Kapitel 4

Kühle Lippen pressten sich sanft in meinen Nacken. Ich erstarrte augenblicklich. Dann registrierte ich den Duft von Zedernholz und Sanddorn und wusste, dass Arik sich hinter mich geschlichen hatte. Sein nackter Körper presste sich verlangend an mich und ich wollte ihn harsch von mir weisen, doch als ich seinen heißen Atem spürte, wurde ich weich. Zarte Lippen küssten meine Schulterblätter und ich konnte den Vampir nicht abweisen. Nicht mehr. Ariks Hände glitten an meinen Seiten hinab und wieder hinauf. Massierend bewegten sie sich auf meinen Schultern und ich entspannte mich langsam unter seinen Berührungen. Ich wollte ihm böse sein. Böse, weil er mir das Gleitgel in die Tasche gepackt hatte und weil er mir einfach unter die Dusche gefolgt war, aber ich konnte es nicht. Warum konnte ich diesem Mann, nein, diesem Monster eigentlich nie lange böse sein? Warum konnte ich es einfach nicht? In diesem Moment schloss sich seine Hand um meinen Schaft und sein Daumen fuhr sanft über meine Spitze. Wild entschlossen keine Gefühlsregung Preis zu geben presste ich die Lippen aufeinander. Arik massierte mit gekonnten Bewegungen meinen Schaft. Lange würde ich mich nicht zurückhalten können. Keuchend legte ich den Kopf an die Fliesen der Dusche.


Plötzlich verschwanden die geschickten Finger von meinem bestem Stück und beschäftigten sich mit anderen Stellen. Arik fuhr mit der Hand meine Nasse Spalte entlang, rieb sie sanft, aber mit Druck. Sein Daumen strich dabei immer wieder über meinen Schließmuskel. Ich stöhnte leise. Meine eigene Hand wanderte nun zu meinem Glied und rieb es sanft. Wieder rieb Ariks Daumen über meinen Muskel. Die Hand glitt durch die Spalte und übte langsam mehr Druck aus. Dann spürte ich, wie der Daumen den Schließmuskel überwand. Keuchend biss ich mir auf die Lippen. Ich roch das Blut sofort, welches aus einer kleinen Wunde in meiner Lippe quoll. Fast augenblicklich wurde mein Kopf nach hinten gerissen und forsche Lippen pressten sich auf meine eigenen. Der Kuss der nun folgte war atemberaubend. Leidenschaftlich saugte Arik sich an mir fest und nahm jeden Tropfen meines Blutes in sich auf. Zeitgleich schob sich ein weiterer Finger in mich. Als mein Meister den Kuss löste und sich über die schmalen Lippen leckte folgte schon ein dritter. Begierig schob ich meinen Hintern den Fingern entgegen. Es fühlte sich so gut an. Arik begann mich zu dehnen. Die Scherenbewegungen zogen den Muskel auseinander, machten ihn weich und nachgiebig. Ich stöhnte lustvoll. Ariks Atem streifte meinen Nacken. Kein Wort drang aus seinem Mund, doch ich wusste was er wollte. Hektisch nickte ich.


Die Finger verschwanden aus mir und schon spürte ich die geschwollene Spitze von Ariks Glied an meinem Eingang. Allein dieses Gefühl liebste ich. Dann drückte die Eichel gegen den Schließmuskel und spaltete ihn sanft. Arik hielt inne, als seine Spitze in mir war. Tief atmete ich durch. Die Dehnung war stark und es brannte, trotz der Nässe. Ich spannte meinen Schließmuskel an, versuchte Ariks Eichel damit zu massieren. Das laute Stöhnen hinter mir verriet, dass es ihm gefiel. Ich spannte an. Zeitgleich schob Arik sich vorwärts. Langsam, ganz langsam drang das Glied in meinen Anus vor. Dann hielt Arik wieder kurz inne, verharrte in mir. Nur kurz. Ich massierte mit meinem Muskel sein Glied in mir. Dann spannte ich an. Arik schob sich weiter. Es fehlte nun nicht mehr viel. Unser erotisches Spiel war fast vorbei. Angestrengt entspannte ich den Muskel und Ariks Schwanz glitt nun mit einem Rutsch tief in mich. Erschrocken spürte ich einen kurzen Widerstand, dann brannte mein Hintern höllisch. Arik war bis in die Tiefen meines Enddarms vorgedrungen und hatte den letzten Schließmuskel im inneren meines Anus überwunden. Ich wusste, dass o etwas sehr selten möglich war. Nie hatte ich geglaubt so etwas selbst zu erleben. Es brannte und fühlte sich seltsam an, doch es tat nicht weh. Es erregte mich nur umso mehr. Er war so unglaublich tief in mir. „Arik“, stöhnte ich. Tränen rannen über mein Gesicht, so überwältigend war das Gefühl für mich. „Schhhh...Es ist okay. Tiefer geht es nicht. Bleib ganz ruhig, Geliebter. Ich werde dich vorsichtig lieben!“, sprach Arik beruhigend auf mich ein. Ich lächelte nur selig.


