Kapitel 4

Ich binde meine langen blond-braunen Haare zu einem hohen Pferdeschwanz und lege meine hightech Uhr an. Dann verlasse ich mein Zimmer.

Wenige Sekunden später komme ich zurück, um meine Schultasche zu holen, die ich beinahe vergessen hätte.

Als ich die Schultasche über meine Schulter geworfen habe, renne ich die Treppe herunter und ziehe meine schwarze Lederjacke über das cremefarbene Kleid.

Auf meinen ebenfalls schwarzen High Heels eile ich ins Wohnzimmer, um Allison zu holen. “Kommst du?“, frage ich das Mädchen. Sie hebt ihren Blick von ihrem Handy und sieht mich genervt an. Als ich sie fragend ansehe, richtet sie ihren Blick wieder auf ihr Handydisplay. “Allison“, sagt ihr Vater mahnend:“Du musst zur Schule!“ Sie steht genervt auf und steckt ihr Handy in ihre pinke Handtasche.
Dann wirft sie ihre Tasche über die Schulter und geht an mir vorbei zur Tür. Ich laufe ihr verächtlich schnaubend hinterher. High School Bitch ist die einzige Bezeichnung, die mir für dieses eingebildete, hochmnässige, verwöhnte Mädchen einfällt.

Ich laufe ihr hinterher. Sie ist gerade dabei sich ihre Jacke und ihre Schuhe an zu ziehen und ich warte aus Höflichkeit auf sie. Das Mädchen würdigt mich keines Blickes. Als sie fertig ist, läuft sie einfach an mir vorbei und verlässt das Haus, um sich auf den Weg zum Bus zu machen. Ich verdrehe die Augen. Das ist für mich sowas wie ein Hobby. Genau so wie das Kauen auf meiner Lippe. Es wundert mich, dass sie mit dem Bus fährt, aber wahrscheinlich haben ihre Eltern einfach keine Zeit sie zu fahren.

Als wir fünf Minuten später an der Haltestelle angekommen sind, haben sich dort bereits einige andere Schüler versammelt und warten ebenfalls auf den Bus. Weder Allison noch meine Wenigkeit gehen zu einem der anderen Schüler, um mit ihnen zu reden. Bei mir liegt es jedoch daran, dass ich Keinen kenne. Weshalb Allison nicht mit dem Anderen Rede ist mir auch ziemlich klar. Wahrscheinlich befindet sie keinen dieser Schüler und Schülerinnen ihrer würdig. Sie zieht ihr Handy aus der Tasche und tippt darauf herum.

Wenige Minuten später kommt der Bus und alle steigen ein. Ich zu letzt. Ich zeige dem Fahrer die Fahrkarte und steige dann ein.

Im Bus angekommen setze ich mich auf einen freien Platz neben einem Mädchen mit hellbraunem Haar. Sie trägt Kopfhörer und nickt zur Musik. Sie scheint mich gar nicht zu bemerken. Ich würde nur zu gerne meine Uhr aufklappen und sämtliche Daten über das fremde Mädchen neben mir aus unserer internen Datenbank heraus suchen. Wahrscheinlich geht mich das nichts an, aber ich bin einfach ziemlich neugierig und berechnend. Ich weiß einfach gerne alles über andere Leute. Ich widerstehe jedoch und betrachte das Mädchen. Ihre Kopfhörer sind schwarz-weiß. Ihre braunen Haare fallen ihr lockig über die Schultern. Sie hat blaue Augen und trägt ein grün-weißes Batikshirt. Ihre blaue Jeans ist bunten Sprenkeln verziert. An ihren Füßen trägt sie Turnschuhe in grün und weiß.

Plötzlich hält der Bus und die anderen Schüler steigen aus. Ich tue es ihnen einfach gleich und verlasse ebenfalls den Bus. Nun stehe ich vor meiner neuen Schule. Es ist ein komisches Gefühl. Ich bin die Einzige hier, die noch nie auf eine richtige High School gegangen ist. Ich habe keine Ahnung, was ich nun tun soll.

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