letzte Chance

 „Der alleine Lebte,

von allen verschmäht,

des Vaters gehasst,

die Familie verwehrt.

 

Einst weggesperrt,

doch nun befreit,

was würd er tun?

wo er bleibt?

 

Sei Gewiss,

kein Geist er ist,

doch Rache, ja,

die will er haben.

 

Drum sei nicht dumm,

entscheide dich klug.

Eine dritte Chance,

bekommst du nicht.

Havess!“

 

Im lief ein Schauer über den Rücken. Ein einzelnes Blatt, sonst unbeschrieben. Weder Adressiert noch unterzeichnet.

„Wer hat diesen Brief gebracht?!“

Er musste sich anstrengen, damit seine Stimme nicht zitterte. Hatte sein Vater ihn doch gehen lassen? Havess war davon ausgegangen, dass sein Bruder schon längst Tod sei. Aber dieser Brief...

Er konnte von niemanden sonst sein, als von dem Teufelskind. Wollte er ihn nun Töten? Aus Rache? Aber wie wollte er das anstellen, sein Reich war vernichtet, oder?

Und wie um alles in der Welt konnte er überhaupt wissen, dass er Vater geholfen hatte!?

Er sprang von seinem Stuhl auf. Unruhig ging er auf und ab. Nein, nein, nein! Das durfte nicht sein! Er musste ihn finden! Sich entschuldigen! Ja! Das war eine gute Idee!

Auch wenn er Vater nicht geholfen hätte, wäre es schließlich irgendwann passiert! Das würde Akito verstehen, nicht?

Er lachte verzweifelt, vielleicht um sich selbst zu beruhigen. Sicherlich meinte Akito dass mit der dritten Chance. Er gab ihm die Chance, sich zu entschuldigen. Das musste es einfach sein. Aber wie um alles in der Welt sollte er ihn finden!?

Noromis, ja, er würde sicher wissen, wo er ihn finden könnte. Gerade als er anfing, einen Brief zu verfassen, wurde die Tür aufgestoßen.

Eine seiner Wachen kam herein, er hielt einen dürren jungen Mann am Hemd fest und zerrte ihn herein.

„Eure Hoheit, dies hier ist der Bote, der den Brief brachte. Wir konnten ihn gerade noch so an den Stadtmauern abfangen.“

Havess Augen strahlten.

„Gut, gut. Lasst ihn los. Und du Junge, du wirst einen Brief für mich überbringen, verstanden?“

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