Part 11

Als Akuma an kam, war es schon zu spät. Devin hat seinen Vater alles erzählt und sein Plan ging auf. Akuma durchdrangen böse Blicke von seinen Vater.
„Stimmt es, das was Devin mir sagte? Du hast eure Mutter damals umgebracht?“
„Nein Vater, das ist gelogen...Devin will dich nur gegen mich aufhetzen.“
„Schau Vater wie verlogen der brave kleine Sohn lügt.“
„Akuma sag die Wahrheit!“ Der Hirsch schrie den weißen Wolf an.
„Aber das ist die Wahrheit!“ Verzweiflung machte sich in Akumas Stimme breit.
„Glaubst du wirklich, dein Bruder begibt sich auf den langen Weg, um mir Lügen zu erzählen?“
„Vater bitte glaube mir doch! Devin hat Mutter getötet!“
„Lügner! Vater soll ich ihm eine Lektion erteilen?“
„Ja! Er soll seine Tat bereuen.“
Akuma trat ein paar Schritte zurück. Er bekam Angst. Er hatte doch noch nie gekämpft. Akuma wollte weg laufen, kam aber nicht weit, weil sein Bruder auf ihn sprang und zu biss. Akuma versuchte sich zu wehren, war seinem Bruder aber weit unterlegen. Im Wald hört man nur noch geknurre und dann ein lauter Schrei. Darauf herrschte Stille im Wald.
Woki war am schlafen und schreckte beim ertönen des Schreis auf. Sie dachte, dass sie es geträumt hatte und schlief deshalb wieder ein.

Akuma konnte sich in der Nacht langsam bis zum See schleppen und lag dort am Ufer. Er wurde von der Sonne geweckt. Er war schwer verletzt und hatte tiefe Wunden, davon auch eine Wunde quer über seinem linken Auge. Völlig erschöpft lag er in seiner Wolfsgestalt auf dem Boden. Sein Fall war nass, dreckig und rot vom Blut gefärbt. Akuma versuchte immer wieder aufzustehen und zu laufen, aber vergebens. Er beschloss einfach dort liegen zu bleiben. Niemand wird ihm hier finden, der ihm helfen könnte, außer Woki, aber sie muss erst in die Schule. Über ihm schwirrte sein kleines Irrlicht. Warum nur glaubt Vater ihm…Wie soll ich ihm jetzt noch aufhalten... Ich habe es doch versprochen..., dachte sich Akuma, während sich Tränen in seinen Augen breit machten. Er schloss die Augen und schlief vor Erschöpfung wieder ein. Para versuchte ihn zu wecken, aber ohne Erfolg.

Am großen Baum besprachen sich Vater und Sohn. Gemeinsam planten sie den Angriff auf die Menschen. Um sie herum versammelten sich noch andere Waldbewohner. Sie waren sich schnell einig, dass sie angreifen müssen, bevor die Menschen erfahren, dass wieder Leben im Wald ist.

