Kapitel 3

Ich ging durch die Stadt um die Einkaufsliste die mir Ace gegeben hatte ab zu arbeiten. Es dämmerte bereits als ich mich auf den Weg begab. Mir kamen sehr viele Leute entgegen, die im Stress waren, während ich seelenruhig durch die Stadt schlenderte. Doch eine Person kam mir sehr merkwürdig vor. Sie hatte rote Haare, genau wie Ace, möglicherweise war sogar Ace, der mir hinter her läuft um zu schauen, ob es mir gut geht.

Er zog mich in eine abgeschiedene Gasse der Stadt, und hielt mir den Mund zu. Meine Pupillen erweiterten sich, als er mich anfasste. Mir schossen grausame Bilder in den Kopf, und ich wollte schreien, doch ich konnte nicht. Auf den Bildern war Ace zu sehen, wie er mich schlägt, bedroht und fast umbringt. Seine Zähne sahen ebenfalls merkwürdig aus, sie waren extrem spitz und blutig.

,,Hör auf damit, Ace!“ schrie ich, und lief vor ihm davon.

Ich rannte so schnell ich kann vor ihm weg, und kam bei einem Wald an. Mich berührte etwas an der Schulter und ich wich zurück. Ace! Er war es, der mich berührte. Mein Körper zitterte, und ich hatte todesangst. ,,Du zitterst ja, ist alles in Ordnung?“ fragte er verwundert ,,Lass mich in Ruhe, du Psycho!“ stieß ich ihn von mir weg, und rannte weiter. Er wusste nicht was los war, und war völlig verwirrt.

Ich verirrte mich im Wald, und wusste nicht wo ich war. Ich hatte keine Ahnung wie ich hier wieder raus kommen sollte. Warum sollte Ace so etwas mit mir anstellen? Es vergingen einige Stunden, und ich war halb erfroren eingeschlafen. Schritte. ,,Luna? Wo bist du?“ rief eine Stimme verzweifelt ,,..hier..“ antwortete ich schwach mit zitternder Stimme. Auf einmal stand Ace vor mir. ,,Luna! Was machst du denn für Sachen..du bist ja total unterkühlt!“ Er umarmte mich, und ich konnte mich nicht wehren. Letztendlich schlief ich in seinen Armen ein, während er mich nach Hause trug.

Als ich aufgewacht bin, befand ich mich in seinem Schlafzimmer. Ich wollte gerade aufstehen, da fing er an zu flüstern ,,..geh nicht!“ Er zog mich an sich, und sprach mir ins Ohr ,,..du darfst nicht gehen..“ Eigentlich ist er ja schon niedlich. Ich musste lachen, weil sein Atem an meinem Hals kitzelte. Er kam immer näher mit seinem Mund an meinen Hals, und fing an diesen zu küssen.

Ich spürte seine Zähne an meinem Hals knabbern. Langsam wurde mir unwohl. ,,Ace..? Bist du wach?“ Ohne zu zögern öffnete Ace seine Augen, und erschrak vor sich selbst ,,Wie bist du...?“

