Als wir uns damals kennenlernten, hätte ich nie im Traum daran gedacht, dass ich mich durch dich so öffnen würde. Ich war genervt von dir, wie ich von allem und jedem genervt war; vor allem von meiner Mutter, die mit ihrem Freund zusammenziehen und mich ungefragt mitschleppen musste. Auch wenn mich nichts und niemand in unserer alten Heimatstadt hielt, so war ich auch nicht besonders erpicht darauf, in eine neue Stadt, in eine neue Schule geworfen zu werden, wo ich die immer gleiche River DiSario blieb, die immer alleine war und immer alleine blieb.
Ich war sechzehn Jahre alt und kam in die zehnte Klasse. Meine dunklen Haare hatte ich aus Protest zu kinnlangen Fetzen geschnitten, was meine Mutter fürchterlich hässlich fand, weil sie meinte, mein blasses Gesicht und die grauen Sommersprossen sähen an sich schon deprimierend genug aus. Sie verstand mich nicht. Aber das war mir egal. Wie oft hatte sie mir schon vorgeworfen, nie zu lächeln und mich selbst stets unter Wert zu verkaufen, und wie oft hatte ich deswegen geweint, weil ich es nicht ändern konnte und mich für immer in diesem Teufelskreis gefangen sah.
In diesem Jahr hatte ich meine Gefühle abgestellt, nahm mir fest vor, sie noch tiefer in mir zu vergraben und sie niemanden, nicht einmal mir selbst, zu zeigen. Denn geschah dies, so waren sie real und waren sie real, so war mein Leben sinnlos. Doch ich hatte diese Rechnung ohne dich gemacht.
Du fandest mich während der ersten Hofpause im Halbschlaf auf der Bank bei den Tischtennisplatten sitzend und machtest es dir deinerseits mir gegenüber auf der Platte gemütlich. Vom Qualm deiner Zigarette wachte ich auf und wollte am liebsten sofort angewidert aufstehen und mir einen anderen Platz suchen, aber du bedeutetest mir, zu bleiben, wo ich war.
"Das hier ist eigentlich mein Platz, aber du kannst gerne bleiben. Bist du neu? Ich habe dich hier noch nie zuvor gesehen", sagtest du mit dieser leisen, kratzigen Stimme. Ich hatte mich aufgerichtet und meinen Rucksack näher an mich herangezogen, um mich sicherer unter deinem neugierigen Blick zu fühlen. Ich hasste Raucher. Der Freund meiner Mutter war einer und ich kannte ihn nur mit grauen Rauchschwaden, die aus sämtlichen Öffnungen seines Kopfes herausstiegen. Ich verfluchte dich und wollte, dass du damit auf der Stelle aufhörtest. Sah dich aber nur finster an.
"Schlechter Tag?", rietest du richtig, zogst provokativ an deiner Zigarette und lächeltest mir wissend zu. "Ich weiß, wie es ist, wenn die guten Tage eine Rarität sind. Eigentlich sollte man jedesmal eine Party feiern, wenn man mal einen Guten erwischt."
Ich wusste nicht, wie, aber du schafftest es, mich wie kein Anderer zuvor zum Lächeln zu bringen. Es fühlte sich gut an. Auch wenn ich die Luft anhalten musste. Du bemerktest meine stoßweise Atmung und zerdrücktest den Stummel auf der Tischtennisplatte. "Sieh her!" Und er landete zielgenau in der Mülltonne neben der Bank, auf der ich saß. Ich sah erstaunt zu dir auf. Noch nie hatte ich einen Raucher gesehen, der seinen Müll nicht einfach durch die Gegend schmiss und damit selbstgefällig die Welt verdreckte. Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich in diesem Moment mochte? Vermutlich nicht, denn ich sprach nicht mit dir und in der zweiten Pause blieb ich drinnen in der Cafeteria, nur um dir nicht noch einmal zu begegnen.
