Liebe auf den ersten Blick

 

Der Eine sagt, er spüre Sie,

So voller Stolz und Energie,

Der And‘re sagt, es gibt Sie nicht,

Die Liebe auf den ersten Blick.

 

So kann man meinen,

Dass für den Einen,

Die Liebe durch den Blick entsteht,

Gleichwohl es wieder für den Ander‘n,

Nur schleppend langsam nach vorne geht.

 

Die Liebe, ja, sie spricht zu dir,

Dem Einen flüstert sie in’s Ohr,

Dem Ander’n tönt’s wie ein Klavier,

Die Liebesmelodie im Chor

 

Des Einen Glücks, ihm pocht das Herz,

Des Ander’n bittersüßer Schmerz,

So mag es doch unmöglich sein,

Welch Unmut durch die Liebe scheint,

Man sieht es nicht von vornherein,

Den Einen freut’s der Andere weint.

 

So merke, Liebe ist nicht gleich!

Mal hart wie Stein, mal seidenweich,

Den Einen hat sie schnell verführt,

Den Ander’n kaum einmal berührt.

 

Wenn Einen lockt betör’nder Duft,

Ein And’rer kläglich greift nach Luft.

 

Doch eines teilen sich die Beiden,

Auch wenn‘s bei jedem anders geht,

Sobald die Liebe sie begleitet,

Braucht‘s lange Zeit, bis sie verweht.



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Quintessenz

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