JAMIE

»Jamie? Hey, James ...« Emilys Stimme riss mich aus dem unliebsamen, doch gleichzeitig schönen Traum. Ich träumte oft von dieser einen Nacht, denn es war die Erste und letzte, welche wir auf diese Weise miteinander verbrachten. Danach ging es bergab. Zwei Monate später war sie weg.

»Hey, ist alles okay bei dir? Du hast dich im Schlaf umhergewälzt«, sagte Em sichtlich besorgt.

»Ja, sorry. Ich hab wohl schlecht geträumt.« Die Gedanken an diesen Traum lichteten sich und mehr und mehr gelangte ich ins Hier und Jetzt zurück. Ich lag auf dem Rücken und Em lag auf meinem rechten Arm, den ich auf ihrem Kopfkissen ausgebreitet hatte. Ich war nie der Typ fürs kuscheln. Jedenfalls nicht, seit sie damals gegangen war. Meine Beziehungen beschränkten sich auf Sex. Ich war nicht nett, ich lud Frauen nicht zum Essen ein und man stellte mich nicht den Eltern vor. Ich fickte, ließ mir gerne einen blasen, und wenn eine ihren Job besonders gut machte, zeigte ich mich erkenntlich und leckte sie um den Verstand. Und da hörte es dann auch schon auf. Das hier war nicht ich. Nachdem ich Liz mehrmals darauf hingewiesen hatte, was sie von mir erwarten konnte und was nicht, stand sie jedes Mal brav auf, nachdem ich es ihr besorgte und ließ mich allein.  

Wieso also gefiel es mir, das Gewicht von Emilys Kopf auf meinem Arm zu spüren, das Kitzeln ihres weichen Haares an meiner Halsbeuge zu genießen und unter der Berührung ihrer Finger auf meiner Brust zu erschauern? Ich durfte das alles nicht zu nah an mich heranlassen. Ich war mit meiner Art Dinge zu händeln bisher ganz gut gefahren und ich würde nun nicht damit anfangen etwas zu ändern. Ich ließ all die komplizierten Gedanken und Erinnerungen los und konzentrierte mich auf die attraktive Frau, die lediglich mit einem Slip und einem BH bekleidet neben mir lag. Nicht die schlechteste Ausgangsposition für einen guten Start in den Tag.

»Hast du gut geschlafen, Babe?«, raunte ich ihr zu.  

»Babe? Dein Ernst James?«, gab Em belustigt von sich. »Danke der Nachfrage. Ich habe erstaunlicherweise sehr gut geschlafen.«

Machte sie sich gerade ernsthaft über mich lustig? Na warte. Ich kniff ihr spielerisch in die Seite und sofort begann sie sich lachend zu krümmen. »Ja, ich sagte Babe. Haben Sie ein Problem damit?« Ich kitzelte sie weiter und nach Luft japsend versicherte sie mir kein Problem mit meiner Ausdrucksweise zu haben. Sie bäumte sich auf, schloss ihre kleinen Hände um meine Handgelenke und hielt sie über meinem Kopf fest. Süß, sie dachte wirklich sie hätte eine Chance. Da mir diese Position jedoch recht gut gefiel, spielte ich mit.  

»Denkst du ernsthaft, ich kann mich nicht befreien?« Ich sah Em, die seitlich auf dem Bett saß und über mich gebeugt meine Arme festhielt, tief in die Augen und sprach dann leise weiter. »Glaubst du, du bist jetzt sicher vor meinen Berührungen?«

Em atmete heftig. Sie reagierte genauso, wie ich mir das vorstellte. Braves Mädchen.  

»Nein, das denke ich nicht. Du bist viel stärker als ich.« Sie löste eine Hand von meinen Gelenken und strich mit dem Finger von meinem Handgelenk weiter hoch zu der weichen, empfindlichen Haut meiner Ellenbeuge bis zu meinen Oberarmen. Dann stand sie ruckartig auf, kniete sich am Kopfende des Bettes auf meine Hände und sah mit einem breiten Grinsen von oben auf mich herab. »Stärker, Babe ...«, lachte sie, »aber nicht schlauer!«

Ich war ziemlich sprachlos. Nicht weil ich mich unterlegen fühlte, denn ich hätte mich ohne weiteres befreien können. Viel mehr raubte mir der Anblick, der sich mir bot, den Atem. Direkt über meinem Kopf ragten zwei seidige, leicht gebräunte Oberschenkel hinauf und liefen in einem Dreieck aus weißer Spitze zusammen. Ein flacher Bauch, wunderschöne Brüste und dazu ihr unvergleichlicher Gesichtsausdruck, als sie bemerkte wie wenig sie anhatte, rundeten das Bild ab.  

