IV.5 - Tiefer in den Abgrund

Sie war fasziniert, sie konnte es nicht leugnen. Kaum hatte sie das letzte Wort des Rituals gesprochen, da hatte das Blutgemisch in der flachen Schüssel angefangen zu dampfen. Tropfen um Tropfen stieg auf, formte kleine Ringe aus Dampf, während die eingravierten Runen schwarz leuchteten. Hermine konnte sich nicht erklären, wie irgendetwas schwarz leuchten konnte, doch genau so war es. Die Ringe wurden violett als der letzte Tropfen Blut aus der Schüssel aufgestiegen war, und begannen, sich immer schneller im Kreis zu drehen. Nervös schaute sie zum Tom hinüber, doch der war ebenso fasziniert von dem erfolgreichen Ritual wie sie und schenkte ihr keinerlei Aufmerksamkeit. Eine Welle von Energie zwang Hermine, ihren Blick zurück auf die Ringe aus Dampf zu richten. Es war Energie in reiner Form, die durch ihren Körper schoss, während die Ringe begangen, sich um den kleinen Knuddelmuff zu schließen, der inzwischen vollkommen verängstigt schien.

Und dann spürte sie es. Als die Ringe die Haut des Knuddelsmuffs berührten, durchzuckte Hermine ein nie gekanntes Hochgefühl. Instinktiv wusste sie, dass dieser Knuddelmuff fortan nichts mehr tun würde, was sie nicht erlaubte. Er würde nicht einmal atmen, wenn sie es nicht wollte. Sie hatte die Macht, sein kleines Herz jetzt sofort still stehen zu lassen, wenn sie es wollte, und diese Gewissheit war berauschend.

Sie war sich nicht bewusst, dass sie lächelte, doch Tom Riddle neben ihr sah es nur zu deutlich. Als die Ringe sich um den Knuddelmuff geschlossen hatten, hatte er seine Aufmerksamkeit ihr zugewandt und er war nicht enttäuscht worden. Das Lächeln auf Hermines Lippen war nicht herzlich, nicht warm. Es war ein Lächeln, wie er es selbst gerne zeigte. Es zeugte von Überlegenheit und dem Bewusstsein für die eigene Stärke. Er hatte dieses Ritual nicht umsonst ausgesucht. Niemand konnte sich dem Gefühl der Macht entziehen, das sich unweigerlich einstellte, wenn man erfolgreich die absolute Kontrolle über ein anderes Lebewesen übernommen hatte. Die einzige Ungewissheit war gewesen, dass er nicht sicher sein konnte, ob Hermine stark und entschlossen genug sein würde, das Ritual erfolgreich auszuführen. Dass es ihr gelungen war, bestätigte ihm, dass sie tatsächlich das Potential hatte, überaus mächtig in den Dunklen Künsten zu werden. Und dass sie es insgeheim wollte.

Unwillkürlich lächelte Tom auch. Ob es ihr gefiel oder nicht, jetzt hatte er sie. Sie konnte ihn hassen und verabscheuen, wie sie wollte, sie hatte den ersten Schritt getan und er würde sie dazu zwingen, den nächsten auch noch zu tun. Er hatte dasselbe Ritual mit Abraxas versucht, im letzten Schuljahr noch, und ihm war es nicht gelungen. Tom zweifelte nicht daran, dass Abraxas stark genug dafür wäre, doch offensichtlich hatte die innere Überzeugung gefehlt. Es war beinahe zum Lachen, dass Abraxas, der immer versuchte, ihn zu beeindrucken, und beweisen wollte, dass er das Zeug hatte, die Dunklen Künste zu erlernen, scheiterte, während Hermine, die stets vorgab, keinem Menschen Böses zu wollen, beim ersten Versuch Erfolg hatte.

Die warme Hand von Tom auf ihrer Wange riss Hermine aus ihrer faszinierten Starre. Mit großen Augen blickte sie ihn an.

