Herbst:

Ich geh meiner Wege, es ist der erste September,
da spüre ich es - es hat sich etwas verändert.

Ich stehe still, und lausche dem Wind,
der wie aus dem Nichts, durch die Bäume rinnt.
Eben noch lief ich im sommerlichen Rot,
doch jetzt scheint's als ist es der Herbst, der mir droht.
Wer sonst lässt Blätter die Farbe ändern,
und vom Winde verweh'n, bis man sieht nur noch die Ränder?
Wer sonst verursacht Haufen voll Laub,
und schafft es, das jeder sich vor ihm graut?
Ja, du musst es sein, du Herbst,
wie du meinen Sommer so einfach weg sperrst.

Ich geh meiner Wege, es ist der erste September,
da spüre ich es - es hat sich etwas verändert.

Wir alle, wir werden ihn schmerzlich vermissen,
den Sommer, an den wir uns so gern erinnern.
Wir hören es nicht mehr, das Plätschern des Meers,
stattdessen tobt nun ein Sturm,
mit der Wut eines Stiers.
Auch späte Sonnenstunden sind plötzlich vorüber,
denn der Herbst bringt Dunkelheit,
dem gegenüber.
Du bist unausweichlich, es muss uns ja treffen,
und so versuchen wir's nicht, uns zu rächen.
Ja, wir werden dich akzeptieren,
ohne uns diesmal zu distanzieren.

Ich geh meiner Wege, es ist der erste September,
da spüre ich es - es hat sich etwas verändert.

Vielleicht kann man Dinge auch positiv sehen,
wie jetzt auch Dich plus deinem System.
Die volle Farbenpracht, mit der du Blätter veränderst,
oder gar den Wind, über den du so herrscht.
Wie du Schutz spendest, für Tiere im Laub,
oder den Bäumen ihre Kastanien raubst.
Wie Kinder während Dir Laterne laufen,
und Eltern für Halloween Kostüme kaufen.
Für das wollen wir Dir dann doch "Danke" sagen,
ohne uns ständig um dich zu plagen.

Nun geh ich meiner Wege, es ist der erste September,
da spüre ich es - es hat sich etwas verändert.

Ich will euch raten, Neues zu wagen, ohne ständig nach dem Alten zu fragen.
Wir sollten Abwechslungen genießen,
anstatt uns wegen ihnen vollständig zu schließen.
Geht raus, und erfreut euch am Herbst,
auch wenn ihr den Sommer vermisst, zuerst.
Ihr werdet es mögen, wie die Drachen sich wenden, ohne Gedanken an den Sommer zu verschwenden.
Alles in einem, haben wir doch ziemliches Glück:
zwei wunderbare Jahreszeiten in einem Stück.

Denn ich geh meiner Wege, es ist der erste September,
da spüre ich es - es hat sich etwas verändert.

Es ist Herbst.

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