Es gab einmal einen Jungen, der ein Mädchen so sehr geliebt hat, dass er mit seinen Gedanken immer bei ihr war. Jeden Morgen nachdem er aufgestanden war, schrieb er ihr "Guten Morgen". Denke daran, dass der Begriff "Morgen" nicht nur "Guten Morgen" bedeutet, sondern eine stille Liebesbotschaft enthält, die besagt, "Ich denke an dich, wenn ich aufwache. Mit solchen Gedanken hat er ihr jeden Morgen geschrieben. Sie schrieben sich gegenseitig, und das jeden Morgen, Mittag, Abend und vor dem Schlafen gehen. Immer wenn sein Handy vibrierte hoffte er, dass das Mädchen ihm geschrieben hatte.
Das erste Mal hatte er sie auf einer Feier getroffen, welche jedes Jahr im September stattfindet. Von da an war sein einziger Gedanke gewesen, sie sofort kennenzulernen. So versuchte er, so schnell wie möglich mit ihr Kontakt aufzunehmen, was ihm dann später auch noch gelang.
Für ihn war sie eine ganz besondere Person, daher schenkte er ihr zu Weihnachten etwas, worüber sie sich sehr freute. Es ging so weit, dass er ihr einen Liebesbrief geschrieben hat, welcher mit sehr vielen Gefühlen und Liebe entstand. Als er ihr den Brief überreichen wollte, war er so nervös, dass ihm sein Herz schon von Weitem bis zum Hals schlug. Von diesem Moment an wusste er, dass sie die Richtige war. Dann geschah allerdings etwas unerwartetes, was den Jungen zutiefst verletzte. Das Mädchen lehnte seinen Liebesbrief ab, ohne zu wissen, was es dem Jungen bedeutete. Am selben Tag blockte ihn das Mädchen auf den sozialen Netzwerken, was noch schlimmer für den Jungen war, denn er ahnte schon, dass aus seiner Liebe nichts mehr wird.
Einige Monate vergingen, ohne dass sie Kontakt hatten. Als sie ihm aber an seinem Geburtstag gratulierte, war er überglücklich. So wurden sie wieder Freunde. Denn der Junge hatte sich das von ganzen Herzen gewünscht und sie akzeptierte es. So hatten sie wieder Kontakt und schrieben sich gegenseitig. Das Mädchen erwähnte öfters, dass sie aufgrund ihres religiösen Hintergrundes nicht zusammenkommen könnten. Ihr größtes Problem seien ihre Eltern, da diese wegen ihrer strengen Gläubigkeit die Liebe nicht akzeptierten. Er aber hatte es nicht verstanden und versuchte es immer weiter. Trotzdem lehnte sie jedes Mal ab. Ihre Worte waren immer: „Mach dir bitte keine Hoffnungen". Der Junge aber hatte ihre Worte nie ernst genommen. Das ging so weit bis sie ihm eines Tages nicht mehr zurückschrieb. Den Grund dafür kannte er leider nicht. Er war sich jedoch sicher, dass er nichts Falsches gemacht hatte, was sie hätte verletzen können. Er war sich sicher, dass er immer Positives geschrieben hatte, mehr noch, er hatte sie wie eine Prinzessin behandelt. Da der Junge keine Lust mehr hatte, ihr zu schreiben, beschloss er, ihr erst dann zu schreiben, wenn sie zurückschreibt. Er wartete und wartete, aber sie schrieb einfach nicht. Seither hat er nie wieder etwas von ihr gehört.

