January - Jetzt oder nie 24

MASON

Noch immer völlig ineinander verknotet, die Körper von einem leichten Schweißfilm überzogen, kamen wir langsam wieder zu Atem. Ihre Beine waren um mich geschlungen und Ihre Hände lagen auf meiner Brust. Ihr Gesicht hatte sie an meinem Hals vergraben und ihre immer gleichmäßiger werdenden Atemzüge kitzelten meine Haut. Das alles wurde nur dadurch getoppt, dass ich noch immer in ihr war. Ich wollte diese Frau nie wieder loslassen. 

Ich versuchte in Gedanken zu dem Punkt zurück zu kommen, an dem ich völlig die Kontrolle verloren hatte.  

Ich war es nicht gewohnt, dass Frauen mich warten ließen und nachdem sie auf keine meiner SMS oder meiner Anrufe reagiert hatte, wollte ich sie persönlich fragen.  Wie hätte ich ahnen sollen, dass diese Aktion so endete?

»Worüber lächelst du?« Ich war so in Gedanken, dass ich nicht gemerkt hatte dass sie ihren Kopf bewegt hatte und mich ansah.

»Darth Vader also?« Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.  

»Naja, auf mich bezogen spiegelt das sehr gut deine Aura wieder,« auch sie grinste, »und bis vor ein paar Stunden hat es ganz gut gepasst.«  

»Ach ja?« Ich kitzelte sie und als sie sich auf meinem Schoß wandte, fiel mir auf wie feucht alles zwischen uns war. »Oh Fuck.« Ich sah an uns herunter. Und ihr Blick folgte meinem.

»Wa….oh« Ihr Lächeln erstarb.

»Sag mir bitte, dass du die Pille nimmst.« Wie konnte ich das Kondom vergessen.

»Ja, ich nehme die Pille, aber…« Sie sah verängstigt aus. Ich Mistkerl war wirklich wieder dabei das hier zu verbocken. Ich hatte wirklich ein Händchen dafür Ava Moore vor den Kopf zu stoßen und ich konnte mir denken welchen Gedanken ich ihrem hübschen Köpfchen gerade mit meiner blöden Art einpflanzte. Die Hand an ihre Wange gelegt brachte ich sie dazu mich anzusehen.

»Du musst dir wirklich keine Sorgen machen. Ich hab zuletzt vor den Dreharbeiten alles checken lassen und seitdem mit keiner anderen geschlafen.«

»Okay…. Also… ich…ich bin auch gesund.«

»Ave,….Ich wollte nicht dass das so doof rüber kommt. Ich hab wirklich noch nie vergessen ein Kondom zu benutzten und war einfach über mich selbst erschrocken.« Ich zog sie etwas näher und küsste ihre Nasenspitze.

»Du bereust es also nicht?« In ihren grünen Augen spiegelte sich ihr Zweifel wider.

Von dem Moment an, als ich sie fragte ob sie es wirklich tun wollte, war ich mir sicher es im Nachhinein zu bereuen. Ich war mir sicher, ich würde ihr Sekunden später nicht mehr in die Augen blicken können und bedauern, bei dieser Frau, die mitschuldig am Leid meiner Schwester war, schwach geworden zu sein. Doch da war nichts… Keine Reue, kein Bedauern….nur Zufriedenheit und etwas das ich nicht zu benennen vermochte. Es fiel mir immer schwerer meine Vorstellung von der Frau, wie ich sie mir vorgestellt hatte nachdem all das schlimme meiner Schwester widerfahren war, mit der lieben, netten und unschuldigen Ava in Verbindung zu bringen, die gerade auf meinem Schoß saß, mich wie ein Rehkitz anblickte und mit der ich eben den wohl besten Sex meines Lebens hatte.  

»Baby ich würde es jederzeit wieder tun…jetzt zum Beispiel.« Ich packte sie und während sie lächelnd quiekte drehte ich sie auf den Rücken um ihren Körper erneut zu erkunden.  

Ich wusste ich musste sie loslassen, nur wusste ich im Moment beim besten Willen nicht wie ich das anstellen sollte.

 

»Aufwachen meine Schöne.« Ich küsste Ava vorsichtig auf die Stirn. Nach Runde zwei.....und drei waren wir eingeschlafen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass nur noch 20 Minuten blieben, bis wir zur Dachterrasse hoch sollten.

»Hmmmmm?« Ich könnte mich an den Anblick dieser Frau, so verschlafen in einem Bett gewöhnen. Wann war ich so weich geworden? Das Ganze lief wirklich nicht wie geplant.  

»Solltest du die Einladung zu unserem Date annehmen, dann hast du jetzt ca. 15 Minuten um dich frisch zu machen.«

Sie öffnete die Augen langsam und lächelte mich an. Mein Herz krampfte sich zusammen.  

»Du willst dieses Date noch immer?«  

»Na was hast du denn gedacht?«

»Naja, ich dachte das war nur.... naja ein Weg das hier«, sie zeigte mit ihrer Hand auf mich und dann auf sie, »zu erreichen.«  

Fantastisch, was muss ich die letzten Tage ein Arschloch abgegeben haben, dass sie denkt ich bin nur daran interessiert. Aber war es nicht so. Was war nochmal der Plan gewesen, bevor diese Frau mir die Sinne vernebelt hat. Kennenlernen, herausfinden wieso sie und dieser Donovan das getan hatten, vielleicht sogar sie um den Finger wickeln und ihr dann das Herz brechen damit sie sieht wie das so ist und sie dann fallen lassen. Ich hätte mich wegen meiner eigenen Gedanken Ohrfeigen können.  

Ich räusperte mich. »Ich kann nur so viel sagen. Ich würde sehr gerne den Abend mit dir verbringen. Wie sieht´s bei aus?«  

Sie sah mich skeptisch an, doch nickte dann.

»Gib mir 10 Minuten.«

Kommentare

  • Author Portrait

    wie süß :)

beta
Feenstaub

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