"Das hast du sehr gut gemacht, Hermine", flüsterte er ihr mit leiser, aber sehr ernster Stimme zu: "Es gehört nicht nur viel Macht dazu, sondern vor allem Entschlossenheit, ein anderes Lebewesen vollkommen willenlos zu machen. Nur wenige Menschen sind dafür skrupellos genug. Du hast mich heute sehr stolz gemacht."

Zaghaft erwiderte Hermine das Lächeln. Er hatte aufrichtig geklungen in seinem Lob, etwas, was sie niemals von ihm erwartet hätte. Ebenso ehrlich erwiderte sie entsprechend: "Danke. Ein Lob von dir, das ernst gemeint ist, ist selten."

Toms Lächeln wurde noch breiter. Für einen Moment schaute er ihr direkt in die Augen, blickte sie bedeutungsvoll an, als wollte er ihr noch irgendetwas sagen, dann beugte er sich vor, die eine Hand noch immer auf ihrer Wange, und küsste sie. Es war kein Kuss wie zuvor, kein Kuss, der sie erniedrigen sollte, im Gegenteil. Seine Lippen waren warm und weich und zärtlich, nicht hart und fordernd wie am Vortag. Zufrieden schloss Hermine die Augen und gab sich dem Kuss hin. Sie hatte seine Erwartungen übertroffen, hatte ihn stolz gemacht und endlich erkannte er an, dass sie genauso gut sein konnte wie er selbst. Sie waren sich ebenbürtig.

"Ich lasse dir den Knuddelmuff hier", sagte Tom, nachdem er sich aus dem Kuss gelöst hatte: "Es steht dir frei, mit ihm zu machen, was du magst. Ein einfacher Finite beendet die Wirkung des Rituals, aber vielleicht willst du vorher noch etwas Spaß mit ihm haben."

Mit einer fließenden Bewegung erhob er sich von ihrem Bett, packte sorgfältig Buch und Schüssel wieder in seine Schultasche und schritt Richtung Tür, ehe er sich noch einmal zu ihr umdrehte: "Ich denke, ich habe heute meinen Standpunkt klar gemacht. Wir müssen nicht streiten, Hermine. Verhalte dich weiterhin brav, und ich bin gerne bereit, dir deine Unhöflichkeiten zu vergeben."

Hastig erhob Hermine sich ihrerseits von dem Bett: "Ich weiß, Tom, ich weiß. Ich werde dir beweisen, dass ich auch anders sein kann, versprochen."

Ein hinterhältiges Grinsen trat auf sein Gesicht: "Denk an diese Worte, meine Liebe. Nicht, dass du sie morgen wieder vergessen hast. Ich werde sicherstellen, dich daran zu erinnern."

Und ehe sie verstehen konnte, was diese kryptische Aussage zu bedeuten hatte, war er aus der Tür getreten und verschwunden. Seufzend ließ Hermine sich auf das Bett zurücksinken. Niemals hätte sie gedacht, dass es so viel Spaß machen könnte, zusammen mit Tom Riddle zu lernen. Der kleine Knuddelmuff saß noch immer auf dem Bett und schaute völlig verwirrt drein. Mit einem nachsichtigen Lächeln griff Hermine nach ihrem Zauberstab und sprach: "Finite Incantatem."

Und während das kleine, flauschige Wesen vergnügt auf Hermines Schoß sprang, hallte ein entsetzter Schrei durch ihr Zimmer.

oOoOoOo

Das Grinsen auf seinem Gesicht sprach Bände. Es war kaum wahrnehmbar, kaum anders als sein gewöhnlicher freundlicher Ausdruck, mit dem er am Frühstückstisch saß, doch Hermine erkannte den Unterschied. Er hatte sie bewusst manipuliert, er hatte genau gewusst, welchen Effekt das Ritual auf sie haben würde. Sie fühlte sich noch dümmer als am Abend zuvor. Ihre großen Reden darüber, dass sie die Gefahr der Verführung durch die Dunklen Künste kannte, waren nicht mehr als leere Worte gewesen. Das berauschende Gefühl der Macht hatte ihre Sinne vernebelt und es war Tom Riddle neben ihr gewesen, der ihr die Bestätigung gegeben hatte, dass es gut und richtig war, sich mächtig zu fühlen. Und für einen Moment hatte sie sich vergessen, hatte gebadet in dem Gefühl ihrer Überlegenheit und der Illusion, ihm ebenbürtig zu sein. Bis sie das Ritual beendet hatte und ihr Zugang zu ihrem Herzen wieder frei war.

