Disclaimer: Dieses Lied gehört Saltatio Mortis. Mir gehört lediglich diese Fic, abgesehen vom Songtext *leider gehören mir die Jungs nicht*.
Ich verdiene hiermit kein Geld und habe dies nur aus Spaß geschrieben.

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Endlich- mein erster Einsatz bei einem großen Turnier. Drei Tore lagen wir hinten, es war nur noch wenig Zeit. Eine prekäre Situation. Und genau in diese warf mich der Trainer einfach hinein. Keine Frage, ich war heiß darauf. Wollte Tore werfen, wollte die Gegner umnieten und meine Mannschaft zum Sieg führen. Ich wollte schon immer für die Nationalmannschaft spielen, hatte mir das schon als kleines Kind zum Ziel gesetzt. Und nun stand ich hier. Es blieb wenig Zeit, um die Situation zu realisieren, und trotzdem nahm ich mir sie. Zwickte mich kurz selbst in den Arm, atmete die Luft, die gerade tausende Menschen ebenfalls atmeten. Ja, ich war im Spiel.


Ich hab geglaubt, dass ich es ändern kann
kein Weg sei mir zu lang
Ich hab geglaubt, es gäb kein Ziel,
das ich nicht erreichen kann

Wir spielten einen Angriff. Langsam bauten wir auf, der Gegner störte uns nicht. Ich quetschte mich auf meine gewohnte Position, den Kreis. Seit ich denken konnte, wurde ich dort herumgeschubbst und gezogen. Heute waren die Gegner nicht sehr viel gnädiger. Vielleicht spürten sie, dass ich zum ersten Mal in einem wichtigen Spiel auf der Platte stand. Es war schwer für mich, mich auf den Beinen zu halten. Trotzdem bekam ich den Ball. Ein Adrenalinschub schoss durch meine Venen. Im Fall schoss ich den Ball in Richtung Tor. Bevor ich auf den Boden aufschlug, sah ich, dass der Torwart gehalten hatte. Ich hatte versagt.

Ich hab geglaubt, dass Leben sei mein Spiel
Doch auf dem Weg zu meinem Ziel
musste ich lernen, dass auch ich verlieren kann.

Trotz meiner Enttäuschung rappelte ich mich auf. Ich musste in die Verteidigung, auch wenn ich im Moment nicht wollte. Mir war, als spürte ich tausende Blicke in meinem Rücken, die mir den Tod wünschten- Fans, Mitspieler, Trainer. Ich hasste mich dafür. Am liebsten wäre ich von der Platte gegangen und hätte mich eingeschlossen, um mich selbst zu bemitleiden. Stattdessen versuchte ich so gut wie möglich, die gegnerischen Würfe zu blocken. Wir mussten jetzt einfach das Tor verhindern, sonst würden wir verlieren. Und ich trug eine Mitschuld. Weil ich diesen einen Wurf verworfen hatte.


Nichts bleibt mehr
wenn ich jetzt aufgeb
Nichts bleibt mehr
wenn ich diesen Weg nicht geh
Und nichts bleibt mehr
wenn ich weiter vor mir flieh
Nichts bleibt mehr
wenn ich diesen Kampf verlier


Plötzlich passierte es. Ein unkontrollierter Pass und ich hielt den begehrten Harzklumpen wieder in der Hand. Von einer Euphorie gepackt stürmte ich nach vorne. Prellte den Ball ein Paar Mal, weil es die Regeln so wollten. Gegenstoßtore hatte ich schon immer geliebt. Und gekonnt. Diese waren eine Spezialität von mir. Ich sah es als Möglichkeit, meinen fatalen Fehler wieder gut zu machen, endlich! Die Blicke in meinem Rücken schienen sich zu verändern. Sie hatten nun eher einen angespannten Ausdruck, aber waren nicht mehr negativ. Sogar eher positiv. Es beflügelte mich ungemein, jetzt war meine Zeit!


Auf dieser Bühne war ich der Held
König und der Herr der Welt
Machte die Regeln ohne Kompromiss
nährte was mich aus dem Alltag riss.


Der Torwart war bereit. Vielleicht hatte er es kommen sehen, vielleicht auch nicht. Ich sah ihm einen Moment lang in sein Gesicht, es sah grimmig aus. Und vor allem entschlossen. Kurz vor dem Neunmeterkreis sprang ich in die Lüfte, wartete einen Moment. Wo würde sich der Torwart hinbeugen und meinen Wurf erwarten? Ein Stück nach rechts? Es schien so, also warf ich nach links. Wie ein Blitz änderte der Torwart seine Körperhaltung, blockte mein Wurf mit seinem Knie ab. In derselben Sekunde kam ich auf dem Boden auf. Versagt. Schonwieder. Der Torwart hob triumphierend beide Fäuste, ich ballte meine. Eine große Enttäuschung machte sich in mir breit.


Mit eiserner Hand führte ich Regie
strich jede Rolle die mir nicht gefiel
Doch wo ein König ist wird stets ein Henker sein.



Das Schlusssignal ertönte. Wir hatten verloren. Zwei Tore hatte ich vergeben. Ich war mit Schuld an dieser Niederlage. Wer weiß, wie wir jetzt dastanden? Alle Welt war enttäuscht. Wir waren Favoriten gewesen, und nun hatten wir kläglich versagt. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. Mein Trainer. Er sah nicht enttäuscht aus, oder wütend. Ich konnte kaum eine Regung in seinem Gesicht erkennen. Stattdessen half er mir auf die Beine. Sah mich einfach nur an und klopfte mir auf die Schulter. „Du hast gut gespielt, mach weiter so“, waren seine einzigen Worte.


Nichts bleibt mehr
wenn ich jetzt aufgeb
Nichts bleibt mehr
wenn ich diesen Weg nicht geh
Und nichts bleibt mehr
wenn ich weiter vor mir flieh
Nichts bleibt mehr
wenn ich diesen Kampf verlier  

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