Leise, tapsend, auf vier Pfoten
Streif ich durch die dunkle Nacht
Scheue deine finstren Boten
Furchtsam nehm ich mich in Acht

Wenn ich schleiche durch die Gassen
Schweift mein Blick gar ruhelos
Und die kleinen Tatzen lassen
Mich nicht zu dir auf den Schoß

Denn in deinem sanften Lächeln
Sitzt mein Ende, lauert mir
Will mir gar lieb Wort zufächeln
Mich entführen, jetzt und hier

Auch wenn ich nun von dir laufe
Denk ich doch so oft an dich
Harre einsam und verschnaufe
Fehlt mir doch allein das Licht

Sehnen kann so einsam sein
Erfüllt es mich doch Tag und Jahr
So lädt es mich zu Träumen ein
Flüstert mir was all nicht war

Wie es mir von Hoffnung singt
So träumt es mir den Morgen dann
Erinnerung ans Gestern bringt
Wunder die ich nie ersann

Diese Träume, diese Schritte
Sind der Katze Eigentum
Der ich meine stumme Bitte
Mit dem Blick zuwerfe nun

Doch kein Maunzen, kein lieb Schauen
Kann verbergen wer ich bin
Ein Gejagter voll Misstrauen
auf dem Weg zum Ende hin

Hoffnung zehrt wie eine Flamme
An dem samtig weichen Fell
Das ich einst mein Eignes nannte
Zeit verrinnt für wahr zu schnell

Lässt mich hetzen, schaudern beißen
Meine Wehr dir deutlich sein
Letzten Endes nur verzweifeln
Kummer bringen mit der Pein

Und doch so werd ich Frieden finden
Wenn die Flamme einst zu groß
Du mit deinen sanften Händen
Mich hoch hebst auf deinen Schoß

Zeit zu schlafen

Kommentare

  • Author Portrait

    toll geschrieben!

  • Author Portrait

    Ich kann mich Kathy nur anschließen. Das ist so wunderschön emotional. Von mir auch 5/5 und ein herzliches Willkommen!

  • Author Portrait

    Wunderschön und traurig. Ich wusste nicht, dass ich morgens so emotional werden kann. 5/5 Willkommen bei uns, ich hoffe es finden noch viel andre Gefallen an deiner Dichtkunst, denn die ist ohne Zweifel richtig gut!

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Feenstaub

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