Viele Monate vergingen. Er und seine Familie waren nach Berlin gefahren, da dort eine Geburtstagsfeier stattfand. Auf dem Heimweg schrieb er mit seiner besten Freundin, die er schon sehr lange kannte. Sie schrieben lange miteinander, bis der Junge sie fragte: „Wenn du später im Alter von 24, 25. noch verfügbar bist, " Single " dann melde ich mich bei dir, falls du bis dahin noch keinen gefunden hast". Erst im Nachhinein stellte er fest, dass diese Frage keine gute Idee gewesen war. Doch sie antwortete mit: „Ich bin noch verfügbar". Darauf antwortete der Junge: „Jetzt bist du das noch, aber Mädels heiraten erst im Alter von 24, 25 Jahren, in dem Zeitraum kann einiges passieren". Das Mädchen überlegte kurz und schrieb: „Ich frag dich etwas aber bitte nicht erschrecken". Der Junge war für einen Moment still und fragte sich, was jetzt wohl kommen wird. Einen Moment später schrieb sie: „Liebst du mich? ″, der Junge war sprachlos und wusste nicht, was er schreiben sollte. Da er wenig Akku hatte, musste er schnell antworten. Also schrieb er: „Nein eigentlich nicht, das was ich gesagt habe, ist auf später bezogen, wenn du halt bis dahin keinen gefunden hast. Ich will es mir nur nicht so schwer machen wie bei meinem Bruder, da meine Eltern gerade für ihn am Suchen sind. Ich dagegen möchte alles selbstständig machen, ohne die Hilfe meiner Eltern. Das Mädchen schrieb: „Okay dann viel Glück!″. Somit war das Gespräch zu Ende. Am nächsten Tag unterhielten sie sich ganz normal, als ob nichts gewesen wäre. Der Junge machte sich Gedanken, da das Mädchen ihm so eine merkwürdige Frage gestellt hatte. Er dachte, vielleicht steht sie auf mich. Er wusste nicht mehr weiter. Er fragte ein paar Freunde, wie es jetzt weiter gehen soll. Er traf sich mit seinem besten Freund und zeigte die Gespräche, die er mit ihr geführt hatte. Am Ende vermuteten sie, dass sie vielleicht doch auf ihn steht. Das Mädchen hat öfters Anmerkungen gemacht wie z. B., dass sie noch verfügbar ist oder “Ja ich hab einen unsichtbaren Freund, der "xxxxxxxx″ heißt und behindert ist”. Genau dieser Satz hat ihm zum Nachdenken gebracht. Der Junge beschloss, den ersten Schritt zu machen, da die Mädchen eher schüchtern bei so etwas sind. Da bald der 14. Februar kommen würde, war dies der genau richtige Tag seine Liebe zu gestehen. Die Liebe am Valentinstag zu gestehen, das ist einfach die beste Entscheidung. Er bestellte ihr ein Valentinstags Geschenk, eine Milka Schokolade, worauf ihr Name mit I love <3 eingraviert war und ein paar Textzeilen von ihm: „Alles liebe zum Valentinstag, dein bester Freund“. Das blöde war, dass sie es nicht am Valentinstag bekam, sondern erst eine Woche später.

Am darauffolgenden Tag traf er sich mit seinem Kumpel und fragte ihn ob es sinnvoller wäre, schriftlich oder telefonisch seine Liebe zu gestehen, der Freund meinte: „Am besten wäre es wenn du keins von den beiden machst. Die Liebe sollte man immer persönlich gestehen und nicht mit einem Brief oder per Telefon. Der Junge sagte: „Sie wohnt sehr weit weg von mir, deshalb kann ich sie nicht besuchen.“ Aber der Freund meinte dazu: „Vielleicht kannst du sie überraschen, indem du in den Ferien zu ihr fährst. Das Mädchen würde sich bestimmt sehr freuen und das wäre auf jeden Fall viel besser, als das zu schreiben oder zu telefonieren.“ Der Junge stimmte ihm zu. Da ein Besuch bei ihr allerdings sehr schwer werden würde, beschloss er sie anzurufen, da das immer noch besser war, als ihr zu schreiben. Durch seine Nachrichten deutete er ihr an, dass er mit ihr sprechen wollte. Das Mädchen war jedoch zu müde und sagte, dass sie morgen reden würde. Den Tag darauf versuchte der Junge erneut, mit ihr zu telefonieren, hatte aber wieder keinen Erfolg. Der Junge versuchte danach öfters mit ihr zu reden, doch sie hatte jedes Mal keine Zeit. Deshalb beschloss er schließlich, sie zu besuchen, wie es ihm sein Freund vorgeschlagen hatte. Er wollte zu ihr fahren, sie überraschen und ihr dann eine Liebeserklärung machen, denn das Mädchen liebte Überraschungen. Das hatte der Junge zuvor herausgefunden. Da alles sehr kurzfristig geplant war, musste er sich beeilen und buchte deshalb bei „MeinFernbus.de″ die Fahrt. Zuvor hatte er mit ihrer Freundin geredet, denn ohne ihre Hilfe konnte er sie nicht am richtigen Ort überraschen. Er hatte nur noch auf ihre Antwort gewartet. Nach einer Weile meinte sie, dass sie ihm helfen würde. Sie sagte: „Du kommst für nur paar Stunden hier her, dann heißt es ja, dass sie dir voll wichtig ist, wenn du extra ihretwegen hier her kommst, dass ist voll süß von dir.″. Er sagte: „ Ich kann es dir nicht versprechen, aber ich hoffe, dass alles nach Plan läuft". Da alles geplant war, ging es jetzt nur noch um die Geschenke, die sie bekommen sollte. Der Junge hatte nur noch 2 Tage übrig bis er zu ihr fahren wollte. Das Mädchen hatte demnächst Geburtstag, deshalb kaufte er ihr ein paar kleine Geschenke. Für sein Liebesgeständnis wollte der Junge ihr einen Ring schenken, aber er konnte ihre Fingergröße nicht einschätzen. Deshalb kaufte er anstatt einem Ring eine Halskette aus Diamanten.
