Im Dialog

„Leise! Psst. Bitte, wir gehen ja schon in das Büro.“, meinte die Besitzerin des Ladens und verschwand durch eine Milchglastür. Die beiden folgten ihr einen kurzen Gang entlang und dann in das Büro. Die Leiterin nahm hinter einem eleganten weißen Schreibtisch Platz und bot den beiden einen Sitzplatz an.
„Gut, was wollt ihr? Wieder fünfzigtausend in Bar, oder noch mal siebentausend als Anmahnung?“, fragte sie. Sie wirkte älter und schwach.
„Nein, wir würden uns freuen, wenn sie uns die CIW-Aquatimer-150years searching Gallapagoss schenken würden – „
„Ja, nehmt sie euch, ich kann nicht mehr. Jetzt schicken sie auch noch Kinder um uns zu erpressen.“
„Wer erpresst sie?“, fragte Alex lauernd.
„Die, so eine Bande.“
„Sprechen sie einen Akzent, kann man sie an etwas erkennen und vor allem was wollen sie beziehungsweise was machen sie?“
„Mich erpressen und sie sind immer schwarz angezogen.“
„Sind es verschiedene?“
„Ja, drei oder vier.“
„Wie unterscheiden sie sich?“
„Der eine ist groß und stark. Er hat am Hals ein Schlangentatto. Der andere ist klein, aber auch muskulös. Der dritte ist dunkler als die beiden anderen und einer ist einfach normal. – Warum willst du das wissen? Werdet ihr mir etwas antun? Bitte, tut das nicht. Ich werde auch extra zahlen.“
„Nein, das brauchen sie nicht.“, meinte Livia sanft, „Uns können Sie vertrauen. Wir helfen ihnen.“
„Aber sie haben doch gesagt, dass etwas Schlimmes passieren wird, wenn ich die Polizei einschalten werde.“
„Das tun Sie ja nicht. Sie haben uns das wichtigste gesagt und jetzt werden wir auch gleich wieder weg sein und sie werden nie was von uns gehört haben.“
„Und woher weiß ich, dass ich euch vertrauen kann?“
Alex stand auf, nahm sich eine Flasche Wasser aus der Kiste und ein Glas, fragte ob er dürfe und goss sich ohne die Antwort abzuwarten etwas ein.
„Sie kommen immer jeden zweiten Montag im Monat oder? Und wie viel erpressen Sie und was drohen sie an?“
„Ja sie kommen jeden zweiten Montag im Monat und sie wollen immer fünfzigtausend und sie drohen an, alles kaputt zu machen.“
„Danke, sie haben uns sehr geholfen.“
Alex trank noch schnell sein Glas aus, stellte es zu den dreckigen und stellte auch die Flasche zurück. Dann gingen sie nach draußen.
„Ach ja, wartet. Heute hat er noch angedroht, dass er kommen werde und noch mal kassieren werde, da ich beim Letzten Mal nicht passend zahlen konnte.“
„Wohnen Sie über dem Geschäft?“
„Ja, wieso?“
„Nur so. Schönen Tag noch, und konzentrieren Sie sich um den Laden.“ Dann verließen Sie das Geschäft.

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