Woki saß am Frühstückstisch und aß gemeinsam mit ihren Eltern. Ihre Eltern unterhielten sich und ihr kleiner Bruder spielte mit seinen Autos. Nach dem Frühstück machte sie sich zusammen mit ihren Bruder auf den Weg zur Schule. Erst brachte sie in seine Schule, dann traf sie sich mit Mika.
Die beiden begrüßten sich und gingen zusammen zur Schule. Für Woki zog sich der Tag viel zu lange hin. Sie machte sich Sorgen um Akuma, obwohl sie weiß, dass er selbst auf sich aufpassen konnte. Was nicht wusste was, dass sich Para gerade auf den Weg zu ihr machte. Nach dem Unterricht kam Mika an ihren Tisch.
„Wollen wir nach draußen gehen und etwas essen?“
„Ja lass uns gehen.“
Die beiden Mädchen nahmen ihre Tasche und gingen nach draußen. Sie haben sich gerade hingesetzt, als plötzlich Para in Wokis Sichtweite auftauchte.
„Para?“
Mika schaute sie fragend an. "Was sagst du ?“
Woki stand wieder auf. Para flog schnell zu ihr hin und schwirrte hektisch um sie rum. Mika konnte ihren Augen nicht trauen.
„Woki...Was ist das?!“
Woki bekam Tränen in den Augen, als ob sie genau verstehen würde, was Para ihr sagen wollten.
„Woki was hast du denn auf mal?“
Mika stand auf und schaute sie an.
„Du weinst ja.“
„Ich muss unbedingt weg hier.“
„Warum denn? Was ist denn passiert?“ Mika wusste nicht so recht, was sie machen sollte. Sie war einfach überfordert mit der Situation „Du kannst aber auch nicht einfach gehen, die Lehrer werden Fragen stellen.“
„Du kannst mit kommen. Aber ich muss mich beeilen.“
„Was?! Aber was sagen wir den Lehrern.“
„Komm mit.“ Woki rannte los zum Lehrerzimmer. Mika lief ihr schnell hinter. Para versteckte sich in den Haaren von Woki.
Beim Lehrerzimmer angekommen klopft Woki. Ein Lehrer öffnete kurz darauf die Tür. Zum Glück war es Herr Seki.
„Huch Fräulein Hiroshi, was ist denn los?“
„Kann ich bitte nach Hause gehen? Mir geht es überhaupt nicht gut...Es wäre nett, wenn Mika mich begleiten könnte.“
Herr Seki überlegt kurz nickte dann aber.
„Sorgen sie aber dafür, dass sie den heutigen Stoff nachholen. Gute Besserung.“
„Danke.“
Woki ging zu den Fächern und zog ihre Schuhe an. Mika tat es ihr gleich wusste aber immer noch nicht, was los ist.
„Kannst du mir denn bitte erklären, was los ist?“
„Danke, dass du mit kommst.“
„Gerne...aber ich habe dir eine Frage gestellt.“
„Ich erkläre es dir auf dem Weg.“ Woki war am zittern und brauchte etwas zum Schuhe anziehen. Para merkte wie aufgewühlt sie war und flog deshalb an ihre Wange, um sie beruhigen.
Letztendlich hat sie es geschafft ihre Schuhe anzuziehen und ging los. Mit schnellen Tempo ging sie die Straße entlang. Mika schaffte es locker mit ihr Schritt zuhalten.
„Also?“
„Du musst mir versprechen es niemanden zu erzählen.“
„Ja versprochen.“
„Gut, das Ding hier ist Para ein Irrlicht. Der Junge mit dem ich in der Stadt war, also Akuma ist ein Dämon. Er wohnt in dem Wald. Irgendwas schlimmes muss mit ihm passiert sein, sonst würde Para es nicht riskieren gesehen zu werden und zu mir kommen. Vor allem würde Akuma das nicht zu lassen.“
Mika schaute sie erstaunt an. Sie hatte einen echten Dämonen kennen gelernt, aber sie wusste nicht wie sie darauf reagieren sollte und schwieg lieber.
„Letzte Nacht tauchte sein Bruder auf, der ihm etwas böses will. Es scheint als hätte er genau das geschafft.“
Woki fing an zu laufen.
„Wir sind zu langsam wir müssen uns beeilen,“
„Ja“
Mika lief ihr hinter her. Bei Woki ihren Haus angekommen schmiß sie ihre Tasche gegen die Haustür. Mika legte ihre daneben.
„Wohin jetzt?“
„In den Wald.“ Woki blieb stehen und schaute sie an.
Mika schaute in den Wald hinein. Sie soll nun in den Verfluchten Wald gehen. Sie war erst skeptisch, nickte dann aber doch.
„Ich weiß nicht, wie wir Akuma auffinden werden, aber egal wie erschreck dich bitte nicht und schreie nicht.“
Mika nickte. „Dann lass uns gehen.“
Woki ging in den Wald. Sie wusste erst nicht, wo sie nach Akuma suchen sollte, aber flog Para in Richtung des Sees.
„Wo lang müssen wir?“
„Zum See. Ich habe es mir gedacht und Para fliegt genau in die Richtung.“
Woki ging einen Schritt schneller. In der Lichtung sah sie den großen Wolf am Boden liegen. Woki rannte zu ihm hin und setzte sich vor seinen Bauch. Er selbst lag auf der Seite und schlief.
„Akuma !! Akuma wach auf !!“