Am Abend dann redete er mit ihrer Freundin. Sie überlegten sich, wo man sich am besten treffen konnte. Der Junge hatte sich einen Park oder ein Restaurant vorgestellt, wo er sie schön zum Abendessen einladen kann und dann anschließend, das macht, was er eigentlich telefonisch machen wollte. Ein Tag vor der Reise kaufte er einige weiße Rose, die er dann in seine Reisetasche packte. Da er schon früh am Morgen an der Bushaltestelle sein musste, ging er früh ins Bett.
Am nächsten Morgen, als es Zeit war, ging er, ohne jemandem Bescheid zu geben, zu der Bushaltestelle. Er hatte ein schlechtes Gewissen, da er niemandem etwas davon erzählt hatte. Aber das war ihm egal, nur eins beschäftigte ihn, nämlich, dass er in 7 Stunden bei ihr sein würde. Als er die Bushaltestelle erreichte musste er 15 Min warten, bis der Bus kam. Um 10.20 Uhr fuhr der Bus dann los. Er sagte ihrer Freundin, dass er sich momentan im Bus befinde und sich später bei ihr melden wird. Da der Bus jede zweite Stunde eine kleine Pause machte, war die Reise für ihn nicht sehr anstrengend. Hätte er aber durchgehend im Bus gesessen, wäre die Reise auch sehr anstrengend gewesen. Deshalb ging er jedes Mal nach draußen, um seine Beine zu vertreten. Sein Sitznachbar war sehr freundlich. Anfangs haben sie nicht viel miteinander geredet, aber später, als sie dann fast angekommen waren, haben sie sich ab und zu unterhalten. Der Sitznachbar fragte den Jungen, wo er hinginge. Er sagte: „Ich besuche eine Freundin, um sie zu überraschen, dann gehen wir gemeinsam in einem schönen Restaurant und essen zusammen, anschließend mache ich ihr ein Geständnis und dann fahre ich gleich wieder mit dem nächsten Bus nach Hause“. Er sagte daraufhin nur “RESPEKT″ und fügte noch hinzu, dass das, was er da durchziehen will, sehr hart sei und fragte, ob die Eltern davon Bescheid wussten. Der Junge erklärte ihm, dass die Eltern nichts davon wussten und da er selbst Geld verdient, die finanziellen Sachen erledigte. Sein Sitznachbar sagte nur: „Toi Toi Toi“, ich wünsche dir viel Glück bei der Sache. Er fragte den Jungen noch, was er machen würde, falls sie seinen Antrag ablehnt. Er antwortete: „Mehr als eine Absage kann nicht passieren, entweder sie sagt Ja oder Nein. Jeder weiß, wenn man so etwas für einen macht, steckt immer etwas dahinter. Man mag diese eine Person und möchte dies dadurch zeigen. Ob sie das verstehen wird, das weiß keiner. ″
Sie hatten noch 200 km bis zum Ziel. Sie hatten zuvor geplant, wo sie sich treffen würden. Im Bus gab es WLAN, wodurch er leicht die Adresse suchen konnte und dadurch genau wusste, wo er hingehen musste. Geplant war, dass er um 18 Uhr an der U-Bahn-Station auf sie warten würde. Der Junge machte sich im Bus sorgen, denn er wusste nicht, wie er schnell zu ihr kommen würde, da er wenig Zeit hatte. Sein Sitznachbar war so freundlich und meinte: „Mach dir keine Gedanken, wenn du willst kann ich einen Freund anrufen, der ein Taxifahrer ist und wenn es ihm nichts ausmacht, kann er dich fahren.″ Als die beiden ankamen, war der Taxifahrer schon da. Der Sitznachbar erklärte dem Kumpel kurz was Sache war und nahm ihn dann mit. Der Taxifahrer war sehr neugierig, was der Junge geplant hatte. Der Junge konnte es nicht glauben, dass er bis jetzt wirklich das alles durchgezogen hatte, ohne dass jemand etwas mitbekommen hatte. Er war aufgeregt und sehr nervös. Wie wird sie reagieren? Wird sie überrascht sein? Was ist, wenn sie "Nein" sagt? Lange konnte er sich keine Gedanken machen denn die Taxifahrt dauerte nur einige Minuten. Als sie dann an der U-Bahn-Station angekommen waren sagte der Taxifahrer: „Hier musst du aussteigen und gleich die Treppen runter gehen, denn dort warten sie bestimmt auf dich. Die Fahrt hätte eigentlich 10 Euro gekostet, aber der Taxifahrer war so freundlich und meinte: „Nimm das Geld und kauf deiner Freundin ein paar schöne Blumen.