Dafür fingst du mich nach Schulschluss am Schultor ab und gabst mir einen Zettel, auf welchen du fein säuberlich geschrieben hattest: Weil du nicht gefragt hast, mein Name ist Vince und ich habe Lust auf einen Cappuccino bei Cino´s. Und du kommst mit! :) Ich sah von dem Zettel ungläubig zu dir auf, doch da nahmst du auch schon meine Hand in deine und führtest mich über die Straße zu einem kleinen Cafe, in dem sich schon andere Schüler aufhielten. Ich war immer noch erstaunt, wie du so selbstverständlich meine Hand nehmen konntest, ohne, dass ich mich dagegen wehrte. Während du ungefragt für uns beide bestelltest, stand ich neben dir und beobachtete all die anderen Jugendlichen um uns herum, die lachten, herumblödelten und sich über ihre Handys hinweg unterhielten. Keiner schenkte uns Beachtung, obwohl ich ungestylt und depressiv und du so dunkel und cool aussahst und wir einfach nicht dazugehörten. Ich war froh, als du mich wieder in die Freiheit hinausbrachtest und mir meinen Becher gabst.
"Jetzt, wo wir praktisch schon Freunde sind, sagst du mir deinen Namen?", fragtest du mich und sahst mich von der Seite schief an.
"River", brachte ich heraus und genoss, wie beeindruckt du von meinem Namen und meiner Stimme warst.
"River", wiederholtest du wie ein Gedicht und ließest es in der stillen Herbstluft ausklingen. "Ein schöner Name."
Und dann, während wir ziellos die Straßen abwanderten und unsere Becher leerten, erzählte ich dir auf dein Fragen hin, dass ich meiner Mutter wegen hierher hatte ziehen müssen und ihren Freund nicht leiden konnte, und du erzähltest mir im Gegenzug, dass deine Mutter krebskrank im Krankenhaus lag und dass deine beiden älteren Schwestern Melora und Flora arbeiteten, um alleine die Miete aufzubringen, und dass du dich Zuhause um den Haushalt kümmern und auf deine kleine Schwester Effy aufpassen musstest, es für dich aber weniger ein Muss als vielmehr eine Selbstverständlichkeit war, weil Effy alles für dich bedeutete. Deine große Liebe zu ihr war deutlich in deinen Augen zu sehen, jedes Mal, wenn du von ihr sprachst.
Und es dauerte nicht lange, da stelltest du uns einander vor. Dein kleiner Goldschatz war trotz ihrer sieben Jahre die beeindruckendste Person, die ich je getroffen hatte. Sie war zuckersüß, unglaublich lieb und wusste schon genau, was sie werden wollte: Sängerin, die die Welt mit ihren Liedern bewegte.
"Ich spiele Klavier", erklärte sie mir auf dem Spielplatz im Park. "Vince hat es mir beigebracht, letzten Winter." Ich sah zu dir und du sahst stolz zurück. Du beobachtetest mich mit einer Zigarette im Mund dabei, wie ich Effys Schaukel Schwung verlieh. "Ich schreibe schon an meinem Debütalbum!"
"Ist nicht wahr!", sagte ich erstaunt.
Effy nickte, ihre braunen Locken wippten dabei auf und ab. "Oh ja, ich werde Tausende von Herzen berühren und mit meiner Musik Hoffnung verteilen!"
"Milliarden von Herzen!", verbessertest du sie und es war faszinierend mitanzusehen, wie sehr deine Unterstützung und dein Glauben in sie, sie tatsächlich selber daran glauben ließen. Selbst ich glaubte es euch beiden und das nur noch mehr, als ich ihre ersten selbstkomponierten Songs zu hören bekam, die sie mir bei euch zu Hause vorspielte.
Von da an, kam ich jeden Abend zu euch rüber, half beim Schreiben, beim Aufnehmen, bei den Gesangsübungen, die Effy aus dem Internet erlernt hatte, und aß mit euch zu Abend, anstatt bei meiner Mutter und ihrem Freund das dritte Rad zu spielen. Abends, wenn Effy schlafen gegangen war und kurz bevor ihre beiden Schwestern von ihren Nachtschichten nach Hause kamen, lag ich in deinem Bett und wir unterhielten uns über unsere Angst vor der Zukunft und alles, was schon schiefgelaufen war. Du hattest Sorgen, auf die keiner von uns eine Antwort wusste.