 

Sie leckte sich über die vollen Lippen, und als ich meine Hände problemlos unter ihren Knien hervorzog, weiteten sich ihre Pupillen und sie sah mich gebannt an, ohne sich zu bewegen. Die Arme noch immer über den Kopf gestreckt, schob ich ihre Knie auseinander, bis ihre Beine für meine Absichten weit genug gespreizt waren. Sie folgte jeder meiner Bewegungen mit ihrem Blick, doch wehrte sich nicht. Sie wollte es auch. Langsam schob ich meinen Körper höher, bis ich mit dem Kopf zwischen ihren Beinen unter ihr lag. Em erstarrte. Ihre Brust hob sich weder noch senkte sie sich. Sie hielt die Luft an. Ich drehte den Kopf und biss ihr leicht in die weiche Haut auf der Innenseite ihres Oberschenkels und wiederholte das Ganze an ihrem anderen Schenkel. Sie sog scharf die Luft ein.  

»Gefällt dir das?«, fragte ich sie, doch sie bekam nicht mehr als ein genuscheltes »hmmm« raus. Wieder drehte ich den Kopf zu ihrem Schenkel und strich, diesmal etwas höher, mit der Zunge über ihre glatte Haut.  

»Baby, weil du es bist, bin ich nett und verrate dir meine Absichten. Ich werde dich jetzt gleich lecken.« Emily wimmerte und kreiste mit ihren Hüften über mir. Ich hob die Hände und während ich mit der einen ihren Hintern in Position rückte, wanderte ich mit den Fingern der anderen über die Spitze ihres Höschens. »Dein Höschen ist ja klitschnass. Ich denke wir sollten das ausziehen.« Meine Hand glitt über ihre Hüfte und mit einem kurzen Ziehen gab der Stoff nach und die weiße Spitze rutschte an ihrem Schenkel runter. Bei dem Anblick ihrer nackten Blöße spannte mein Schwanz sich fast schmerzhaft in meiner Hose an. Ich hob den Kopf und glitt mit der Zunge durch ihre Spalte. Em stöhnte laut auf. Sie war so bereit für alles, was ich ihr zu geben vermochte. Langsam bezeichnete ich kleine Kreise mit meiner Zunge auf ihrer Klit.  

»Oh mein Gott ... ja!« Em sank vorneüber und stütze sich mit den Armen rechts und links neben meinem Bauch ab.  

Wow hier taten sich gerade ganz neue Möglichkeiten auf. »Baby, wenn du möchtest, kannst du dich schon erkenntlich zeigen, bevor ich hier fertig bin. « Aufreizend hob ich die Hüften an.  

Keuchend rollte sie sich zur Seite und lag nun heftig atmend und seltsam verdreht auf den zerknitterten Laken. Was sollte das jetzt?

Langsam hob sie den Kopf und sah mich stirnrunzelnd an. »Das hast du gerade nicht wirklich gesagt?«  

»Naja ...« Wie schaffte sie es, dass ich mich wie ein ungezogenes Kind fühlte?

Sie zog sich das Laken bis knapp über die Brüste und setzte sich auf. Dann sah sie mich mit leicht zusammengekniffenen Augen an und biss sich auf die Unterlippe. Ich fühlte mich zunehmend unwohler wegen der Bemerkung, die ich gemacht hatte.  

»Okay, James Donovan. Wann hast du entschieden dich Frauen gegenüber wie ein Arsch im Bett zu verhalten?«

Ich musste grinsen. »Ein Arsch?«

»Ja«, gab sie mürrisch zurück.  

»Ich verhalte mich nicht wie ein Arsch, Emily. Die Frauen, die mit mir ins Bett gehen wissen, worauf sie sich einlassen.«

»Achso, sorry. Du sagst ihnen also normalerweise vorher, dass du ein Arschloch bist?«

Nun setzte auch ich mich auf, da ich mir irgendwie unterlegen vorkam. »Ich wiederhole, ich bin nichts dergleichen. Ich bin ehrlich, direkt ...«

»... und ein Arsch«, unterbrach Emily mich, wobei ihr Mundwinkel zuckte.  

Ich konnte nicht anders, auch ich musste lachen.  

»Und funktioniert diese ‚Baby, willst du dich erkenntlich zeigen’-Masche ernsthaft?«, fragte sie.  

»Ähm ... naja. Ja, sie funktioniert sogar ganz gut.« Mit Sicherheit folgte nun die übliche Ansprache darüber, welch ein Hurenbock, männliche Schlampe, Mistkerl bla bla bla ich doch sei, doch Emily tat etwas, das mich verwunderte. Sie beugte sich zu mir vor, gab mir einen Kuss auf die Wange und stand auf. Dann zog sie den nur noch halb intakten Slip von ihrem Schenkel und warf ihn zu mir aufs Bett.

»Dann tut es mir leid dir sagen zu müssen, dass das bei mir keinerlei Wirkung zeigt. Ich muss jetzt unter die Dusche und dann zu Masons Manager. Wir sehen uns heute Abend bei ihm und Ava?«

»Klar ...« Sie wartete meine Antwort nicht ab, sondern ging so, wie Gott sie geschaffen hatte, lediglich mit BH bekleidet, ins Bad und schloss die Tür hinter sich. Hatte sie mich gerade tatsächlich durch die Blume rausgeworfen, nachdem ich es ihr fast besorgt hatte?

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