Der Junge machte sich also auf dem Weg zu den beiden. Bevor er die Treppen runter lief, schrieb er ihrer Freundin, dass er jetzt an der U-Bahn-Station ankommen ist und sehr gespannt auf die beiden wartet. Sie hatten sich um 18 Uhr verabredet. Er wartete und wartete, aber niemand war zu sehen, nur die Leute, die auf ihre Züge warteten. Um 18.05 Uhr sah er plötzlich ihre Freundin und daneben stand das "Mädchen". Als das Mädchen den Jungen sah, war sie für einen Moment im Schockzustand. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie war sehr überrascht. Sie hatte ihn jetzt nicht erwartet, denn sie dachte, dass sie jetzt einen neuen Freund von ihrer Freundin kennenlernt. Aber dies war nicht der Fall und deshalb konnte sie es auch nicht fassen. Er begrüßte sie sehr freundlich und fragte: „Hallo, wie geht es dir?" Sie sagte, dass es ihr gut gehe. Ein kurzer Smalltalk zwischen den beiden und dann gingen sie schon wieder nach oben, raus aus der U-Bahn-Station. Sie waren nicht alleine unterwegs, denn die kleine Schwester des Mädchens war auch dabei. Die Schwester und die Freundin des Mädchens waren so lieb und liefen voraus, damit der Junge und das Mädchen alleine waren und ungestört reden konnten. Sie konnte es nicht fassen, dass er den weiten Weg zu ihr gemacht hatte, nur um sie zu überraschen. Sie fragte ihn die ganze Zeit, warum er ihretwegen gekommen sei, weil es sicher sehr viel gekostet hätte, allein für die Geschenke und die Kosten für den Bus. Sie wusste ganz genau, dass der Junge Geld spart. Weil er ihr vor einigen Monaten geschrieben hatte, dass er jeden Monat Geld auf die Seite legt, damit er später im Zukunft finanziell abgesichert ist und darauf sagte der Junge: „Für wichtige Zwecke! Du bist für mich wichtig, sonst hätte ich nicht den weiten Weg zu dir gemacht und wenn ich schon bei dir bin, warum nicht gleich so viel ausgeben, es ist ja für etwas Sinnvolles, und zwar für dich. Als sie dann weiter gingen und die anderen immer weiter vorliefen klingelte plötzlich ihr Telefon. Ihre Mutter war am Telefon. Sie machte sich Sorgen, da sie schon einige Stunden weg war und schon lange hätte daheim sein sollen. So war der Junge jetzt unter Zeitdruck, denn er hatte sich vieles vorgenommen. Da sie aber früher gehen musste, musste er sich beeilen. Sie waren immer im Kreis gelaufen, denn sie hatte auch keine Ahnung, wo sie mit ihm hätte hingehen sollen, denn er war hier neu, er kannte sich dort auch nicht aus. Sie sagte: „Hättest du nur vorher gesagt, dass du kommst, dann hätten wir genug Zeit und hätten auch vieles unternehmen können. Aber der Junge sagte dazu, dass das dann keine Überraschung mehr wäre und dass es schöner ist, wenn man sich überraschen lässt. Vor einer Woche hatte er sie das noch gefragt, ob sie Überraschungen mag, und sie antwortete mit: „Welches Mädchen liebt keine Überraschungen, ist doch normal, wenn man sich überraschen lässt“. Es war Herbst, es wurde schnell dunkel und spät wurde es auch.
