Part 4

„Du voll Trottel! Ich habe dir oft genug gesagt, dass du nicht gegen diese Parasiten kämpfen sollst. Du siehst du was du davon hast!“
„Was interessiert dich das! Du hasst mich! Also kann es dir doch egal sein, ob ich mich in Gefahr bringe!“
„Ich habe meiner Schwester versprochen dich zu ertragen. Also bleib gefälligst am Leben!“
„Du kannst mich mal!“
Wütend ging Kazuo auf sein Zimmer. Beim rein gehen knallte er die Tür, wobei etwas hinter ihn schepperte.
„Was war das?“
Er drehte sich um und sah das Katana von Minako da liegen.
„Sie hat es hier vergessen.“
Kazuo setzte sich aufs Bett und starrte das Katana an. Er überlegte was er jetzt tun sollte. Zu ihr bringen? Ihr schreiben? Abwarten bis sie es selbst holt? Fragen über Fragen und er weiß nicht, was davon die richtige Entscheidung ist. Er schmiss sich auf sein Bett und starrte die Decke an.
„...Ferien...Wochenlang jetzt diese Frau ertragen...Ich halte das hier nicht mehr aus.“
Kazuo legte seine Hand auf die genähte Wunde. Nur wegen eines Parasiten so ein Wunde. Wäre Minako nicht gewesen, dann wäre er endlich tot. Er setzte sich wieder auf und schaute auf seine Hände.
„Ich hasse mein Leben...“, er hob seine Hände und legte sie um seinen Hals. Er drückte zu, konnte dieses aber nicht lange halte. Kazuo fing an schwer zu husten.
„Wieso kann ich mich nicht einfach umbringen...“
Er schlug aus Wut gegen die Wand, bei der dabei ein Loch entstand.
„Verdammt!“


„Yuukii...Ich habe mein Katana verloren!“, verzweifelt lief Minako zu Yuki.
„Wie verloren?“
„Ich weiß nicht wo ich es habe.“
„Hast du es vielleicht irgendwo vergessen?“
„Ich wüsste nicht wo.“, dann viel ihr etwas ein. „Oh ja...Ich besorge mir ein neues.“
„Hä? Wie jetzt?“
„Es ist bei Kazuo. Der kann mich mal!“
Verwundert schaute sie das kleine Mädchen an. Letztens war sie doch noch ganz anders auf ihn zu sprechen.
„Ist denn etwas vorgefallen?“
„Nichts wichtiges.“
Die beiden setzten sich an den Tisch und begannen mit dem Essen.
„Taida hat mich darauf angesprochen, ob ich nicht deren Vorgesetzte werden will.“
„Dann solltest du da zustimmen.“
„Wirklich?“
„Ja du bist die richtige für diesen Job. Ihr habt Ferien, dass ist die beste Möglichkeit zu lernen ohne den Schulstress.“
„Und was ist nach den Ferien?“
„Das kriegen wir dann auch noch hin.“, Yuki lächelte sie ermuntern an. Vielleicht hat sie recht. Sie sollte es versuchen.
„Na gut. Ich werde nachher dahin gehen.“

