III. Systema Natura Chronista - Ahòlótel (Cenote ahòlótel)

Definition des Registers

Der Ahòlótel ist ein Molch aus Seiku. Er kommt in den Cenotes von Pujaku vor. Sein Name bedeutet in einer alten Sprache soviel wie "Wasserungeheuer" oder "Drachenmonster".


Taxonomie

Großgruppe: Tiere

Stamm: Chordatiere

Unterstamm: Schädeltiere

Klasse: Amphibien

Ordnung: Schwanzlurche

Familie: Querzahnmolche

Gattung: Cenote

Art: Cenote ahòlótel


Merkmale

Die Gesamtkörperlänge geschlechtsreifer Ahòlótel liegt bei 300 bis 450 Zentimetern. Sie sind gedrungen gebaut und besitzen einen seitlich abgeflachten Ruderschwanz mit Flossensäumen. Diese beginnen schon kurz nach den Kiemenästen bzw. hinter den Hinterextremitäten. Die Rippenfurchen sind an den Flanken gut zu erkennen. An dem sowohl flachen, als auch breiten Kopf, lassen sich beidseitig drei Kiemenäste feststellen. Deren rote Kiemenfäden, ebenfalls wie die am ganzen Körper vorkommenden blauen Partien, im Dunkeln leuchten. Hinter den Kiemenästen liegt die mit Knorpelzähnen ausgestattete Kiemenspalte. Die Schnauze ist abgerundet und die Augen, welche lidlos sind, liegen weit auseinander. Sie sind rötlich gefärbt und besitzen eine längs geformte Pupille. Das Maulinere ist hellblau gefäbrt und leuchtet ebenfalls im Dunkeln. Die Gliedmaßen sind kurz, aber kräftig. Die Kloake der Männchen ist etwas hervor gewölbt, bei den Weibchen hingegen flach.

Die Labor-Ahòlótel sind wesentlich kleiner (maximal 30 Zentimeter), was an der Hemmung von Wachstumshormonen liegt. Es handelt sich hier aber nicht um eine spezielle Form des Ahòlótel, denn setzt man die zuvor zugeführten Wachtstumshemmer ab, so wächst der Ahòlótel nach einer gewissen Zeit wieder zu seiner vollen Größe heran.

Neotonie

Diese Art wird eigentlich nie richtig erwachsen und verweilt ihr ganzes Leben im Larvenstadium. Der Grund hierfür ist ein angeborener Schilddrüsendefekt. Dieser hat zufolge, dass Hormone die von der Schilddrüse gebildet werden um die Metamorphose zum kiemenlosen Erwachsentier einzuleiten, ausblieben.

Regeneration

Die Regenerationsfähigkeit dieser Tiere ist beachtlich. Sie können einen Großteil ihrer Gliedmaßen, Organe, sogar Herz- und Gehirnabschnitte regenerieren. Damit ist nicht die Entwicklung eines verkürzten oder halbfunktionsfähigen Abschnitts gemeint, sondern die vollkommene Regeneration zu einem voll funktionstüchtigen Organ. Verliert ein Ahòlótel zum Beispiel ein Bein, so dauert es selten mehr als einen Monat, bis es sich wieder zurückgebildet hat.


Der Ahòlótel ist ein Träger des Wasser-Elements und unter den Amphibien eine der mächtigsten Lebensformen.


Lebensraum

Die Art bewohnt die Unterwelt von Asmara, dort die unterirdischen Seen des Seegefüges: Pago, Xali, Coco und Xochi. Nur sehr selten verlassen sie das Wasser und halten sich dann kurzzeitig an deren Ufern auf. Alle Seen, besitzen kühles und sauerstoffreiches Wasser. In der Regel bleiben Ahòlótel nahe am Gewässergrund.


Lebensweise

Nahrung & Ernährungsweise

Es handelt sich um Lauerjäger, die in der Regel nur selten ihrer Beute nachstellen. Bevorzugt werden Krebstiere, Fische und andere Amphibien. Kannibalismus ist bei dieser Art nicht unüblich.


Verhalten

Auch wenn es in der unterirdischen Welt kaum bis gar kein Licht gibt, bevorzugen diese Salamanderverwandte die Nacht und sind du den Nachtzeiten der Oberfläche aktiver als zu den Tagzeiten.


Fortpflanzung

Mit etwa 80 bis 150 Jahren wird ein Ahòlótel geschlechtsreif. In der Natur liegt die Paarungszeit im Februar, wenn durch die Schneeschmelze in den Gebirgen, welche die Seen speisen, die Wassertemperatur erheblich gesenkt wird. Das Männchen balzt um das Weibchen indem es seinen aufgerichteten Schwanz mehrfach schnell bewegt, dabei beugt es den Körper. Darauf wird ein Spermatophore abgesetzt und vom Weibchen über die Kloake aufgenommen. Wenige Stunden später erfolgt das Ablaichen. Die Eier werden bevorzugt an Algen, die sich an die Dunkelheit angepasst haben, angeheftet. Die Gelege bestehen aus 80 bis maximal 140 Eiern. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 15 bis 30 Tagen. Bevor sie auf Nahrungssuche gehen, zerren sie noch zwei Tage von ihrem Dottersack.

Die Wild-Form erreicht ein Alter von etwa 700 bis 800 Jahren. Die Labor-Form hingegen nur 12 bis 28 Jahre, wobei die wenigsten älter als 20 werden.


Gefährdung

Der Axoletel in seiner Wildform stellt nach der CUI eine Rarität dar, die Laborform wird hier, aufgrund der großen Zuchterfolge ausgeklammert.


Kulturelle Bedeutung

Haltung

Aufgrund ihrer Größe ist die Wildform nicht für ein privates Aquarium geeignet und selbst in Insitutionsaquarien bereitet die große Kraft dieser Tiere ein Problem bei der Haltung. Die Labor-Form ist aber leicht zu erwerben und zu halten. Es sollten nie andere Arten mit dieser Form vergesellschaftet werden, auch eine Gruppenhaltung unterschiedlich großer Tiere ist zu vermeiden.

Die Wassertemperatur sollte bei 15 bis 20 Grad liegen, wobei 17 als optimal gelten. Sollten die Tiere erkranken, ist eine Absenkung auf 6 bis 8 Grad förderlich für den Genesungsprozess. (Dies entspricht der Wintertemperaturen ihrer Heimatseen). Der ph-Wert des Wassers muss im Bereich von 7,5 - 8 liegen, ansonsten kommt es zu einer Imunschwäche.

Angriffe auf Menschen

Manche Ahòlótel greifen jeden Menschen an den sie erblicken, andere wiederum sind komplett friedlich. Keines der beiden Verhaltensmuster überwiegt. Es sind mehrere Todesfälle und schwere Verletzungen durch Angriffe dieser Tiere dokumentiert, was vor allem an ihrer schieren Größe liegt.

Kulturelles

Die Asmari verehrten das Ahòlótel (Ahòlótel bedeutet so viel "Wasserungeheuer" oder "Drachenmonster"), als eine Gottheit die über die Unterwelt wacht. Eine Legende besagt, dass es Zweigöttliche Ahòlótel gibt. Der eine ist die Güte, der andere der Tod. Während "Güte" Menschen durch die Unterwelt gehen lässt und diese trotz der Begegnung am Leben bleiben, wird "Tod" als ein Dämon beschrieben, welcher aus ist alle Fremdkörper im Höhlensystem zu finden und zu töten.


Anmerkungen

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