Ich sah ihm tief in die Augen, und wurde bewusstlos für einige Sekunden. Die grausamen Bilder von vorhin kamen mir wieder in den Sinn, und ich sprintete zur Tür, doch Ace war schneller als ich, und stand vor dieser ,,Was hast du jetzt auf einmal?“ Ich lief zum Fenster um zu sehen, wie tief es nach unten ging. Viel zu hoch um zu springen. ,,Luna verdammt, was ist los mit dir?“ Auf einmal sah ich zwei Ace's im Raum. Mein Blick traf das Auge vom zweiten Ace. ,,Luciel? Was willst du hier?“ fragte Ace den Typ, der an der Tür stand. Ich war betäubt, und konnte mich nicht bewegen ,,Sieh dir doch mal diese unberührte Haut an, so sauber.“Luciel strich über meinen Oberschenkel, und küsste diesen. Ich sah die Wut in Ace's Augen. War das Wut, oder was das Lust? Es jagte mir jedenfalls angst ein. Luciel legte seine Hand um meinen Hals, und drückte zu. Ich bekam keine Luft, und mein Gesicht lief blau an. Luciel lachte hämisch, und Ace stand einfach nur da ,,Willst du wirklich, dass sie stirbt, Brüderchen?“ ,,Was willst du?“ fragte Ace mürrisch ,,Ich wollte meinem Bruder einen Besuch abstatten, ist das verboten?“ Er ließ meinen Hals los, und ich schnappte nach Luft, dabei hustete ich Blut. Luciel und Ace sahen mich lustvoll an, als sie das Blut bemerkten. Ich rannte ins Badezimmer und schloss die Tür zu. Die Beiden standen vor der Badezimmertür, und flehten mich an, dass ich doch rauskommen soll, und das alles in Ordnung sei. ,,Ich bleibe bis morgen früh hier drinnen, beziehungsweise bis dieser Luciel geht! Er wollte mich umbringen.“

Eine halbe Stunde verging, und Luciel war verschwunden. ,,Luna, bitte mach mir die Tür auf. Ich muss Medizin nehmen, und die ist im Badezimmerschrank.“ Ich täuschte vor, dass ich eingeschlafen wäre um die Reaktion von Ace zu sehen. Ace stand auf einmal im Badezimmer, als er keine Antwort von mir erhielt. Er nahm eine kleine weiße Tablette aus dem Schrank, und ging in die Küche. Ich folgte ihm unauffällig, und passte auf, dass er mich nicht sah.

Er nahm ein Glas aus dem Schrank, und füllte es mit stillem Wasser, in dieses legte er die Tablette. Er setzte zum Trinken an, und brach sogleich die Tablette aus. Ace rutschte auf den Boden, am Schrank entlang und erlitt einen Nervenzusammenbruch. Ich rannte zu Ace, und rüttelte ihn wach ,,Ace!“ doch das half nicht, also versuchte ich ihn hoch zu heben, und ins Schlafzimmer zu tragen. Mühsam schaffte ich es nach fünf Minuten ihn ins Bett zu legen. Sein ganzer Körper schien so, als würde er überkochen. Schnell zog ich ihm seinen Pullover aus, und sah, dass sein Herz wie wild schlug. Ich nahm seine Hand, und hielt sie doll fest, dabei sprach ich mit ihm, dass alles gut wird, und er sich beruhigen kann.

Irgendwann mitten in der Nacht, senkte sich sein Puls sowie seine Temperatur. Seine Augen begannen rötlich zu leuchten, als er sie öffnete. Zuerst erschrak ich mich, doch dann beruhigte ich mich wieder, und bis jetzt hatte ich seine Hand nicht los gelassen. Er strich mit seinen Fingern durch meine Haare, und ich hielt still. Ace zog mich nah an sich, und umarmte mich fest. Mit einer Hand strich er über meinen Hals, und mit der anderen drückte er mich fest an sich. Langsam bewegte er seinen Kopf an meinen Hals und leckte ihn ab. Ich krallte mich in seinen Rücken, und umarmte ihn noch fester. Vorsichtig stach er mit seinem Zahn ein kleines Loch in meinen Hals, und wischte mit seinem Finger darüber, danach leckte er seinen Finger ab. Ich hatte meine Augen geschlossen, und wollte nur, dass es ihm gut geht ,,Mach weiter..“ sagte ich zaghaft. Als ich diese Worte aussprach war er nicht mehr zu stoppen. Er sog das Blut aus meinem Hals, als wäre es das beste, was ihm vor die Fänge kam. Je mehr er trank, desto verschwommener wurde mein Sichtfeld. Irgendwann brach ich in seinen Armen zusammen, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushielt.

Ace sah mich an, und war empört vor sich selbst. ,,Das habe ich getan? Dabei schwor ich es nie wieder zu tun, und schon gar nicht bei ihr.“

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