonden Schopf von Abraxas erblickte, denn aus den Augenwinkeln hatte sie einige gar nicht freundlich dreinschauende Mitschülerinnen gesichtet.

„Tom hat dich zu Slughorn eingeladen?“, erkundigte Abraxas sich, kaum dass er an ihrer Seite war. Gemeinsam betraten sie den Klassenraum, doch Hermine blieb stehen, ehe sie an ihrem Platz neben Riddle angekommen war: „So sieht es aus.“

„Tom hat noch nie ein Mädchen dahin mitgenommen. Er meinte immer, es sei unter seiner Würde, mit ungeladenen Gästen zu erscheinen“, gab Abraxas mit erhobener Augenbraue zurück. Hermine schaute ihn böse an: „Zufällig bin ich aber geladen. Professor Slughorn hat mich eben nach der Stunde eingeladen. Oder warum, denkst du, hat er mich nach der Stunde vorhin aufgehalten?“

Entschuldigend hob er die Hände: „Ich wollte dich nicht beleidigen, Hermine, wahrlich nicht. Ich bin lediglich überrascht. Insbesondere wenn ich daran denke, wie wenig du Tom magst. Und umgekehrt scheint es ja nicht anders auszusehen.“

„Er meinte, es stünde nur dem intelligentesten Zauberer zu, die intelligenteste Hexe an seiner Seite zu haben“, erklärte sie mit einer Grimasse. Wieder blickte Abraxas überrascht drein: „Das ist aber schon ein starkes Kompliment von Tom.“

„Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass er es wirklich positiv meinte“, murmelte Hermine, doch ihre Aufmerksamkeit war woanders. Sie hatte bemerkt, dass Riddle sich zu ihr umgedreht hatte und ihr leises, vertrauliches Gespräch mit Abraxas offenbar missbilligte. Sein Gesicht war ausdruckslos, dennoch war Hermine sich sicher, dass er innerlich kochte vor Wut. Warum?

„Hermine“, flüsterte Abraxas beinahe unhörbar: „Du musst vor mir nicht so tun, als ob du Tom hasst. Ehrlich nicht. Ich würde es schätzen und als Zeichen deines Vertrauens ansehen, wenn du offen zu mir bist. Du musst dich für deine Gefühle nicht schämen. Jedes Mädchen an dieser Schule ist ihm verfallen, und nachdem er dich nun offiziell um Begleitung gebeten hat, hast du mehr Grund dazu als alle anderen.“

„Ich bin ehrlich zu dir“, gab sie entrüstet zurück, doch der verletzte Ausdruck auf seinem Gesicht zeigte Hermine, dass er ihr nicht glaubte: „Was willst du hören? Riddle hat mich vor aller Augen gefragt, es war unmöglich für mich, nein zu sagen.“

Ehe er darauf etwas erwidern konnte, erschien Professor Binns und zwang sie, sich auf ihre Plätze zu begeben. Dankbar nahm sie zur Kenntnis, dass Riddle offensichtlich beschlossen hatte, sie für den Rest der Stunde zu ignorieren.

oOoOoOo

„Du hast also unseren Neuzugang als Begleitperson eingeladen?“

Abraxas erstarrte, als er die Worte von Humphrey hörte. Sie klangen abfällig, kalt, verächtlich – ein Tonfall, den schon lange niemand mehr an den Tag gelegt hatte, der mit Tom sprach. Und gerade Humphrey Avery hätte mit am besten wissen sollen, dass man Tom Riddle nicht so respektlos anredete. Trotzdem war er seinem Mitschüler dankbar, denn auch er brannte darauf zu erfahren, wie es dazu gekommen war.

„Höre ich da Missbilligung, Avery?“, gab Tom kühl zurück. Abraxas erschauderte, doch Humphrey war offensichtlich unbeeindruckt – oder schlicht zu einfältig, um zu erkennen, auf welch dünnem Eis er sich bewegte: „Ja, tust du.“

Interessiert hob Tom eine Augenbraue. Spätestens jetzt hätte Abraxas das Thema fallen lassen, denn er kannte diesen Ausdruck: Es war ein sicheres Zeichen dafür, dass Tom keinerlei Verständnis für das, was der andere sagte, hatte. Bis vor kurzem war es lediglich sein Unwille gewesen, Streit zu haben, der verhindert hatte, dass er sich gegen Tom stellte. Doch was er am Wochenende bei ihrer kleinen Zusammenkunft im engsten Kreis gesehen und gehört hatte, hatte ihn gelehrt, Tom nicht nur zu respektieren, sondern auch zu fürchten.