Um 21.45 Uhr fuhr sein Bus wieder zurück. Er dachte er könnte die ganze Zeit mit ihr verbringen, aber da sie schon früher gehen musste, beschloss er, ihr auf dem Gehweg ein Liebesgeständnis zu machen. Eigentlich hatte er mit ihr in ein schönes Restaurant gehen und gemeinsam etwas Schönes essen wollen und dann mit den Rosen, die er extra für diesen dann gekauft hatte, sein Liebesgeständnis zu machen. Der Junge zögerte ein bisschen, anschließend sagte er: „Bitte schließ kurz deine Augen, ich hab eine Überraschung für dich". Sie zögerte ganz kurz und fragte, was jetzt noch kommt. Sie schloss ihre Augen und er nahm die Halskette raus und machte sie schon mal auf. Er stand vor ihr und sagte sie könne die Augen wieder aufmachen. Sie machte große Augen, wusste nicht, was sie sagen sollte und klang gleichzeitig ein bisschen genervt. Sie sagte: „Wieso gibst du so viel Geld aus, dass war nicht nötig, es war bestimmt sehr teuer, bist du bescheuert?“ Sie wollte anfangs die Kette nicht annehmen. Fast hatten sie angefangen zu streiten, aber dafür hatten sie keine Zeit. Am Ende hatte er ihr die Kette einfach in ihrer Tasche rein gelegt und ist dann weite gelaufen. Er sagte nichts mehr, denn das schien ihm gerade nicht passend, da sie irgendwie genervt wirkte. Deshalb war er auch leise und wartete auf den richtigen Moment. Als sie sich wieder beruhigt hatte, überreichte er ihr auch die Geburtstagsgeschenke, die er ihr extra eingepackt hatte. Er sagte: „Das ist etwas Kleines, dass kannst du ruhig annehmen, weil du jedes Jahr zum Geburtstag etwas von mir zugeschickt bekommst, aber diesmal schenke ich es dir persönlich und nicht per Post. Allein dieser Satz hat gereicht und sie war still, denn dazu konnte sie nichts mehr sagen, weil das die pure Wahrheit war. Ihre Worte dazu waren: „so etwas Schönes hat für mich bis jetzt noch keiner gemacht, voll süß von dir. Ich werde den Tag niemals vergessen." Der Junge hatte nur gelächelt und dachte wenn man so etwas gesagt bekommt, kann man sich nur gut fühlen. So etwas hört man nicht immer von einem Mädchen.
Als es dann soweit war, hat sich die Schwester bei ihm verabschiedet und sagte: „Danke, dass du extra für meine Schwester gekommen bist. Das war sehr lieb von dir. Der Junge meinte: „Ohne die Hilfe der Freundin deiner Schwester wäre ich nicht mal hier. Ich hätte nicht mal den weiten Weg zu euch machen können, denn sie war diejenige, die gesagt hatte, komm in den Ferien hierher und überrasche sie und das hat mich ein bisschen zum Überlegen gebracht und wie ihr seht, bin ich jetzt da. Vielen Dank, dass du mir geholfen hast, dass du auf meiner Seite warst und nichts gesagt hast und sie hier her zu mir gebracht hast, obwohl du ihre Freundin bist, die sich eigentlich alle Geheimnisse gegenseitig erzählen.“ Als Dankeschön hatte er ihr auch ein kleines Geschenk mitgebracht.