Mein Glied war stahlhart. Es sehnte sich nach Erlösung, doch ich hielt mich selbst zurück. Noch nicht. Ich wollte noch nicht kommen. Arik begann jetzt sich in mir zu bewegen. Es zog sich ein wenig nur zurück und schob sich dann wieder vollständig herein. Das Ganze wiederholte er ein paar Mal. Bei jedem Mal zog er sich mehr zurück, bevor er wieder tief in mir versank. Ich stöhnte leise. Es fühlte sich so unglaublich gut an. Quälend langsam zog er sich nun fast vollständig aus mir zurück, nur um sein Glied dann wieder vollständig in der Tiefe meines Enddarms zu versenken. Immer wieder tat er dies und streifte dabei meine Prostata. Ich begann zu zittern. Lusttropfen quollen aus meiner Spitze und ich konnte mich schon nach wenigen Minuten kaum noch auf den Beinen halten. Quälende Lust durchflutete mich und ich stöhnte immer lauter. Sanfte, aber tiefe Stöße trieben mich langsam an den Rand meines Verstandes. Ich schaltete ab. Nur noch mein eigenes Stöhnen und das laute Keuchen Ariks drang zu mir durch. Hitze umhüllte mich, drang in mich. „Jaahh...Mehr“, hörte ich mich selber sagen. Wie in einem Rausch genoss ich die intensiven Empfindungen, die Arik in mir auslöste. Arik. Mein Geliebter und mein Schöpfer. Blut von meinem Blut. Spitze Zähne legten sich auf meinen Nacken. Durchbohrten meinen Hals. Drangen ein in mein Fleisch. Saugten. Eine flinke Zunge leckte jeden Tropfen dieses Kostbaren Lebenselixiers auf. Ich spürte, wie ich langsam schwächer wurde. Meine Beine versagten, doch Arik hielt mich aufrecht. Er nahm mich noch immer, in dem selben Rhythmus. Ich schloss meine Augen. Dann sah ich Sterne. Ich kam mit einem spitzen Schrei und verlor das Bewusstsein. Das letzte, was ich bewusst wahrnahm war, wie Arik sich tief in meinem Inneren ergoss.


