Kapitel 4

Einige Tage später hatte sich Frey fast vollständig erholt und war wieder auf sich alleine gestellt. Wie gewohnt trafen sich Jeanne und Frey wieder an dem Brunnen.
„Wie geht es dir Frey?“
„Mir geht es immer besser. Dank Sera.“
„Hast du dich denn schon bei dir bedankt?“
„Ja ich war gestern Abend als du schliefst noch kurz da gewesen. Sag mal wann kommen deine Eltern eigentlich wieder?“
„Ich weiß es nicht. Eigentlich sollten sie schon vor ein paar Tagen Heim gekommen sein.“
Sie bemerkten wie die Menschen in ihrer Umgebung verstummten und allesamt in dieselbe Richtung schauen. Die königlichen Wachen traten auf den Marktplatz.
„Fräulein Chevalier.“
Jeanne schaute zu der Wache verwirrt hinauf. Was wollten sie von mir?, dachte sie sich.
Sera und ihr Mann kamen ebenfalls aus dem Haus zum Platz. Von der anderen Seiten traten ein Dunkelelf und ein Faun heran.
Die Wache übergab Jeanne ein großes Prunkvolles Schwert mit Flügel zwischen Griff und Klinge. Einer der Flügel war allerdings abgebrochen. Ohne das von jemanden ein Wort fiel, begann Jeanne zu weinen.
„Das ist das Schwert meiner Mutter.“, sagte sie weinerlich.
Die Wache nickte stumm.
„Sie sind im letzten Kampf gefallen?“, fragte sie, obwohl sie es sich selbst beantworten konnte.
Frey wollte zu seiner Freundin, um sie zu trösten. Doch er wurde von dem Dunkelelf an der Schulter fest gehalten.
„Heute ist es Zeit dafür sich zu verabschieden.“, sagte er Elf zu dem kleinen Dämon, der ihn daraufhin anschaute.
„Was Abschied? Warum?“, fragte Frey aufgebracht.
Der Elf schwieg ihn an. Dann schaute er wieder zu Jeanne.
„Fräulein Chevalier ab heute wird sich das Königshaus um sie kümmern. Bitte verabschiedet euch von eurem Freund.“, sagte ihr einer der Wachen.
„Wieso verabschieden? Wir können uns doch trotzdem noch sehen. So wie vorher auch.“
„Bedauerlicherweise geht dies nicht. Der kleine Dämon wird für uns Menschen zu gefährlich. Er wird nun mit zu den anderen `Wesen´ gehen. Ab heute gehört er zu unseren Feind. Bitte verabschiedet euch.“
Jeanne schaute zu Frey, der ebenfalls zu ihr sah. Sie gab dem Wachen das Schwert und lief zu ihrem Freund, der sie gleich umarmte.
„Wir werden uns wieder sehen. Versprochen.“, sagte er zu ihr.
Jeanne nickte nur stumm. Er hat es versprochen und darauf wollte sie sich verlassen.
Die Menschen um sie herum wurden ebenfalls traurig. Einige von ihnen begannen zu weinen. Jeden Tag durften sie mit ansehen, wie sich der Dämonenjunge und das Menschenmädchen zum spielen trafen. Sie waren glücklich und kümmerten sich nicht darum, dass sie eigentlich Feinde sein sollten.
„Es wird Zeit.“, erwähnte der Elf.
Auch der Krieger trat an die beiden heran.
„Fräulein Chevalier sie müssen nun gehen.“
Die Kinder lösten ihre Umarmung und schauten sich nur noch an. Seit sie klein waren kannten sie sich und spielten jeden Tag. Jetzt war damit Schluss.
Der Dunkelelf nahm Frey an die Hand und ging. Ebenso tat es die Wache mit Jeanne. Immer wieder schauten sie zurück, bis sie sich nicht mehr sehen konnten.

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