Kapitel 2

Natashas Sicht
Ich lande den Jet wenige Meter von der Hütte entfernt. Als der Jet gelandet ist, schalte ich alle Geräte wieder auf Sparmodus und wir steigen alle aus. Der Boden und die Baumwipfel sind mit Schnee bedeckt. Hier ist momentan Winter, weshalb es ziemlich kalt hier ist. Selbst ich friere ohne meine Jacke hier. Wie muss es dann Wanda gehen. Sie trägt nur dünne Kleidung und meine Jacke. Ich lege meinen Arm um sie und versuche sie ein wenig von der Kälte abzuschirmen. Wanda schmiegt sich dankbar an mich und kuschelt sich in die Jacke. Die Jungs folgen uns.

Die Tür ist leicht vereist, weshalb ich fest dagegen treten muss, sodass sie fest aus den Angeln bricht. Die Anderen tuschen schnell rein und ich verbarrikadiere die Tür hinter mir.

Im Inneren der Hütte ist es warm. Ich gebe Wanda schnell eine der warmen Decken und ziehe sie zu einer der Matratzen, die ich wenige Tage vorher platziert habe. Sie lässt sich drauf fallen und kuschelt sich in die Decke:"Danke, dass du das alles für uns tust, Natasha." Ich lächele warmherzig:"Das ist doch meine Pflicht. Ihr seid nicht nur meine Kollegen. Nein, ihr seid auch meine Freunde und ich lasse nicht zu, dass ihr unschuldig ins Gefängnis kommt." Clint umarmt mich von hinten und drückt sich an mich:"Das hast du süß gesagt, Nat." Ich lege meinen Kopf auf seine Schulter. Er gibt mir einen federleichten Kuss auf die Wange. Das habe ich so vermisst! Alle von ihnen habe ich so vermisst. Ich habe Hanks Humor, Wandas Unsicherheit, Sams Erfahrung und Clint liebevolle Art vermisst. Schnell mache ich mich von Clint los und gehe zu den Dosen, die ich ebenfalls dort gebunkert habe. Ich weiß, dass Essen aus der Dose nicht unbedingt lecker ist, aber es geht nicht anders. Mit einem Öffner, öffne ich die Dose und werfe sie Wanda zu, die mich fragend ansieht. "Ihr solltet was essen", erkläre ich. Dann lasse ich mich auf die Matratze neben Wanda fallen und lehne mich an die Wand. Ich bin gern hier. In Gedanken an mein früheres Leben sage ich:"Ich habe für euch draußen einen Zielscheibe aufgestellt, damit ihr wieder in Form kommt, schließlich habt ihr lange dort festgesteckt." Clint strahlt. Ich setze mache eine warnende Miene:"Ihr müsst aber aufpassen. Ich will nicht, dass euch irgendwer sieht. Ihr dürft nicht in die Stadt. Ich werde euch immer etwas Neues zu Essen bringen, wenn ihr das braucht." Clint nickt, doch ein Lächeln kann er nicht unterdrücken. Er scheint zu fröhlich darüber zu sein, dass er endlich wieder frei ist.

Plötzlich klingelt mein Handy. Ich schaue auf das Display. Ein Videoanruf von Tony. Mist, ich kann nicht dran gehen. Er darf nicht sehen, wo ich bin, aber wenn ich nicht rangehe, weiß er auch dass irgendwas los ist. Ich lehne den Anruf ab und schicke stattdessen eine Nachricht.

Natasha: Hey Tony! Kann gerade nicht rangehen!

Tony: Wieso?

Wieso ist er nur so neugierig? Da komm ich nicht wieder raus.

Natasha: Weil ich gerade eine Besprechung mit Nick Fury habe.

Tony: Mein Beileid! Komm danach bitte in den Tower.

Natasha: Ja, klar. Mach ich.

Gut gerettet, Natasha! Innerlich gebe ich mir ein Highfive und stehe von der Matratze auf. "Leute?", setze ich an:"Ich muss jetzt los, sonst merkt Tony, dass etwas los ist." Wanda schmollt leicht, während Scott und Sam sich verabschieden. Clint nimmt mich nochmal in den Arm.

Ich bin schon fast an der Tür angekommen, da fällt mir etwas ein und ich drehe mich nochmal um. "Ich bin gleich wieder da", dann laufe ich schnell zum Jet und hole die Geschenke für die Anderen.

Als ich zurück komme, sehen mich alle gespannt an. Ich ziehe hinter meinem Rücken drei Säcke hervor und lege jeweils einen vor Clint, Scott und Sam. Für Wanda habe ich einen kleinen Bilderrahmen mit einem Bild von Pietro und ihr darin. Dieses gebe ich ihr. Sie schaut mich dankbar an. Die Anderen öffnen die Säcke und sofort sind einige Freudenschrei zu hören. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man bedenkt, was ich ihnen mitgebracht habe.

Clint habe ich seinen Bogen zurück geholt. Ich hatte für den Fall, dass er zurück kommt Clints Bogen in meinem Zimmer heimlich aufbewahrt. Auch seine Pfeile habe ich noch irgendwo gefunden.

Scott hat seinen Anzug wieder, den hat Hope für ihn aufbewahrt und mir den Anzug gern übergeben als sie erfahren hat, was ich vorhabe.

An Sams Flügel zu kommen war da schon schwieriger. Dafür musste ich extra in Nick Furys Büro auf dem Helicarrier einbrechen, was ziemlich schwierig war, doch auch das habe ich irgendwie hinbekommen. Zum Glück weiß nur Hope von meiner Aktion.

"Ich muss jetzt aber wirklich los", sage ich schnell und verabschiede mich von den Anderen. Sie sind so sehr mit ihren Geschenken beschäftigt, dass sie mich gar nicht wirklich wahrnehmen. Ich schließe die Tür hinter mir wieder und mache mich auf den Weg zum Jet, damit Tony keinen Verdacht schöpft. Nicht dass er Tony noch Nick fragt wo ich bleibe.

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