Die anderen sind vorgelaufen und das Mädchen war nochmals kurz bei den Jungen. Er sprach das Mädchen an: „Ich weiß du musst gleich gehen, aber hör mir ganz kurz zu. Ich hatte eigentlich vieles geplant, dass ich eins nach dem anderen vorhatte zu machen, aber leider ist einiges schiefgelaufen. Aber du weißt ganz genau, warum ich hier bin, warum ich den weiten Weg zu dir gemacht habe“. Der Junge wartete ganz kurz, er dachte, sie würde jetzt gleich was sagen, aber leider war dem nicht so. Deshalb machte er den ersten Schritt. Er schaute ihr in die Augen und sagte: „Ich habe vor einem Jahr ein Mädchen geliebt, die bei mir in der Gegend gewohnt hat. Ich versuchte, immer mit ihr im Kontakt zu bleiben, aber sie lehnte es ständig ab. Sie wusste irgendwie Bescheid, dass ich auf sie stehe. Sie sagte andauernd, mach dir bitte keine Hoffnungen, aber ich dagegen habe das nicht ernst genommen und ich versuchte es immer weiter. Eines Tages habe ich ihr ein Liebesbrief geschrieben, den ich ihr persönlich überreichen wollte, da ich wusste, dass sie die Richtige war, aber sie hatte das nicht angenommen und ist fortgegangen. Es gab auch einen festen Grund warum wir nicht zusammen gekommen sind, aber das spielt jetzt keine Rolle. Was ich damit sagen möchte ist, ich hab sie so stark geliebt, aber sie hat es irgendwie nicht verstanden. Das alles habe ich aufgegeben und bin zu dir gekommen. Ich wollte es dir per Telefon sagen, aber weil man so was nicht schriftlich oder telefonisch sagt, bin ich zu dir gekommen, um dir das persönlich zu sagen. Ich kann dir das mit den 3 Wörtern und 12 Buchstaben nicht direkt sagen, aber du weißt genau wie viel du mir bedeutest. ″ das Mädchen sagte: „Ich kenne einen Jungen schon seit einem ganzen Jahr und ich möchte ihn besser kennenlernen. Mir fällt alles so schwer, ich weiß selber nicht, was ich machen soll, alles ist jetzt zu viel für mich. ″ der Junge war sehr stark, nickte und sagte: „Ich verstehe deine Lage, lass dir Zeit.“ Danach gingen sie gemeinsam zu den anderen und sie verabschiedeten sich zum letzten Mal. Das Mädchen bedankte sich nochmals bei ihm, sagte, dass sie sich riesig gefreut habe, dass er gekommen sei. Er lächelte und sagte: „Ja es hat mich auch gefreut euch gesehen zu haben. Also ich gehe dann mal los passt auf euch auf. ″ das waren seine letzten Worte.
Er verließ die U-Bahn-Station und wartete auf ein Taxi. Die Rosen, die er mitgebracht hatte, hatte er im Bahnhof weggeschmissen. Er hatte keine Möglichkeit gefunden, sie ihr zu überreichen.
Um 18.40 Uhr kam ein Taxi. Es brachte ihn zu seiner Haltestelle. Dort wartete er 2 Stunden lang auf seinem nächsten Bus. In der Zwischenzeit hatte das Mädchen bei ihm angerufen, um nochmals bei ihm zu bedanken, dass er gekommen war, aber leider hatte er dies nicht bemerkt, da er sein Smartphone ausgeschaltet hatte.
Um 21.45 Uhr kam sein Bus an und er machte sich auf den Weg nach Hause. Auf dem Weg nach Hause begriff er, dass sie sich keine Gedanken machte, was er so alles ihretwegen durchgemacht hatte. Vielleicht würde das Mädchen erst im Nachhinein begreifen, was der Junge für sie alles getan hatte. Dass aber am Ende so eine Antwort kommt, hatte er nicht erwartet, er dachte, wenn man so viel für ein einziges Mädchen machte, würde das vollkommen ausreichen und man bekommt ein lächelndes "Ja, ich möchte deine Freundin sein" Aber bei ihr war das nicht so, denn sie hatte es von Anfang an nicht begriffen. Als er ihr seine Liebe gestanden hatte, sagte sie nur: „Sie hat einen neuen Kerl kennengelernt und weiß nicht mehr weiter." 14 Stunden Fahrt um eine solche Antwort von jemandem zu hören, ist sicher nicht toll. Er blieb aber stark und wartete ab. Denn er würde sie niemals zu etwas drängen. Wenn sie sich dazu entscheiden sollte, nicht mit dem Jungen zusammen sein zu wollen, dann muss und dann wird er ihre Entscheidung natürlich respektieren.
