Kapitel 9

Rosalia führte mich abermals durch den lange Baum Allee zurück zur Schule. Ich hatte das Gefühl, diesen Weg würde ich auf ewig hassen. Er zog sich merkwürdiger weiße länger als beim letzten Mal hin und ich spürte wie sich meine Füße langsam in Blei verwandelten und meine Beine roboterartig weiterliefen. Ich hätte mich in meinem Zimmer besser etwas ausruhen sollen.

Rosalia betrachtete mich von der Seite. In ihrem Blick erkannte ich Verständnis.
"Keine Sorge, sobald du deine Schulsachen hast, wird alles leichter!"
Das verstand ich nicht. Mit einer schwer bepackter Tasche bewaffnet, konnte dieser Marsch ja nur noch schwerer werden. Da ich mir aber ziemlich sicher war, dass mir auch diese Frage nicht beantwortet werden würde, unterließ ich es, überhaupt zu fragen.

Nach ein paar Minuten Fußmarsch, der mir wie Stunden vorkam, hatten wir wieder den Pausenhof der Schule erreicht. Satt jedoch nach drinnen zu gehen, schlug Rosalia einen Weg am Schulgebäude vorbei ein. Wir hielten uns auf einem kleinen Trampelpfad dicht an der Mauer, ehe wir an einer kleinen Tür stehen blieben.

"Wir sind da!"

Ich schaute zwischen der winzigen Tür und Rosalia ein paar Mal hin und her. Die Pforte war vielleicht einen Meter hoch und hatte einen kleinen Türklopfer in Form eines Zwergenkopfes.

"Nur zu!"

Ich beugte mich nach unten, nahm mit Daumen und Zeigefinger den Türklopfer in die Hand und schlug ihn drei Mal vorsichtig gegen das Holz. Trotz meiner Bemühungen zaghaft zu sein, bebte die Tür jedes Mal.

Hinter der Tür hörte man ein gedämpftes Fluchen, dann Schritte die schnell näher kamen. Keine 2 Sekunden später öffnete uns ein keiner Mann die Tür.

Trotz seiner Größe war erstaunlich Muskelbepackt. Sein Kinn war kantig und seine blauen Augen leuchteten freundlich.

"Was kann Boris für die Damen tun?" brummte er in einer tiefen Stimmlager, die so gar nicht zu seinem Erscheinungsbild passte.


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