Kapitel 2 - Hallo Eich!

Als ich aufwache erschrecke ich mich sofort und suche mit noch geschlossenen Augen nach meinem Wecker. Wie spät ist es? Habe ich verschlafen?

Als ich meinen Wecker endlich gefunden habe, öffne ich die Augen und werfe einen Blick darauf. Es ist kurz vor neun. Mein Wecker hat noch gar nicht geklingelt. Ich atme auf und entspanne mich sichtlich.

Ich schalte die Weckfunktion aus und stehe langsam auf. Dann gehe ich zum Fenster und öffne die Vorhänge. Die Sonne scheint helle und ich kneife meine Augen zusammen. Vor mir erstreckt sich die Stadt Alabastia. Meine Heimatstadt. Hier bin ich groß geworden und heute werde ich diese Stadt für eine lange Zeit verlassen. Als Ash weggegangen ist, hat meine Mutter oft an ihn gedacht und war immer froh wenn sie gesehen habt, dass es ihm gut geht.

Plötzlich öffnet jemand die Tür zu meinem Zimmer. Es ist Ash:"Gute Morgen, Elli." Ich fahre herum, muss jedoch lächeln, als ich erkenne wer es ist:"Guten Morgen." Ich mustere ihn. Er trägt einen hellblauen Schlafanzug. In der linken Hand hält er seine Baseballkappe, die so typisch für ihn ist. Er setzt sich auf und grinst mich an. An den Füßen trägt er nichts und auf seiner Schulter sitzt Pikachu. Es ist mittlerweile ein festes Familienmitglied und bringt etwas neue Frische in den Alltag. "Pika-Pika", begrüßt es mich nun auch. "Guten Morgen, Pikachu", ich gehe zu ihm und kraule es unterm Kinn. Es macht süße Geräusche und ich muss grinsen. Ich hoffe mein Pokemon wird auch so cool wie Pikachu, obwohl Glumanda, Schiggy und Bisasam mich nicht so sehr interessieren.

Nach einer kurzen Unterhaltung mit Ash verlässt er den Raum wieder, sodass mich umziehen kann. Ich ziehe mir ein schwarzes Top, eine lange schwarze Hose. Zu guter letzt ziehe ich meine schwarzen Schuhe an, binde meine Haare zu einem Zopf und setzt mir den schwarzen Rucksack auf. Eins ist ganz klar. Ich mag schwarz, obwohl das ja gar keine richtige Farbe ist. Dann gehe ich um viertel vor zehn aus dem Haus.

Bis zum Labor von Professor Eich ist es nicht weit. Alabastia ist ja generell nicht so groß. Auf dem Weg läuft mir ein Junge über den Weg. Er hat braun-rote Haare und wirkt sehr überheblich. Ich kenne ihn. Es ist Jason Eich. Der Neffe von Professor Eich und der kleine Bruder von Gary Eich. Er ist um ehrlich zu sein nur eine Mini-Version von Gary. Er läuft still hinter mir her. Ich merke, dass er mich anstarrt. Ich fahre herum und sehe ihn an. Er zieht eine Augenbraue hoch:"Ist was?" Ich schüttele den Kopf und laufe schneller. Ich mag ihn nicht. Er ist etwa in meinem Alter und sehr aufdringlich.

Wenige Minuten später bin ich am Labor angekommen und stolpere etwas außer Atem hinein. Jason ist mir kontinuierlich dicht auf den Fersen gewesen. Professor Eich begrüßt mich freudig:"Oh. Hallo Elena. Schön dass du hier bist." Ich stelle mich gerade hin und lächele freundlich:"Ja, Ich bin so aufgeregt." Er führt mich in einen anderen Raum, in dem bereits zwei andere Personen in meinem Alter stehen. In diesem Moment kommt auch Jason in den Raum und stellt sich zu den anderen Beiden. Ich tue es ihm gleich und stelle mich zu den drei anderen in die Reihe. Ich spüre wie Jason mich mustert.

Professor Eich hebt die Stimme:"Ihr vier seid heute hier, um ein Pokemon zu erhalten und auf Pokemonreise zu gehen. Diese Reise ist etwas sehr besonders und ihr dürft euch geehrt fühlen so eine Reise unternehmen zu dürfen. Ich bin der festen Annahme, dass ihr alle vier eines Tages großartige Pokemontrainer werdet. Nun aber zu euren Pokemon." Er holt drei rot-weiße Bälle hervor. Die Pokebälle. "In diesen Pokebällen befinden sich die Starter-Pokemon Schiggy, Bisasam und Glumanda. Doch da ihr vier seid, habe ich noch ein ganz besonderes für euch", er zieht einen weiteren Pokeball aus seinem Kittel und mischt ihn unter die anderen:"Damit es fair bleibt, werdet ihr euren Starter ziehen." Er bedeutet der ersten Person vor zu treten. Es ist ein schmächtiges Mädchen mit blondem Haar und meerblauen Augen. Ich habe sie hier noch nie zuvor gesehen. Sie zieht einen Ball. Dann tritt die zweite Person vor. Ein Junge mit schwarzem Haar und dunklen Augen. Er wirkt kühl und distanziert. Auch er greift nach einem Ball. Meine Aufregung steigt. Welches geheimnisvolle Pokemon befindet sich wohl in diesem Ball. Vielleicht ein Dratini. Nein! Das wäre als Starter viel zu stark. Nun ist Jason an der Reihe und greift nach dem vorletzten Ball. Meine Aufregung steigt weiter und ich verspüre ein nervöses Kribbeln in der Magengegend. Ich nehme den letzten Ball in die Hand. Eich fährt fort:"Nun hat jeder von euch ein Pokemon bekommen." Er dreht sich um und holt vier rote Geräte aus dem. Jedem von uns reicht er eins. "Das ist ein Pokedex. Er ist so etwas wie eine Pokemondatenbank. Hier könnt ihr alles über die Pokemon hier in Kanto erfahren. Wenn ihr in eine andere Region kommt, wird er erweitert." Ich nicke zufrieden. Jetzt habe ich ja alles oder? Nun gibt er jedem von uns noch zehn leere Pokebälle. Was das ist, braucht er uns nicht zu erklären. Der Professor nickt zufrieden:"So. Das müsste es eigentlich gewesen sein. Noch fragen?" Wir schütteln die Köpfe. Mit einem Lächeln auf den Lippen geleitet er uns zufrieden nach draußen. Vor der Tür wartet eine ganze Traube Menschen. Unter ihnen erkenne ich Ash und Mom. Beide sehen mich fröhlich an. Ich packe die zehn Pokebälle in den Rucksack, bevor ich von meiner Familie fast zerquetscht werde. Sie scheinen sich noch mehr zu freuen als ich.

Nach einer gefühlten Ewigkeit löse mich lachend. Meine Mutter hat mir sogar noch mehr Kleidung mit gebracht. Plötzlich sehe ich, dass die anderen schon weg sind. Abgesehen von dem Mädchen. Sie sitzt unter einem Baum und dreht den Pokeball zwischen ihren Fingern. Sie scheint allein zu sein und auch ihre Familie kann ich nirgends erblicken. Ich verabschiede mich schnell von meiner Familie, doch als ich zu ihr gehen will und sie fragen möchte, ob sie mit mir gehen will, ist sie plötzlich verschwunden. Ich sehe mich perplex nach ihr um. Sie scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein.

Ich blinzele noch einmal kurz und begebe mich dann auf dem Weg weg von Alabastia. Ash winkt mir hinterher. Ich winke zurück und dann verschwindet Alabastia hinter einer Kurve. Endlich beginnt meine Reise!

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