Nachdem Essen machte sich Minako fertig.
„Ich gehe jetzt zur Organisation...Auf dem Weg könnte ich mir ja mein Schwert holen.“
„In Ordnung. Melde dich, wenn etwas ist. Ich werde während der Ferien im Krankenhaus aushelfen. Also kannst du auch dahin kommen.“
Alles klar.“
Minako nahm sich all ihre Sachen, die sie brauchte. Dann machte sie sich aus der Haustür. Sie ging zum Zug und kaufte sich ein Ticket. Sie musste dem Fahrplan entnehmen wo lang sie muss. In der Nähe von sich sah sie Klassenkameraden stehen. Auch sie haben sie wahrgenommen und redeten über sie. Minako seufze. Ihr geht das echt auf die Nerven. Als der Zug endlich da war, stieg sie ein und setzte sich weit ab von den Klassenkameraden.
Nach einer halben Stunde war sie an ihrer Zielstation. Auch hier musste sie von einem Stadtplan entnehmen wohin sie muss. Sie musste noch langen dahin laufen. Das Organisationsgebäude lag fern ab von allen, damit die Forschungen niemand anderen in Gefahr bringen.
Dort angekommen wurde sie gleich in Empfang genommen.
„Da bist du ja Minako. Hast du dich entschieden?“
„Ja Taida. Ich werde bei euch anfangen.“
„Sehr schön. Wo ist Kazuo?“
„Keine Ahnung. Ich will mit ihm nichts mehr zu tun haben.“
„Ist etwas vorgefallen?“
„Nichts gravierendes.“
„Na gut, dann komm ich zeige dir alles.“
Minako folgte dem großen Mann, der ihr alles zeigte und erklärte. Als sie in einem Konferenzraum ankamen wurde sie freudig von allen begrüßt. Sie bekam den Platz ihres Bruders. Minako setzte sich auf diesen Platz. Alle Mitarbeiter gaben ihr Unterlagen und Aufzeichnungen von den Ergebnissen und Erfahrungen die sie gemacht haben.
„Taida? Du meintest, dass es noch etwas gibt, womit wir es noch nicht zu tun hatten.“
„Ja richtig. Hoshido teile uns doch bitte deine Ergebnisse mit“
„Ja sehr gerne.“ Hoshido erhob sich von seinen Platz und stellte sich vor eine Tafel. An dieser zeigte er eine Aufzeichnung.
„Nun gut, wir haben es mit kleinen Parasiten zu tun, die sich in die Köpfe ihrer Opfer nisten. Das größte Problem ist, dass sie nicht neu sind.“
Die Angestellten begannen zu tuscheln,
„Ich bitte um Ruhe.“, ermahnte Taida. „Hoshido fahr fort.“
„Ja mache ich. Die Parasiten wurde bis lang nicht erforscht. Die Ärzte und Familienangehörigen haben uns ihre toten Familienmitglieder nicht freigegeben, damit wir die Parasiten untersuchen können.“
„Wieso Tote? Waren alle Betroffene gestorben?“, wollte Minako wissen.
„Ja ganz richtig Minako. Die Parasiten übernehmen die Kontrolle über den infizierten Menschen. Man selbst merkt es nicht. Mitmenschen können dies allerdings wahrnehmen. Der Mensch verändert stetig seine Persönlichkeit. Den Parasiten kann man mit einer Schizophrenie gleichstellen. Er sagt seinen Opfern was sie tun sollen. Wodurch die Infizierten schon viele Menschen umgebracht haben und letztendlich sich selbst.“
Schweigen im Saal. Alle schauten sich nachdenklich an. Das ist in der Tat ein sehr großes Problem.
„Wir müssen jemanden finden der solch einen Parasit in sich trägt, damit wir ihn untersuchen können.“
„Wie pflanzen sich diese Parasiten ein?“, fragte Minako.
„Das kann ich noch nicht sagen, da wir noch kein Exemplar vorliegen hatten. Wir gehen aber davon aus, dass sie es unbemerkt beim Schlaf machen und durch Gesichtsöffnungen zum Gehirn gelangen. Ich habe allerdings auch die Theorie, dass die Parasiten über den Mutterleib in ein Kind gelangen. Da man sie nicht sieht, können sie schnell mit gegessen werden.“
Minako nickte. „Verstehe... Wir brauchen unbedingt diese Art von Parasiten.“
Alle anderen stimmten zu.
„Wir beenden diese Sitzung erst einmal.“, sagt Taida.
Die Organisationsleute standen auf und verließen den Saal.
„Tut mir leid, dass du heute schon so viel erfahren musstest.“
„Schon gut Taida. Schaden kann es ja nicht. Ich muss jetzt erst einmal mein Schwert holen. Ohne bringe ich euch nicht viel.“
„Ja du kannst gleich gehen. Kommst du erst einmal mit zur Verwaltung? Wir müssen dir einen Ausweis ausstellen.“
„Ja.“
Minako folgte Taida wieder bis zur Verwaltung. Dort wurde ein Foto von ihr gemacht und somit auch der Ausweis fertig gemacht. Minako betrachtete ihren eigenen Organisationsausweis.
„Danke.“
„Gerne. Jetzt kannst du gehen. Ich melde mich, wenn wir etwas neues haben.“
„In Ordnung.“
Minako verabschiedete sich und ging. Sie machte sie auch den Weg zu Kazuo.