"Hatten Sie eine angenehme Nacht, Miss Dumbledore?", begrüßte Tom sie mit demselben spöttischen Grinsen, doch Hermine war nicht bereit, ihre Niederlage so offen zuzugeben. Betont gelassen und ungerührt erwiderte sie nickend: "In der Tat, ich habe prächtig geschlafen, ich danke Ihnen."

Für einen Moment noch ruhte sein Blick auf ihr und Hermine hielt stand. Sie schaute ihn offen an, ohne Scham, ohne Wut, aber auch ohne Zuneigung, bemüht darum, den Eindruck zu erwecken, dass der Vorfall vom vergangenen Abend keinerlei Auswirkungen auf sie gehabt hatte. Das spöttische Grinsen verschwand und machte Platz für einen wissenden Ausdruck. Er verstand ihre Absicht nur zu genau, doch er ließ sich nicht anmerken, was er davon hielt. Hermine war das nur Recht. Innerlich kochte sie vor Zorn, sie war noch nicht bereit für eine Konfrontation. Sollte er mit sich selbst ausmachen, wie er sie für ihre Gelassenheit bestrafen wollte.

"Tom", lenkte in diesem Moment Beatrix seine Aufmerksamkeit von ihr ab: "Tom, es sind Gerüchte über dich im Umlauf! Du musst dir anhören, was geredet wird, und dem Einhalt gebieten."

Interessiert wandte Hermine sich dem Mädchen zu. Was auch immer das für Gerüchte sein sollten, alles, was Tom Riddle in Verruf bringen konnte, war ihr nur Recht.

"Gerüchte?", erkundigte Riddle sich höflich: "Welcher Art?"

Offensichtlich erfreut, sein Interesse geweckt zu haben, zierte Beatrix sich für einen Moment, legte ihr Besteck ordentlich beiseite und fuhr sich einmal durch ihr Haar: "Einige der Mädchen haben dich im Gang zu unseren Schlafsälen gesehen."

"Und?", hakte Tom nach, ohne auch nur im Mindesten schockiert zu wirken. Irritiert schaute Beatrix sich um. Offensichtlich hatte sie mit einer anderen Reaktion gerechnet, ebenso wie die meisten der übrigen Schüler, die dem Gespräch folgten. Überraschte und besorgte Blicke wurden ausgetauscht. Ermutigt durch die Empörung ihrer Mitschüler fuhr sie fort: "Männlichen Schülern ist es nicht gestattet, unseren Gang zu betreten. Einige der Mädchen behaupten, sie hätten sogar gesehen, wie du in ein Zimmer gegangen und sehr lange nicht mehr rausgekommen bist."

Hermine konnte sehen, wie die sonst so beherrschten Slytherin-Schüler entsetzt zu ihrem Vorbild starrten. Wer hätte gedacht, dass ihre abendlichen sogenannten Lernstunden dem werten Herrn Schulsprecher derart auf die Füße fallen könnten? Mühsam unterdrückte sie ein selbstzufriedenes Grinsen und erwartete die Rechtfertigung von Riddle.

Der jedoch erschien nach wie vor unerschütterlich: "Das ist vollkommen richtig."

"Tom!", keuchte Beatrix, die inzwischen ebenso blass war wie die übrigen Schüler am Tisch: "Überlege doch, was du da sagst!"

"Was sage ich den, liebe Beatrix?", gab er jetzt mit strengem Tonfall zurück: "Als Schulsprecher ist es mir erlaubt, die Mädchenschlafsäle zu betreten. Es gibt magische Schranken davor, die es den Jungen unmöglich machen, für mich jedoch gelten diese nicht, also habe ich die Erlaubnis. Und das Zimmer, das ich betreten habe, gehört unserer geschätzten Miss Dumbledore."