"Ich will, dass es Effy einmal besser hat, als wir jetzt. Mel und Flora haben keinen richtigen Abschluss und wenn ich nicht so oft sitzen geblieben wäre, hätte ich meinen vielleicht längst in der Tasche gehabt. Ich bin achtzehn und vor allem Mel setzt mich dauernd unter Druck, auch arbeiten zu gehen. Sie will, dass ich auch die Schule abbreche und ich überlege, es wirklich zu tun. Aber was dann? Und wenn unsere Mutter tot ist, dann hat Eff nur noch mich. Ich muss doch genug verdienen, um für sie zu sorgen! Auf Mel und Flora ist die nächsten zehn Jahre nicht zu zählen. Die wollen sicher bald mit ihren Freunden zusammenziehen. Dann muss ich alleine alles bezahlen, damit Eff in Ruhe ihren Abschluss machen kann."
"Du hast nur noch dieses eine Jahr", meinte ich. "Wenn ihr es bis hier geschafft habt, dann könnt ihr auch noch diese sechs Monate aushalten."
"Und wenn ich es nicht schaffe und wir in der Zwischenzeit die Wohnung verlieren? Mal abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, wie es danach weitergehen soll. Ich muss dann aufs College und das dauert nochmal hundert Jahre und so viel Zeit habe ich nicht. Das ist wie ins Ungewisse zu schwimmen. Warum kann man nicht einfach arbeiten und davon leben können? Das muss doch möglich sein!"
"Ich sehe für mich keinen Sinn in der Schule und einen Abschluss, weil ich nie ambitionierte Ziele hatte und mich diese ganzen Akademiker mit ihrem Gehabe anwidern, und ich weiß selbst nicht, ob ich das jetzt durchziehe oder nicht, aber du hast jetzt nichts mehr zu verlieren. Du bist fast durch. Was danach kommt, kommt schon noch früh genug."
Du sahst mich daraufhin ein Weile an, ließest meine Worte auf dich wirken und nicktest schließlich. "Danke. Ich denke, du hast recht. Aber du solltest auch weitermachen. Scheiß auf die Lehrer und vor allem auf diese ganzen lebensfernen Idioten. Ich weiß, du hasst es, gesagt zu bekommen, was du machen sollst und beobachtet und bewertet zu werden. Und du hast ja sowas von recht! Diese Welt ist so pervers und krank! Aber in den letzten Jahren habe ich auch eine Menge dort gelernt. Auf geistiger Ebene. Außerdem kannst du den ganzen Spielfiguren da draußen, deine Meinung aufdrücken, ohne, dass du sie laut sagen musst! Ich mache meine Lehrer in Klausuren fertig und sie merken es nicht mal!" Das brachte mich zum Lachen. "Du lernst Schritt für Schritt ein wenig mehr über dich. Und wenn du das tust, kannst du es mir hinterher beibringen. Was sagst du?"
"Du", sagte ich fassungslos, doch du grinstest mich nur frech an, weil du wusstest, dass du mich überzeugt hattest.
Und so schlossen wir einen Deal: du würdest deinen Abschluss machen, ich in zwei Jahren auch und Effy würden wir weiterhin helfen, ihren Traum zu verwirklichen. Wir gaben uns gegenseitig Kraft. Und so verging gut ein halbes Jahr, in dem wir lernten, lachten und Zeit miteinander verbrachten.