„Kazuo was tust du da? Was willst du mit dem Messer?“, fragte ihn seine Tante voller Angst in der Stimme.
Kazuo hielt ein Messer in der Hand. Seinen Kopf hielt er gesenkt, schaute sie aber trotzdem direkt an. Seine Augen waren leer. Man sah nicht einmal mehr seine Pupille. Sein Blick war finster, dabei grinste er.
„Kazuo!“
Er ging immer weiter auf sie zu. Als er nahe an sie dran war leckte er über die Klinge.
„Du hasst mich! Warum?“
„Warum? Du bedrohst mich mit einen Messer nur um zu erfahren, wieso ich dich hasse?“
„Ich will es wissen!“
„Willst du das?! Du Monster hast meine Schwester getötet!! Wegen deiner Geburt ist sie gestorben. Wie könnte ich dich dann nicht hassen?“, aus Angst schrie sie den Jungen an.
„Ist das so? Ich war das? Ich habe meine Mutter getötet?“
„Ja das hast du! Und vor ein paar Wochen ermordest du deinen Vater!! Wusstest du das?“
„Das war ein Parasit! Nicht ich!“. Kazuo kam schnell auf sie zu und schubste sie zu Boden. Er hockte sich über sie und hielt sie am Hals. Seine Tante schaute ihn Angsterfüllt an. Sie zitterte am ganzen Körper.
„Nein Kazuo du warst das...Kein Parasit...“
„Lügnerin!!“
Er stach mit dem Messer in ihren Arm. Seine Tante schreite vor Schmerz auf. Blut breitete sich auf dem Boden aus.
„Ich lüge nicht! Es war genau so! Du weißt doch nicht was du tust!“
„Ich weiß ganz genau was ich tue!“
Er stach ein weiteres Mal zu. Seine Tante fing an zu winseln. Ihn ließ es aber völlig kalt. Es interessierte ihn nicht.
„Ich hasse dich! Genauso sehr wie du mich immer gehasst hast!“
Er stach noch weitere Mal auf sie ein. Das Blut spritze ihm ins Gesicht, es floss am Messer hinab auf seine Hand. Es klopfte an der Tür. Wütend drehte er sich zur Tür. Ignorierte das Klopfe aber.
„HILFE!!“, rief seine Tante.
„Schnauze!“, er nahm das Messer an ihren Mund und zog durch. Ihre Wange riss auf.
An der Tür klopfte es energischer.
„Verschwinde!“
Tränen liefen über das Gesicht seine Tante. Kazuo ließ auch das kalt. Er stach immer wieder auf sie ein. Der Boden war mit Blut überseht und auch er war voll mit Blut. Seine Tante lag leblos da. Er hat sie umgebracht. Die Tür schlug auf und Minako stand in der Tür. Geschockt stand sie starr da und schaute das Monster über der Frau an. Nicht das Monster. Es war Kazuo.
„Was tust du da...?“
Kazuo stand auf und ging auf sie zu. Durch seine komplett leeren Augen sah er noch unheimlicher aus, als sonst schon.
„Du stehst mir im Weg!“
Kazuo stand direkt vor Minako und schaute zu ihr hinab.
„Ich könnte dich ohne zu zögern umbringen!“
„Wieso tust du das? Was ist mit dir los?“
„Nichts ist mir los! Mit mir ist alles bestens!“
Kazuo seine Stimme hörte sich rauer an als sonst. Er war richtig furchteinflößend.
„Hör auf damit Kazuo. Du bist doch nicht du selbst.“
„Natürlich bin ich da.“
Kazuo holte mit seinem Messer aus und wollte gerade zuschlagen. Minako schaltete aber schnell und trat ihn in den Bauch. Er ging zu Boden und schaute sie wütend an. Sie ergriff die Chance und lief hoch, um ihr Schwert zu holen. Kazuo war ebenfalls schon auf dem Weg.
„Du wagst es dich vor mir weg zu rennen.“
Er stand wieder vor ihr und schaute sie an.
„Mit einem Messer komme ich wohl nicht mehr gegen dich an.“, seine Stimme wirkte herablassend. „Dann muss ich mir wohl anders helfen.“
Aus seiner Jacke holte er seine Pistole und zielte direkt auf Minakos Kopf. Minako stand starr da mit dem auf Kazuo gerichteten Katana.
„Damit kommst du nicht durch Kazuo. Lass den Schwachsinn.“
„Welcher Schwachsinn?“
Er drückte ab. Schoss aber Millimeter an ihrem Kopf vorbei. Minako bekam es mit der Angst zu tun. Sie lief mit ihrem Schwert auf ihn zu. Sie holte aus und wollte zu stechen. Kazuo schlug die Klinge mit seiner Pistole weg. Dadurch rempelte sie gegen ihn, wodurch sie ihn die Treppe runter schubste. Sie erschrak, dabei wie er die Treppe hinunter rollte.
„Kazuo...“
Er lag regungslos auf dem Boden. Minako machte sie sorgen. Sie ging ein paar Stufen die Treppe runter, als er sich plötzlich bewegte. Ohne richtig aufzustehen schoss er schon wieder auf Minako. Sie wehrte die Kugeln mit ihren Schwert ab. Dabei ging sie die Treppe weiter runter.
„Kazuo hör auf! Es hat keinen Zweck!“
Kazuo wurde immer wütender. Er zückte wieder sein Messer und wollte ausholen, als Minako vor ihm stand. Blitzschnell reagierte Minako und stach ihm in die Seite. Er spuckte dabei Blut und fiel nach vorne.
„Du verdammtes Gör.“
„Es war nötig. Du wirst nicht dran sterben, aber möglicherweise gleich bewusstlos werden.“
„Du kannst mich mal...“
Er wollte sich noch auf rappeln, was ihm gelang. Im gleichen Moment fiel er zur Seite auf den Boden. Erleichtert atmete Minako aus. Sie schaute zu seiner Tante und überlegte,was sie nun tun sollte. Sie beschloss die Organisation anzurufen. Unter Kazuo entstand eine Blutlache.

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