Wäre das hier alles passiert, wenn er seine Liebe per Telefon gesagt hätte, statt ihr das alles persönlich zu sagen? Persönlich ist es immer schwierig, da man nicht immer weiß, was man im Moment machen soll, wenn die Person genau gegenüber steht. Man ist nervös, man muss sich schnell entscheiden und man überlegt nicht so lange was man macht. Alles mit dem Ziel, dass man nicht dumm dasteht. Bei einem Telefonat ist das ganz anders. Da überlegt man sich öfters, was man sagt, man lässt sich Zeit und redet vernünftig darüber. Vor allem redet auf seine Art und Weise. Aber das ist sicher auch nicht die beste Möglichkeit, die Liebe zu gestehen. Ich finde es richtig, die Liebe persönlich zu gestehen.. Dadurch hat man auch das Gefühl, dass man nichts Falsches sagt, denn es kommt alles aus dem Herzen. Aber was ist Liebe? Ich glaube, dass Liebe etwas ist, was sich nicht in Worte fassen lässt. Liebe ist, jemanden zu verstehen, ihn gern zu haben. Glück und Unglück, mit ihm zu teilen. Und dazu gehört auch die körperliche Liebe. Du hast etwas geteilt, etwas hergegeben und etwas empfangen. Und ob du dann verheiratet oder unverheiratet bist, ob du ein Kind kriegst oder nicht, ob deine Ehre beschädigt ist, auf das alles kommt es nicht an, weil du weißt, dass dir für dein ganzes weiteres Leben jemand zur Seite steht, der dich versteht und den du mit niemandem zu teilen brauchst. Das ist für meine Augen Liebe. Es gibt Millionen verschiedene Möglichkeiten, wie man liebe zeigen kann: „Setz dein Sicherheitsgurt auf", „Pass auf wo du hintrittst", "Hast du schon gegessen", "Dein Lächeln ist wunderschön", „Gibt es etwas, was ich tun kann, um dir zu helfen", „Ich mache mir Sorgen um dich". Allein das reicht schon aus, wenn man das den Partner fragt, denn das zeigt, dass man sich um den anderen sorgt. Das sind immer solche kurzen Antworten, die zeigen sollten, wie viel so eine Freundin oder Freund für einen bedeutet. Denn wenn etwas Schlimmes passieren sollte, kann man es nicht aushalten, man möchte diese eine Person ein Leben lang an seiner Seite haben und nie verlieren.
Es ist ziemlich traurig, dass viele Menschen heutzutage die wahre Liebe nicht ernst nehmen, denn die haben überhaupt keine Ahnung, von was sie da eigentlich reden. Und das ist sehr schade, denn gerade die Leute, die keine Ahnung haben, sollten es sein lassen, bevor sie jemanden noch verletzen. Aber wie zeigt man eigentlich die Liebe zu jemanden. Wie ich oben bereits erwähnt habe, gibt es mehrere Möglichkeiten, aber mir gefällt es am besten, es direkt zu sagen. Wenn man die Liebe jemanden gesteht, sollte man bei dieser Person sein. Man muss doch denjenigen sehen, um die Reaktion eindeutig erkennen zu können. Sollte man es jemandem nur schreiben, dann weiß man nicht ob die Antwort darauf ehrlich gemeint ist. Wenn man es aber persönlich sagt, dann kann man anhand der Mimik und seiner Körpersprache erkennen, ob die Antwort wirklich ernst gemeint ist. Dazu muss man aber mutig genug sein, um es persönlich sagen zu können. Für die Frau, die man liebt, sollte man das auch haben.
Wenn der passende Moment kommt, dann gesteht man seine Liebe persönlich, wobei Mädchen auch auf Liebesbriefe stehen. Es gibt kaum Schöneres als einem handgeschriebenen Brief, der romantisch und gefühlvoll geschrieben ist. Ein handgeschriebener Brief ist in unserer heutigen Zeit etwas ganz Kostbares. Ein Liebesbrief sicher die Krone! So ist ein Brief manchmal besser, da man den Freiraum hat darüber nachzudenken und man sich so die Zeit nimmt, um es zu verarbeiten, ohne das eine peinliche Situation entsteht, weil das Mädchen überrascht ist oder nicht weiß, was sie sagen soll, während man auf eine Antwort wartet. Manche werden jetzt behaupten, das sei altmodisch, aber ich finde das ist allemal romantischer und gefühlvoller, als auf WhatsApp oder Facebook. Manche finden es total süß, so einen Brief zu bekommen, da man heutzutage selten noch Briefe gegenseitig schreibt. Für den Jungen in der Geschichte war kein Brief nötig, da sein Ziel war, sie zu überraschen und es persönlich zu sagen, wie ein richtiger Mann. Aber wieso setzt man sich überhaupt Ziele? Um sich selbst zu beweisen, dass man manchmal einfach durchhalten muss, um das zu schaffen was man will.
