Kapitel 7

Die nächsten Tage vergehen wie im Fluge. Heute ist Freitag und heute Abend werde ich meine große Einweihungsparty schmeißen. Ich bin schon ziemlich aufgeregt. Als ich heute von der Schule komme, ist Kaya bei mir und hilft mir beim Dekorieren. Mein Vater bleibt heute Nacht in der Firma. Ich bin ziemlich froh, dass meine Vater mir diese Party erlaubt. Viele Eltern der anderen Jugendlichen im meinem Alter würden sowas nicht erlauben. Ich denke, dass mein Vater sich ein wenig schuldig fühlt, weil wir ständig umziehen müssen und weil er, seit wir in New York sind, nicht besonderes viel Zeit für mich hatte. Ich finde das aber gar nicht so schlimm. Er hat die Firma gerade erst übernommen und da ist es verständlich, dass er sich erstmal darum kümmert. Das würde ich an seiner Stelle auch tun. Das habe ich von meinem Vater geerbt. Wenn ich für eine Arbeit lerne, konzentriere ich mich nur darauf und wenig auf andere Menschen. Ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist, weiß ich nicht.

Kaya steht in meiner Küche und kramt in meinem Kühlschrank herum. "Was machst du da?", frage ich Kaya von dem Stuhl auf dem ich stehe herab. Ich bin gerade dabei, eine Partygirlande auf zu hängen. "Ich will etwas für die Partygäste kochen", erklärt sie und dann nimmt sie ihren Kopf aus dem Kühlschrank heraus. Dann zieht sie eine Packung Steaks und eine Packung Kroketten aus dem Kühl fach. Ich lache:"Und was tiefkühl Fritten und Mini-Schnitzel?" "Ja, aber ich habe mich für Steaks und Kroketten entschieden. Willst du lieber Mini-Schnitzel haben?", fragt sie verunsichert. Ich lache noch lauter:"Nein, schon gut. Steaks sind super." Sie lacht und ich lache mit. Sie hat echtes beste Freundinnen potenzial. Ich steige vom Stuhl, nachdem ich die Deko aufgehängt habe. Kaya steckt das Essen in den Backofen und macht zudem noch kleine Käse-Oliven Häppchen. Als der Backofen piept, öffne ich ihn und nehme das Essen heraus:"Wie lange haben wir noch Zeit?" Kaya wirft ihren Blick auf ihr Handy:"Noch eine halbe Stunde." "Gut, das reicht!", sage ich zuversichtlich und klopft ihr auf die Schulter:"Danke, dass du mir hilfst." Sie lächelt mir freundlich zu:"Gerne, sowas macht man für seine Freunde."

Schon eine viertel Stunde später klingelt es an meiner Haustür. "Wer kann das sein? Der ist ja viel zu früh", sagt Kaya. Ich zucke mit den Schultern. Ich weiß es ja selbst nicht. In meiner Einladungs E-Mail stand doch, dass die Party erst um halb neun beginnt. Ich gehe zur Tür und öffne sie mit einem Lächeln. Wer mag das nur sein? Das Lächeln auf meinem Gesicht erstarrt. Vor meiner Tür steht Jackson White. Was will er hier? Ich habe ihn nicht eingeladen. "Hey", sagt er. Die Situation ist mir ziemlich peinlich:"Hey- " Dann spreche ich mein Gedanken aus:"Was tust du hier, Jackson?" "Ich bin hier, um Party zu machen", verkündet er. Ich hebe eine Augenbraue:"Ich kann mich nicht erinnern dich eingeladen zu haben." "Ich habe dich selbst eingeladen. Sieht man doch", erklärt er mir ungewohnt freundlich. Ich bin sprachlos. Wie kann jemand nur so unverschämt sein? Er schiebt sich an mir vorbei und geht in die Wohnung. Ich schlage die Tür zu und folge ihm. Er steht mittlerweile in der Küche bei Kaya und probiert die Häppchen. Ich gebe es nicht gerne zu, aber wenn er da so sitzt und die Sonne in seinen Haarspitzen glitzern, sieht er echt heiß aus. "Willst du auch einen?", Kaya hält mir ein Käse-Oliven Häppchen hin. Ich winke ab. Mein Blick fällt auf das Essen aus dem Backofen. Das sieht echt lecker aus. Dann gehe ich zu Musikanlage und prüfe die CDs, doch es scheinen alle da zu sein. Dann kann die Party ja beginnen. Ich gehe weiter in mein Zimmer, um mir mein Party-Outfit an zu ziehen. Ich habe mich für ein kurzes schwarzes Kleid und hohe schwarze Highheels entschieden, deshalb nehme ich die Kleidung aus dem Schrank und ziehe meine Kleidung aus. Als ich gerade dabei bin, mich um zu ziehen, öffnet sich meine Zimmertür einen Spalt breit. Ich fahre herum und erschrecke. Es ist Jackson. Wer sonst? "Was tust du in meinem Zimmer du Perversling?", frage ich geschockt. Jackson beginnt zu erklären:"Ich wollte eigentlich fragen, wo euer Telefon ist." Ich kneife die Augen zusammen. Ist das sein Ernst? Ich bin ganz sicher nicht die Einzige, die ihm das nicht glaubt. "Wir haben keins. Hast du kein Handy?", fragt ich genervt und ziehe mir mein schwarzes Kleid an. Da habe ich ihn wohl erwischt:"Doch, aber das ist zuhause." "Dann frag Kaya und jetzt raus. Sofort!", sage ich und versuche dabei ruhig zu bleiben. Er schließt wieder die Tür:"Gute Idee. Danke." Dann fügt er noch etwas zu:"Ach ja, du siehst in diesem Kleid echt heiß aus." Ich tue so, als hätte ich ihn nicht gehört und ziehe mich zu Ende um.

