Kapitel 3

--------------------------Diese Geschichte habe ich vor einem Jahr als Hausaufgabe geschrieben. Wie war ich damals in der Lage sowas zu schreiben. ----------------------- 
Dann stand er im Türrahmen. Lassen Sie mich bitte mal dran, meinte er, ich werde ihrem Mann helfen. Dann schob er sanft meine Mutter, die die ganze Zeit weinte, zur Seite. Er besah sich die wunden und griff in den Erste Hilfe Kasten und verarztete meinen Vater liebevoll und professionell. Danach blieb er noch kurz bei uns, um uns zu trösten. Dann ging er. Am nächsten Tag besahen wir den Schaden. Alles war kaputt oder umgestoßen. Die wenigen Gemälde, waren geklaut wurden. Wir hatten keine Reserven für schlimme Zeiten. Als ich zur Schule ging sah ich, dass bei vielen anderen auch gewütet wurde. An dem Tag hatte ich das letzte Mal Schule. Nach dem Unterricht kam meine Lehrerein zu mir und meine, wir müssen fliehen. Wir müssen raus aus Deutschland. Es wird für uns eine schlimme Zeit kommen. Ich fragte, warum, und sie meinte, ich und meine Familie seien böse. Wir seien eine Schande für die Deutschen. Sie erklärte mir, dass aus diesem Grund in der Nacht die Häuser von vielen zerstört wurden. Alle seien Juden. Sie erklärte mir, dass für uns Juden eine schwere Zeit kommen werde, nach und nach werden uns immer mehr Verbote aufgehängt. Als ich das Schulgebäude verließ, dachte ich darüber nach. Es war das letzte Mal, dass ich meine geliebte Lehrerin sah. Sie war wie eine zweite Mutter für mich. Sie brachte mir viel bei. Ich sah wie überall Fahnen. Sie waren Rot mit einem Weißen Kreis in der Mitte. Im Weißen Kreis war das Zeichen, welches das Sonnenrad symbolisiert. Es steht für die Zuneigung des Glücks. Das Hakenkreuz. Ich rannte nach Hause. Dort überredete ich meine Eltern von her wegzugehen. Dennoch blieben wir viel zu lange Wohnen. Meine Eltern bereiteten alles vor. Wir verschickten über falsche Namen die Bienen zu einem Bekannten im Ausland. Alles wurde vorbereitet. Doch dann wurde die Lage plötzlich gefährlich. Ich sah, wie die grauen Lastwagen kamen und unser Nachbar hinten eingeladen wurde. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Später habe ich gelesen, dass er wegen Beihilfe zur Verstecken der Nichtdeutschen in ein Gefängnis kam. Dort hat er sich dann mit den Nazis sich versöhnt und wurde als Lagersanitäter eingesetzt. Am gleichen Tag kamen zwei Männer zu uns und fragten uns ob wir Juden sein. Von dort an mussten wir den Judenstern Tragen. Außerdem wurden uns so alle Rechte genommen, die wir bis dahin noch hatten. Ich weiß es noch genau. Acht Tage danach klopfte jemand an unsere Tür. Es war schon dunkel und wir hatten riesige Angst. Mein Vater bewaffnete sich mit dem Besten Messer und mein Großer Bruder nahm die Axt in die Hand. Wieder klopfte es. Ich blieb bei meiner Mutter. Mein Vater öffnete die Tür langsam. Es regnete. Ich konnte durch den kleinen Spalt einen Mann mit Hut und Mantel erkennen. Ich kannte ihn nicht. Keiner konnte ihn erkennen, da sein Gesicht im dunklen verborgen war. Ihr müsst noch heute verschwinden. Dann verschwand er. Wir hatten zwar schon weitestgehend gepackt, doch dass wir so schnell verschwinden müssen, hätte ich nicht gedacht. Überstürzt luden wir alles in Auto. Dank der guten Vorarbeit mussten wir nur die Tiere zurück lassen. Aber wir wussten, dass ein Nachbar sich darum kümmern würde. Wir hatten ihm gesagt, dass wir in den Urlaub fahren werden. Es war kalt. Ich weinte.

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