Augenblicklich lagen alle Blicke auf Hermine. Errötend blickte sie auf ihre Finger - sie hätte nicht gedacht, dass Tom so freimütig seine Verbindung zu ihr zugeben würde. Mit angehaltenem Atem wartete sie darauf, dass er weitersprach.

"Ich erwarte nicht, dass die jüngeren Schüler das verstehen", erklärte er schließlich, und sein Blick lag mit einer Mischung aus Enttäuschung und Tadel auf Beatrix: "Aber von dir hätte ich mehr erwartet. Miss Dumbledore ist außerordentlich intelligent, genug sogar, dass selbst Professor Slughorn sie zu sich eingeladen hat. Wir lernen zusammen, um voneinander profitieren zu können, und da wir beide am besten arbeiten, wenn uns keine Gespräche ablenken, haben wir es vorgezogen, in der Privatheit ihres Zimmers zu lernen. Ist das ein Problem?", erkundigte er sich und nun lag eine unnachgiebige Schärfe in seiner Stimme: "Oder wolltest du etwas anderes andeuten, Beatrix?"

Schlagartig war es still geworden am Frühstückstisch der Slytherins. Hermine sah deutlich die betretenen Gesichter aller Schüler, die sich dafür schämten, auch nur für eine Sekunde schlecht von ihrem Vorbild gedacht zu haben. Nur Beatrix Parkinson sah weniger beschämt als vielmehr wütend aus. Offensichtlich war sie selbst die Quelle des Gerüchts gewesen und offensichtlich hatte sie genau gewusst, in welches Zimmer ihr geliebter Tom Riddle gegangen war. Hermine war sich sicher, dass ihre Hauskameradin versucht hatte, sie mit diesem Gerücht in ein schlechtes Licht zu rücken, doch das war nach hinten losgegangen und nun war Beatrix selbst die Beschämte. Unsicher blickte Hermine zu den anderen Schülern. Sie hoffte sehr, dass der Hass von Beatrix sich nicht in Zukunft noch in anderer Form gegen sie entladen würde.

oOoOoOo

„Miss Dumbledore! Guten Morgen!“

Überrascht blickte Hermine zu Ignatius Prewett, der neben der Tür zum Klassenraum stand und offensichtlich auf sie gewartet hatte. Sie wünschte, er hätte sie nicht angesprochen, denn nur wenige Schritte hinter ihr liefen Tom Riddle und Abraxas. Sie hatte kein Interesse daran, sich erneut für ihre Bekanntschaften rechtfertigen zu müssen.

„Gute Morgen, Mr. Prewett“, erwiderte sie höflich, um dann betont laut fortzufahren: „Ich danke Ihnen noch einmal, dass Sie mir gestern meine Notizen nachgetragen haben!“

In diesem Moment erreichten Tom und Abraxas sie, blieben ebenfalls stehen, als sie ihren Gesprächspartner bemerkten, und stellten sich wie auf ein Zeichen links und rechts neben sie.

„Mr. Prewett“, sagte Tom mit einem Nicken: „Gibt es ein Problem?“

„Warum sollte es ein Problem geben?“, erwiderte Ignatius unschuldig, doch Hermine bemerkte, dass seine Augen sehr, sehr wachsam drein schauten. Ihr wurde noch unwohler, als sie seine nächsten Sätze hörte: „Darf ein Mann denn nicht mit einer schönen Frau reden, die seine Aufmerksamkeit erregt hat?“

„Ich habe schon davon gehört, dass im Hause Gryffindor ein weniger förmlicher Umgangston herrscht als bei uns“, mischte sich Abraxas mit schneidender Stimme ein: „Aber ich erwarte dennoch, dass Sie Mitgliedern unseres Hauses gegenüber den nötigen Respekt erweisen. Entschuldigen Sie sich augenblicklich bei Miss Dumbledore.“