Als ich fertig bin, komme ich wieder raus. Pünktlich um halb neun klingelt es an der Tür. Kaya ist in mein Zimmer gegangen um sich um zu ziehen und deshalb muss ich wieder los, weil ich Jackson nicht fragen möchte, ob er los geht. Ich öffne die Tür. Dort stehen Matt und das Mädchen aus der Schule, das in Biologie neben mir saß. Matt lächelt mich an:"Hey, sind wir pünktlich?" Ich lächele ihnen zu:"Ja, genau auf die Minute pünktlich." "Cool, das ist Jenny Smalls. Kennt ihr euch schon?", stellt Matt vor. Ich nicke:"Ja, ich saß im Biologie Unterricht neben ihr. Ich bin Beth." Ich halte ihr meine Hand hin und sie ergreift sie. Jenny scheint auch ziemlich nett zu sein. Sie hat lange blonde Haare, die ihr in Locken über die Schulter. Ihre Augen sind grün-blau und sie hat eine zierliche Figur. Sie trägt ein kurzes weißes Kleid und hohe weiße Schuhe. Sie ist echt hübsch. Ich bitte die Beiden herein und sie treten in die Wohnung.

Nach einigen Minuten klingelt es erneut und noch weitere Schüler treffen ein. Um neun Uhr sind alle geladenen Gäste da. Kaya hat sich in meinem Zimmer umgezogen und trägt jetzt ein kurzes rotes Kleid und rote Highheels. Sie geht zur Musikanlage und stellt die Musik an. Ich gehe in die Küche, hole mir einen Teller, lege ein Steak und ein paar Kroketten darauf, hole mir dann etwas zu trinken und stelle mich zu Kaya, Matt und Jenny, die sich ebenfalls etwas zu essen geholt haben. "Du siehst echt super aus", sagt Matt zu mir. Ich werde rot und schaue zu Boden:"Danke Matt. Du siehst auch nicht schlecht aus." Er lächelt mich an und ich lächele mit roten Wangen zurück. "Da muss ich Matt aber zustimmen. Du siehst echt toll aus", sagt Kaya und ich bedanke mich verlegen bei ihr. Den Abend nutze ich, um neue Leute kennen zu lernen und Spaß zu haben. Alle auf der Party sind nett und ich verstehe mich mit allen sehr gut. Abgesehen von Jackson. Er verfolgt mich und mischt sich in meine Gespräche ein, doch nach einiger Zeit, schaffe ich es ihn mehr oder weniger zu ignorieren.

Die meisten Gäste gehen um elf Uhr. Nur Kaya, Matt und Jackson bleiben, um mir zu helfen. Jedenfalls helfen Kaya und Matt mir. Jackson sitzt einfach nur herum und isst die übrige gebliebenen Sachen. Ich beginne die Partydeko abzuhängen, Matt räumt die Teller weg und Kaya räumt das übrige gebliebene Essen weg, bevor Jackson es essen kann. Während der Party haben Kaya und ich beschlossen, dass sie heute Nacht bei mir schläft. Deshalb schicke ich Jackson und Matt weg, als alles wieder aufgeräumt ist. Matt geht auf meine Bitte hin, aber Jackson muss ich etwas drängen endlich zu gehen. Als alle weg sind, ziehen Kaya und ich uns um und pumpen eine Luftmatratze auf, auf der ich heute nach schlafen werde, da ich Kaya mein Bett angeboten habe. Etwa um ein Uhr morgens schlafen wir dann ein.

Am nächsten Morgen stehen wir erst am späten Abend auf und frühstücken gemeinsam. Als wir gerade am Esstisch sitzen fragt Kaya:"Guck mal ich habe im Internet einen Artikel gefunden. Da steht, dass heute die Einweihungsparty einer neuen Bar ist. Wollen wir dahin gehen? Hier, guck mal." Sie reicht mir ihr Handy, sodass ich den Artikel lesen kann. Jetzt bin ich interessiert. Im Artikel steht, dass die Bar 'Money Bar' heißt und auf der Ecke zwischen der Madison Avenue und der 54th Street liegt. "Ja, klar lass uns hin gehen. Ist die Bar weit von hier entfernt?", frage ich ihn. Sie überlegt kurz:"Etwa vier Minuten. Die Eröffnung ist morgen. Wollen wir noch Jenny und Matt mit nehmen?" "Ja, klar. Dann gehen wir da also morgen hin", sage ich. Ich freue mich, dass es hier so viele nette Menschen gibt und dass sie mich mögen. "Um wie viel Uhr wollen wir los gehen?", frage ich und beiße in mein frisch aufgebackenes Brötchen. Sie beißt in ihr Croissant:"Um neun?" "Ja, das klingt gut. Ich schreibe dann gleich mal Matt und Jenny an, ok?", frage ich und tunke mein Brötchen in den Kakao. Sie schaut mir dabei angewidert zu:"Was tust du da? Das kann doch nicht gut schmecken." Sie deutet auf mein Brötchen:"Doch, du wärst überrascht wie gut das schmeckt." Sie lacht. Ich nehme mein Handy vom Tisch und schreibe den Beiden eine Nachricht.

Ich: Hey, willst du heute mit Kaya und mir zur Eröffnung der 'Money Bar' zu gehen? Wir wollen um neun Uhr los. Wir treffen uns dort.

Dann sperre ich mein Handy wieder und räume den Tisch ab.

Um drei Uhr verlässt Kaya wieder mein Haus und ich mache mich frisch.

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