Sie fing an ihn zu rütteln. Ihre Hände waren sofort voll mit Blut. Mika blieb am Eingang der Lichtung stehen und schaute schockiert zu den beiden. Sie glaubte nicht, dass sie da wirklich einen weißen Wolf am Boden liegen sieht, der weit über der normal Größe ist.
„Akuma bitte !!“
Akuma machte seine Augen auf und schaute Woki an.
„Woki...? Was tust du hier? Du hast doch Schule.“
„Para kam zu mir und hat mich geholt. Ich konnte nicht anders ich musste hier her. Was ist passiert?“
„Devins Plan ist aufgegangen... Er hat mich so zugerichtet...Mein Versprechen kann ich auch nicht mehr halten.“ Akuma fiel es schwer überhaupt ein Wort raus zu bekommen.
„Werd zum Menschen...Ich bringe dich nach Hause.“
„Ich kann nicht mehr nach Hause“
„Nicht zu deinem.“
Akuma schaute sie an. Es kostete ihn viel Kraft zum Wolf zu werden, aber nicht zum Menschen. Als er in Menschengestalt da lag, sah man erst seine Wunden. Sein Bauch blutete, sein Rücken, seine Arme und Beine. Sein ganzer Körper war mit Wunden übersät.
„Du kannst mich unmöglich tragen.“
Woki ignorierte hin und versuchte ihn irgendwie hoch zu bekommen.
„Ich bin zu schwer für dich.“
„So weit ist es nicht.“
Akuma schaute zu Mika.
„Wieso hast du sie mit gebracht?“
„Damit sie mir hilft.“
Mika lief zu ihr. Zusammen stützten sie Akuma und gingen zu Woki nach Hause. Woki machte die Tür auf. Sie brachten ihn in ihr Zimmer und legten ihn aufs Bett.
„Wir müssen einen Arzt rufen.“
„Mika wir können keinen Arzt rufen. Seh ihn dir an. Er hat Hunde Ohren und sein Körper ist voll mit Wunden. Was willst du den Arzt sagen, was er ist und vor allem was passiert ist.“
„Du hast recht. Wo finde ich Verbandszeugs.“
Woki war verwundert über Mikas Hilfsbereitschaft. Immerhin kannte sie ihn ja gar nicht. Woki erklärt ihr wo sie alles findet. Woki selbst holte eine Schale Wasser und Tücher. Zusammen versorgten sie seine Wunden, Woki machte ihn sauber.
„Warum tust du das Woki? Es wäre besser gewesen mich dort liegen zu lassen...Ich enttäusche dich schon wieder...“
„Es ist mir egal, ob du mich enttäuschst! Du hättest sterben können! Ich lasse dich doch nicht einfach so da liegen. Dein versprechen ist mir egal. Viel wichtiger ist es, dass du wieder gesund wirst.“
Mika schaute die beiden an und setzte sich an Woki ihren Schreibtisch.
„Was steht uns jetzt bevor?“
Beide schauten Mika an. Wusste sie etwas, was jetzt passieren wird?
„Was meinst du Mika?“
„Na ja es sind Dämonen im Wald. Sie werden die Menschen angreifen...Schau dir Akuma an. Ich bin nicht blöd, das war nur der Anfang.“
„Du hast recht. Mein Vater wurde gegen mich aufgehetzt. Er will die Menschen in der Stadt töten. Die Rache dafür, dass sie damals den Wald getötet haben. Ich kann ihn nicht mehr aufhalten. Er hört nicht mehr auf mich. Würde ich dort auftauchen würde sie mich umbringen...jetzt konnte ich noch fliehen.“
„Dann werde ich mit ihm reden.“
„Ich komme mit.“ Ergänzte Mika sie.
„Vergesst es! Sie würde euch ohne zu zögern töten! Lasst es bitte...ich will das nicht.“
Akuma wandte den Blick ab.
„Woki ich könnte nicht damit Leben dich zu verlieren.“ Seine Stimme klang traurig und es hört sich an als würde er weinen.
Woki schaute ihn erstaunt an. Hat sie da gerade richtig gehört. Mika verstand, was er damit meinte und lächelte.
„Irgendwie hat er recht. Das können wir nicht tun.“
Woki nickte. „Ihr habt recht.“
„Sag mal Woki. Ich habe das ja gut hin genommen, dass er ein Dämon ist, aber was sagst du deinen Eltern?“
„Ich weiß es nicht.“ Sie schüttelte den Kopf.
„Lass nur Woki. Ich werde es ihnen selbst erklären...“
Er schaute wieder zu den beiden. Seine Augen sahen genauso verheult aus, wie sich seine Stimme vorher anhörte. Woki sah ihn das erste Mal so.
„Bist du dir sicher?“
„Ja, ganz sicher. Ich mache das schon. Danach bitte ich euch hier zu verschwinden. Du auch Mika.“
„Was?! Nein Akuma ich lasse dich hier nicht alleine.“
„Wenn hier nicht geht, werdet ihr sterben!“ Akuma versuchte lauter zu werden, aber seine Stimme ließ dies nicht zu. Er fing an zu husten.
„Es ist mir egal! Ich werde bei dir bleiben! Meine Eltern und Takeru sollen sich in Sicherheit bringen und auch Mika und ihre Familie, aber ich bleibe bei dir! Mir ist es egal, ob du es willst oder nicht!“
Akuma wusste nicht wie er darauf antworten sollte. Das brauchte er auch nicht, denn Woki ihre Mutter rief von der Haustür aus.

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