Der Junge ist erfolgreich an seinem Ziel gekommen, aber leider nicht das bekommen, was er sich erwünscht hat. Meiner Meinung nach, hatte sich der Junge zu viele Hoffnungen gemacht. Er hatte keine Geduld gehabt. Er hatte immer, ohne viel nachzudenken, gehandelt. Wenn ein Junge in jemandem verliebt ist, macht er sich keine Gedanken, er überlegt nicht, was richtig oder falsch ist, er hört nur auf seinem Herz, denn dies zeigt die Richtung zum Erfolg an. Merk dir eins: Wenn man nur nach dem perfekten Menschen sucht, verpasst man vielleicht den nicht perfekten, der es perfekt draufhat, denjenigen glücklich zu machen. Es ist sicher kein Fehler, wenn man sich öfters verliebt, denn eines Tages wird die wahre Liebe siegen. Deshalb schenkt euer Herz nur demjenigen, der es auch versteht und respektiert, denn nur so können beide glücklich sein. Der Junge hat vieles daraus gelernt, aber wenn man in jemanden verliebt ist, kommt man auf solche komische Gedanken. Jeder, der diese Geschichte liest, sollte nicht denselben Fehler machen, aber wenn ein Mädchen öfters Zeichen gibt, macht man sich Gedanken und denkt sich Falsches. Und so war es für den Jungen am Ende. Er wusste nicht mehr weiter. Er fragte sich öfters: Kam das wirklich von ihr? Was hat das zu bedeuten? Schließlich hat er festgestellt, dass sie auch Gefühle für ihn hat, aber sie sich nicht traut es mit den richtigen Wörtern auszudrücken. Deshalb entschied er sich dann auch dafür, den ersten Schritt zu machen. Ich glaube für den Jungen war dies sehr wichtig, denn zu einer besonderen Verbindung gehört auch eine besonderer Art, diese zu zeigen.

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Kommentare

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    Ich muss den anderen zustimmen. Die Geschichte ist sehr lang und detaillreich erzählt. Manche Passagen könntest du kürzen. Ansonsten finde ich die Story interessant. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Junge irgendwann die Richtige findet. Aus jeder Erfahrung kann man für die Zukunft lernen :)

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    manchmal hilft es einfach nichts. da kann man noch so viel "romantisches" tun, wenn die gefühle nicht da sind, dann sind sie eben nicht da - und wenn man dann trotzdem noch immer weiter drauf beharrt, dann rückt die person der begierde immer weiter weg. ich wünsche dem jungen jedenfalls, dass er ein mädchen kennenlernt, das seine gefühle erwidert, und dann wahre liebe erfahren darf. was die form angeht, schließe ich mich hannah an: in der kürze liegt die würze :) wenn du aus selbst erlebtem eine geschichte machst, ist es immer auch wichtig, ein bisschen zu filtern, da realen begebenheiten oft die spannung/dynamik fehlt, die eine gute geschichte haben sollte. bin schon gespannt auf mehr von dir!

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    Hi Stewart, und ganz herzlich willkommen bei uns. Die Geschichte ist sehr süß, aber leider viiiel zu lange für die wenigen Dinge die darin passieren. Ich geb dir ein Beispiel: (Zitat Anfang) Der Junge stimmte ihm zu. Da ein Besuch bei ihr allerdings sehr schwer werden würde, beschloss er ihr anzurufen, da das immer noch besser war als ihr zu schreiben. Durch seine Nachrichten deutete er ihr an, dass er mit ihr sprechen wollte. Das Mädchen war jedoch zu müde und sagte, das sie Morgen reden würde. Am nächsten Tag versuchte der Junge erneut mit ihr zu telefonieren, hatte aber wieder keinen Erfolg. Der Junge versuchte danach öfters mit ihr zu reden, doch sie hatte jedes Mal keine Zeit. Deshalb beschloss er schließlich, sie zu besuchen, wie es ihm sein Freund vorgeschlagen hatte. (Zitat Ende) Den kompletten Absatz könnte man ersatzlos streichen. Es geht nur darum, dass der Junge dem Freund zustimmt, es dann doch ein paar mal anders probiert und letztendlich doch das tut, was sein Freund vorschlug. Solche Passagen machen einen Text sehr anstrengend zu lesen, und kürzer ist sehr oft einfach besser. Alles in allem möchte ich dir aber sagen: bleib dran! Das sieht sehr nach einer Erstveröffentlichung aus, und ich glaube, dass du noch sehr viel besser werden wirst! Ganz liebe Grüße, Hannah :-)

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    Erst mal hallo, freut mich sehr von dir zu lesen. :) Finde deine Geschichte sehr gut und finde es als Romantikerin auch sehr schade dass diese kleinen Gesten und so immer mehr verschwinden. :( Freu mich schon auf dein nächstes Werk. :D 5/5 & Abonniert. ;) Lg, Alexandra

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