„Habe ich denn etwas gesagt, was Sie beleidigt?“, fragte Ignatius an Hermine gerichtet. Ihr Mund wurde trocken. Der Blick, den Abraxas ihrem neuen Bekannten zuwarf, war eiskalt, und obwohl sein Gesicht gelassen wirkte, meinte Hermine doch, in Riddles Schultern eine gewisse Anspannung zu entdecken. War es wirklich so ein Verbrechen in dieser Zeit, einer Frau ein offenes Kompliment zu machen? Sie wollte Ignatius nicht in den Rücken fallen, doch die Reaktion von Abraxas zeigte ihr, dass sie sehr vorsichtig sein musste. Nervös befeuchtete sie ihre Lippen: „Ich fühle mich durchaus nicht durch Sie beleidigt, Mr. Prewett, aber halten Sie es wirklich für angemessen, in Anbetracht unserer kurzen Bekanntschaft derart forsch aufzutreten?“

Für einen Moment schaute Ignatius sie einfach nur an, studierte ihren Gesichtsausdruck, ihre Haltung, ohne auf ihre Worte zu reagieren. Dann, als habe er etwas entdeckt, was ihm missfiel, trat er einen Schritt zurück und verbeugte sich tief: „Sie haben Recht, Miss Dumbledore. Bitte verzeihen Sie mir meine Direktheit, ich hatte kein Recht, so zu sprechen.“

Mit einem knappen Kopfnicken zu Abraxas und Tom schritt Ignatius von dannen. Sein ungutes Gefühl vom Vortag verfestigte sich zu einem Verdacht. Es war so offensichtlich gewesen, dass Hermine Dumbledore ihre Worte sorgsam und so diplomatisch wie möglich gewählt hatte, ihre ganze Körpersprache hatte ihm entgegen geschrien, dass sie nervös und unsicher war. Warum sollte irgendein Mädchen nervös werden, wenn der schöne, kluge, charmante, intelligente Tom Riddle mit dem mächtigen Abraxas Malfoy an seiner Seite zu ihrer Ehrenrettung kam? Warum hatte er wie am Vortag das Gefühl, dass Hermine versuchte, Tom Riddle zu gefallen, ohne dabei jedoch von verliebter Schwärmerei gesteuert zu sein wie die übrigen Slytherin-Damen? Hatte sie Angst vor ihm?

„Markus“, flüsterte er so leise wie möglich, kaum dass er neben seinem besten Freund auf die Bank gerutscht war: „Da stimmt definitiv etwas nicht mit Miss Dumbledore und Riddle. Ich glaube, sie hat Angst vor ihm! Definitiv.“

„Denkst du nicht, dass du überreagierst?“, entgegnete Markus ebenso leise: „Wenn sie Angst vor ihm hätte, würde sie doch nicht ständig an seiner Seite sein.“

„Oder genau deswegen“, zischte Ignatius ungeduldig zurück. Er warf einen raschen Blick auf die andere Seite des Klassenraumes, wo Hermine gerade zwischen Tom und Abraxas Platz nahm. Sie schien ein freundliches Gespräch mit Malfoy zu führen, jener stellte also allem Anschein nach kein Problem dar. Aber Riddle? Er seufzte: „Ich kann es mir auch nicht erklären, aber wie ich gestern schon sagte, irgendetwas stimmt zwischen den beiden nicht. Als wäre sie eine Sklavin, die ihrem Herrn gefallen will aus Angst, andernfalls Schläge zu kriegen.“

„Jetzt übertreibst du aber wirklich!“

Ehe er seine Gedanken genauer formulieren konnte, trat Professor Binns ein und begann seine Unterrichtsstunde. Vielleicht sollte er Augusta wirklich darum bitten, mit Orion Black zu sprechen. Er konnte einfach nicht gegen sich selbst an. Wenn er Gefahr witterte, egal ob für sich, für Freunde oder für Fremde, er musste dem Nachgehen, sehen, ob er Recht hatte und die Gefahr gegebenenfalls abwenden konnte. Und bisher hatten seine Instinkte ihn selten betrogen. Tom Riddle hatte definitiv eine Aura, die ihm nicht geheuer war. Und Hermine Dumbledore verhielt sich definitiv nicht so, wie eine intelligente, selbstbewusste Frau sich in seiner Gegenwart verhalten sollte.

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