Bis plötzlich alles auf einmal passierte: Deine Mutter lag im Sterben und meine Mutter trennte sich von ihrem Freund und wollte von jetzt auf gleich wieder zurück in unsere alte Stadt ziehen. Wie konnte das Leben einfach so von fast perfekt zu katastrophal umschlagen? Ich flüchtete mich vor meiner packenden Mutter zu dir, doch du warst ebenfalls auf der Flucht. Du und deine Schwestern saßen in den letzten Stunden eurer Mutter, die ich selber nie wirklich kennengelernt hatte, bei ihr am Krankenbett, hieltet einander fest und betetet. Ich konnte euch nicht helfen und begleitete Effy ab und zu zum Snackautomaten, wartete ansonsten aber im Wartebereich auf irgendeine gute Nachricht. Meine Mutter wusste nicht, wo ich war, und das war mir recht so. Sie verstand nichts von mir und meinem Leben und es war ihr egal, ob ich glücklich war oder nicht. Hauptsache ihr ging es gut. Dass meine Freunde, die Leute, bei denen ich mich wohlfühlte und endlich mal so etwas wie Hoffnung verspürte, meinen Beistand brauchten, zählte nicht. Ich zählte nicht. Als gar nichts.
Fünf Stunden später stecktest du den Kopf aus dem Krankenzimmer und rütteltest mich anschließend sanft wach. "Kommst du kurz mit raus?", fragtest du mit dünner, kraftloser Stimme. Ich konnte deinem Gesicht ansehen, dass dir die Tränen ausgegangen waren und du unendlich müde warst. Hand in Hand gingen wir raus auf den Parkplatz, du zündetest dir eine Zigarette an. Der Rauch schwebte traurig über dir und wusste nicht so recht, wohin, nun, da er frei gelassen war. "Mom hat es gehasst, dass ich rauche. Sie hat gesagt, dann erinnere ich sie zu sehr an unseren scheiß Vater."
Ich zog meine Jacke enger und sah in den Himmel hinauf. "Wie wird es ausgehen?", fragte ich unsicher.
"Sie war schon lange nur noch ein Schatten ihrer selbst. Effy hat sie eigentlich nie wirklich gesund erlebt." Du schlucktest. "Bald ist ihr Leiden zu Ende."
Ich trat betreten von einem Chuck auf den anderen. Und dann nahmst du mich fest in die Arme, obwohl du es warst, der Trost brauchte, und vergrubst deinen Kopf in meinem Haar. "Ich bin so froh, dass ich dich getroffen habe. Du bist ein Geschenk des Himmels", hörte ich dich tatsächlich meine Gedanken sagen. "Du weißt gar nicht, wie alleine ich war, bevor ich dich getroffen habe."
Du hattest den Kopf gehoben, um mich ansehen zu können, und lächeltest, als du mich schmunzeln sahst. "Was ist so witzig?"
"Genauso ging es mir auch", gab ich zu. "Ich hab dich für einen Verrückten gehalten, aber in Wahrheit bin ich die Verrückte. Ich habe mein Leben lang alle von mir weggestoßen und nichts als Mauern errichtet. Ich hatte kein Ziel und sah keinen Sinn im Leben. Ich wusste nicht, was ich daran hätte ändern können. Aber du hast wie eine Dampfwalze die Mauern niedergerissen und mir den Teil der Welt gezeigt, in dem es noch Hoffnung gibt." Ich wagte es, deinen Blick zu erwidern. "Mit dir zusammen." Und dann stellte ich mich auf die Zehenspitzen und küsste dich, Vince. Und ich war noch nie zuvor glücklicher.
Deine Mutter starb wenige Stunden später und ich hielt dich fest, als du später in deinem Zimmer erneut Tränen vergossest. Meine Mutter und ihr willkürliches Vorhaben hatte ich völlig vergessen, bis ich am nächsten Morgen neben dir aufwachte und mit schlagendem Herzen daran dachte, was gestern alles zerbrochen war. Deine Hand, die nach meiner Hand griff, erinnerte mich jedoch auch an das, was seinen Anfang gefunden hatte. Ich erzählte dir, was meine Mutter vorhatte, und du überredetest mich, erst einmal zu frühstücken und dann gemeinsam zu ihr zu gehen und mit ihr zu reden.
Sie erwartete mich bereits im Hauseingang. Keine Koffer in Sicht. Dafür sah sie mir wütend entgegen und es wirkte fast so, als hätte auch sie kaum ein Auge zu getan. "Wo bist du gewesen, River? Spinnst du? Ich habe dich zigmal angerufen! Ich war krank vor Sorge, verdammt!"