„Du hast am Sonntagabend davon geredet, dass du unsere Hilfe brauchst!“, fuhr Avery mit erhitzter Stimme fort, inzwischen aber so leise, dass es nur für die drei vor dem Kamin sitzenden Slytherin hörbar war: „Und du hast gesagt, wenn wir dir helfen wollen, dass wir uns nicht ablenken lassen dürfen. Keine Frauengeschichten, das waren deine Worte. Entweder ganz oder gar nicht. Und jetzt lässt du dich auf ein Mädchen ein? Und dann auch noch ausgerechnet auf die Nichte von Dumbledore?“

„Ah, ich sehe, woher deine Verwirrung kommt, Humphrey“, sagte Tom mit gesenkter Stimme. Er klang liebenswürdig wie immer, doch Abraxas zweifelte inzwischen daran, dass das aufrichtig war: „Du denkst, ich hätte romantisches Interesse an Miss Dumbledore. Da liegst du falsch. Wenn irgendjemand seine Aufmerksamkeit wandern lässt, dann ist es unser guter Abraxas hier.“

Mit diesen Worten ließ Tom seine Hand schwer auf die Schulter von Abraxas fallen. Diesem fuhr es eiskalt den Rücken hinunter. Tom lächelte noch immer, doch seine Hand lag hart und beinahe schmerzhaft auf ihm. Warf Tom ihm gerade wirklich vor, zu viel Interesse an Hermine zu haben?

„Unser lieber Freund ist ganz hingebungsvoll darum bemüht, dass Miss Dumbledore sich wohl fühlt“, fuhr Tom immer noch lächelnd fort: „Auch ohne meine Worte vom Sonntag wäre es mir niemals in den Sinn gekommen, einem Mädchen nachzustellen, das bereits das Interesse meines besten Freundes geweckt hat.“

Abraxas fing an zu schwitzen, als er den kalten Blick von Avery auf sich spürte. Toms Hand lag noch immer auf ihm, während er weiter süßlich lächelte und an Avery gewandt fortfuhr: „Wie du siehst, musst du dir um mich keine Sorgen machen. Ich habe Miss Dumbledore lediglich aufgefordert, da sie als erste Schülerin von Professor Slughorn eingeladen wurde. Ich dachte, es wäre nur richtig, wenn ein Mädchen, das von unserem werten Professor anerkannt wird, mit mir und keinem sonst erscheint.“

„Und was willst du von ihr?“, grunzte Humphrey mit finsterem Blick. Abraxas erinnerte sich plötzlich daran, dass Hermine mehrfach gesagt hatte, dass Tom sie nicht mochte, sie sogar bedroht hatte. Er hatte ihr das nie wirklich geglaubt, hatte gedacht, dass sie übertreibt. Doch nach dem, was er am Wochenende von seinem besten Freund – oder war Tom überhaupt sein Freund? – gesehen hatte, war er sich da nicht mehr so sicher. Was, wenn wirklich Hass die Beziehung der beiden prägte? Hatte er sich unwissentlich in eine gefährliche Lage gebracht, weil er sich mit Hermine angefreundet hatte?

„Gar nichts“, erwiderte er, während er sich bemühte, trotz der Hand auf seiner Schulter eine selbstbewusste Haltung einzunehmen. Er war ein Malfoy, und Tom war trotz seiner magischen Fähigkeiten in dieser Welt ein Niemand. Ein Malfoy musste keinem Rede und Antwort stehen: „Sie erschien mir als intelligente, gebildete Mitschülerin und sie hat mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie das ist. Es ist niemals verwerflich, mit mächtigen Magiern gut zu stehen, oder was meinst du?“

Kurz musterte Avery ihn skeptisch, doch dann nickte er: „Da hast du auch wieder Recht. Und vielleicht ist es ja auch nicht verkehrt, mit einer Verwandten von Dumbledore befreundet zu sein. Der Kerl ist mir zuwider. Dass so ein verrückter Mann überhaupt unterrichten darf, ist mir ein Rätsel.“

Im Gegensatz zu Avery war Tom offensichtlich nicht bereit, das Thema so einfach fallen zu lassen. Noch immer lag seine Hand auf der Schulter von Abraxas und er musterte ihn mit einem eindringlichen, aber undurchschaubaren Ausdruck. Schließlich sagte er so leise, dass selbst Avery es nicht mehr hören konnte: „Hermine Dumbledore ist nicht einfach irgendein Mädchen, Abraxas. Du weißt, was ich vorhabe. Ich habe dich ins Vertrauen gezogen, weil du zu meinen engsten Freunden gehörst. Ich schätze wenige andere Menschen so sehr wie dich. Trotzdem werde ich meinen Plan, meine Zukunft, nicht riskieren, nur weil du mit dem falschen Teil deines Körpers denkst. Ich werde nicht zulassen, dass irgendjemand sich mir in den Weg stellt.“

Wieder musste Abraxas schlucken, doch er bemühte sich, die innere Unruhe nicht nach außen zu lassen: „Ich weiß nicht, warum du mir das sagst.“

„Miss Dumbledore könnte sich als Hindernis herausstellen. Und wenn du nicht vollkommen hinter mir stehst, wirst du es auch sein.“

Kommentare

  • Author Portrait

    Ich bin ziemlich gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Voldemort und Abraxas weiterentwickelt. Und auch ob und welche Auswirkungen sie auf die Zukunft hat, falls du das am Ende der FF auflöst. Ich bleibe auf jeden Fall dran :-D

  • Author Portrait

    Voldemort war wohl damals auch schon ein A***h. Es bleibt spannend!

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