Als ich erwachte fand ich mich im Schlafzimmer wieder. Ich lag im Bett. Nackt und bis oben hin zugedeckt. Arik musste mich ins Bett gebracht haben. Ich schaute auf die Uhr, die auf dem Nachttisch stand. Ich musste lange weg gewesen sein. Ich fühlte mich erschöpft und völlig ausgelaugt. Ich hatte Hunger, weshalb ich auch aufstand und mir frische Kleidung aus der Tasche nahm, die neben dem Bett stand. Schnell zog ich mich an und ging hinunter in die Küche. Arik machte sich gerade an der Kaffeemaschine zu schaffen. „Kaffee, hmm?“, fragte ich überrascht. Er drehte sich nicht um, als er antwortete: „Ich kann mich nicht dagegen wehren. Eine alte, menschliche Angewohnheit aus längst vergangenen Tagen. Ein Freund hat mich dazu gebracht und jetzt kann ich morgens nicht mehr ohne.“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Du hast Freunde? Du wirkst eher wie ein Einzelgänger“ Säuerlich drehte sich Arik zu mir um. Die Kaffeemaschine lief mittlerweile. „Auch ich hatte schon Freundschaften, ob du es glaubst oder nicht.“ Die Antwort klang bissig. Ich hob beschwichtigend die Hände. „Schon gut. Das war nicht böse gemeint. Du siehst nur einfach nicht aus wie Jemand, der gerne Freundschaften sucht, geschweige denn sie pflegt. Da haben wir was gemeinsam“, sagte ich. „Apropos pflegen. Danke, dass du mich gestern Abend ins Bett gebracht hast.“ Ein verruchtes Grinsen schlich sich auf das Gesicht des Vampirs. „Ich hätte dich ja nicht einfach liegen lassen können, nachdem ich dich so gut befriedigt habe. Versteh das nicht falsch, aber ich hatte nichts Anderes erwartet. Mein Penis ist einfach zu groß für die Meisten und ich kann auch noch damit umgehen.“ Ich schnaubte. Langsam wusste ich wieder warum ich ihn nicht leiden konnte. Er war arrogant! „Pff...“, meinte ich. „Angeber!“ Arik goss sich eine Tasse Kaffee ein und reichte auch mir eine. „Da kann ich nicht widersprechen. Aber du musst schon zugeben, dass es gut war.“ Ich wollte lügen, aber was hatte ich schon zu verlieren. Immerhin hatte dieser Mann mich schon auf emotionaler Weise so entblößt gesehen, wie sonst keiner. „Du hast recht“, sagte ich. „Es war unglaublich gut. Und ich bin überrascht wie tief du kamst.“ Ich lächelte müde. Der Kaffee war stark, machte mich aber wach und tat gut. Arik lächelte mich offen an. „Du warst völlig entspannt. Nur so war es mir möglich ihn so tief rein zu bekommen“, erklärte er mir.


Bisher hatte ich mit Männern keine Erfahrung sammeln können. Alles was ich wusste, hatte ich aus Büchern und dem Fernsehen. Nichts davon, was ich gewusst hatte, hatte mich darauf vorbereiten können, was am vorherigen Abend geschehen war. Es war einfach überwältigend gewesen. Anders als beim ersten Mal, als ich mit dem älteren Vampir intim geworden war. Überhaupt war alles so anders. Immer noch wollte ich diesen Mann hassen, der mir das angetan hatte. Der mir mein Leben genommen und mir ein neues geschenkt hatte. Doch es fiel mir zunehmend schwerer Hass für die Person zu empfinden, die hier vor mir stand. Es war immer noch der gleiche Mann der mich verwandelt hatte, doch er war nicht mehr das Monster, für das ich ihn gehalten hatte. Diese Zärtlichkeit, die ich am Abend erlebt hatte war völlig neu. Sie passte nicht zu dem kühlen Vampir, der sich, egoistisch wie er war, alles nahm, was ihm beliebte und der keinen Halt davor machte Kinder als Nahrungsquelle zu nutzen. Jemand der junge Männer verführte und sie zum eigenen Zwecke benutzte. Nein. Das war nicht der Mann vom Abend zuvor und das war auch nicht der Mann der jetzt vor mir stand. Doch wer war Arik überhaupt? Diese eine Frage drängte sich in meinen Kopf. Die Frage: Wer ist Arik?


Ich schaute ihm direkt in die Augen. „Wer bist du?“, fragte ich ihn dann. Er sah mich an. „Was meinst du damit?“, fragte er. „Du weist doch wer ich bin.“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß was du bist. Nicht wer. Erzähl mir deine Geschichte. Bitte.“ Arik seufzte laut. Dann ging er ins Wohnzimmer. Ich folgte ihm und sah ihm zu, wie er sich auf das alte Sofa setzte. „Also gut“, sagte er dann und nickte. „Setzt dich bitte zu mir.“ Ich tat wie mir geheißen und sah ihn aufmerksam an. „Meine Geschichte mag gewöhnlich sein. Meine Herkunft nichts Besonderes. Meine Gefühle häufiger als Man denkt. Aber Eines garantiere ich dir, mein junger Elf. Mein Weg, der ist mit Nichts zu vergleichen und mein Ende wird eines der Einzigartigsten sein. Wenn du also meine Geschichte trotzdem hören willst, dann nur zu. Ich erzähle sie dir.“ Ich nickte bestimmt und Arik begann mir seine Geschichte zu erzählen.

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