Du drücktest meine Hand und ermutigtest mich zu antworten. "Mom, ich will hier nicht wegziehen. Ich habe hier zum ersten Mal Freunde, das kannst du mir nicht wegnehmen!"
Meine Mutter sah ungläubig zwischen mir und dir hin und her, dann auf unsere ineinander verhakten Finger. "Ach, Jason und ich versuchen es noch einmal miteinander. Dass du gestern verschwunden bist, hat uns doch irgendwie wieder zu Sinnen kommen lassen. Das war nur ein kleiner Streit, das ist manchmal so ..."
Fassungslos starrte ich sie an. Ich hatte solche Angst gehabt und sie hatte es sich so schnell wieder anders überlegt. Sie war in dem Moment mal wieder die egoistischste Person auf der Welt für mich! Ich suchte nach passenden Worten, die meiner Wut und meinem Ekel gerecht wurden, fand aber keine.
Dafür streicheltest du mir beruhigend über den bebenden Rücken und lächeltest mich freudestrahlend an. "Hast du gehört, River, du bleibst!"
"Und wer ist der Junge, etwa dein Freund?", fragte sie neugierig und ich widerstand dem Drang, dich hinter mir zu verstecken.
"Ja", antwortetest du an meiner Stelle. "Mein Name ist Vincent Sumners. Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Ms DiSario!"
"Ebenso", erwiderte meine Mutter überrumpelt. "Schön, wenn meine Tochter endlich jemanden hat, dem sie sich öffnet", sagte sie außerdem noch und es klang etwas verbittert, wie ich fand, was mich doch etwas stutzig machte. Ich hatte nie wirklich groß darüber nachgedacht, wie meine Mutter sich dabei fühlen musste, wenn ich wortlos an ihr vorbei in mein Zimmer ging und ihr keine Details über meinen Tag anvertraute, es sei denn sie zwang mich, Rede und Antwort zu stehen. Es war, als würde ich, allein dadurch, dass ich neben dir stand, die Welt aus völlig neuen Perspektiven sehen, sodass ich endlich nicht mehr auf ein und derselben Stelle trat, sondern sich mir Möglichkeiten offenbarten, etwas zu ändern. Plötzlich verspürte ich den Wunsch, meine Beziehung zu meiner Mutter zu verbessern und mich mit ihr auszusprechen beziehungsweise ich war offen dafür.
Aber erst einmal war ich froh, dass ich bei dir bleiben konnte, und begleitete dich noch ein Stück zur Straße, nachdem du dich höflichst von ihr verabschiedet hattest.
"Na, siehst du, alles wird gut, solange wir zusammen sind", sagtest du, als hättest du dies dein Leben lang schon gewusst, und ich kam mir beinahe dumm vor, es meinerseits noch nicht einmal geahnt zu haben. "Nichts und niemand kann uns etwas anhaben."
Ich betrachtete dich eingehend. An diesem Tag, das weiß ich noch genau, zeigten deine schwarzen Augen deine Übernächtigung, das Gesicht blass und unter deinen Augen waren tiefe Schatten. Ich strich mit der Hand darüber und du schlossest die Augen. Schließlich umarmten wir uns fest und diese Umarmung war ein stummes Versprechen, das wusstest du und das wusste ich, dass wir für immer zusammenbleiben würden, egal was passierte.
Bevor wir uns trafen, waren wir alleine, jeder für sich - jetzt waren wir es immer noch, aber zusammen. Was auch immer die Zukunft bereithielt, wir würden uns gegenseitig unterstützen und uns Hoffnung geben. Es gibt niemanden, der mich so versteht und der mich so öffnet, wie du, Vince. Du bist der Grund, warum ich endlich lebe.

Kommentare

  • Author Portrait

    Sehr berührend!

  • Author Portrait

    Wunderschöne Geschichte. Mir gefällt das nie verschwindende Imperfekt. Faszinierend, wie sich zwei zufällig aufeinander treffende Menschen so sehr unterstützen können, allein durch ihre bloße Anwesenheit.

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media