Part 9

„Ich geh schon. Ist für mich“, rief Flo laut, als sie die Treppe herunter spurtete und zur Haustür eilte, „Beth!“, öffnete sie schwungvoll die Tür, griff nach ihrem Arm und zog sie hinein.

„Dir auch Hallo“

Lachend zog sich Beth die Schuhe aus und stellte sie ordentlich zur Seite.

„Jetzt bin ich aber echt gespannt, was du zu erzählen hast.“

„Komm mit“, lief Flo zur Treppe vor und deutete ihrer Freundin an, ihr zu folgen.

Nervös, da sie keine Ahnung hatte, wie ihre Freundin gleich reagieren würde, stieg sie tonlos vor ihr die Stufen hinauf.

Sie hatte das Ende der Treppe beinahe erreicht, als sich Scott plötzlich an ihr vorbei quetschte. Verwundert sah sie ihm hinterher. Wo kam der denn so plötzlich her? Er machte doch sonst auch einen Lärm, als würden hundert Elefanten durch ein Porzellangeschäft poltern.

„Oh H-hallo. Wusste gar nicht … dass du heute hier bist“, stammelte er zu Beth, blieb stehen und fuhr sich mit der Hand durch seine Haare.

„Hey Scott. Schön dich zu sehen“, begrüßte sie ihn und lächelte verlegen.

Schweigend sahen sich die beiden an und verdutzt hob Flo eine Augenbraue in Höhe. Hatte sie etwas verpasst? Da aber keiner von beiden irgendetwas sagte, räusperte sie sich schließlich und sah zwischen den beiden hin und her.

„Also“, zog sie da Wort extra in die Länge und blickte dabei zu Beth, „Wollen wir dann?“

„Ja natürlich … Bis dann Scott.“

Zögerlich winkte Beth und so holperte Scott, nun wieder ganz typisch, die Treppe herunter.

Etwas verwundert über diese Situation, ging Flo dann aber auch weiter, steuerte ihr Zimmer an und öffnete die Tür. Sofort, als Beth die Türschwelle überquert hatte, warf sie die Tür wieder zu und griff erneut nach ihrem Arm.

„Pass auf. Am Besten setzt du dich.“

Ohne auf eine Antwort seitens ihrer Freundin zu warten, schob sie diese zum Schreibtisch und bugsierte sie auf dem Stuhl.

„Ich weiß gar nicht, wo ich genau anfangen soll … “, begann sie in ihrem Zimmer hin und her zu tapern und fuchtelte dabei wild mit ihren Armen in der Luft herum, „Dieser Liam … Ich weiß ich soll mich von ihm fernhalten. Aber ständig rassel ich mit ihm zusammen. Und, wie du weißt, ist er ja mein Laborpartner in Chemie. Und dann vor ein paar Tagen …“

Flink huschte sie zurück zu ihrem Schreibtisch, zog den Zettel hervor und hielt ihn Beth vor die Nase.

„Hab ich das hier bei ihm, naja, gefunden. Es guckte aus seinem Rucksack heraus und ich hab es, ohne, dass er davon etwas mitbekam, mitgenommen.“

„Du hast es ihm geklaut?“, mit großen Augen sah Beth auf das Stück Papier, „Was ist das?“

„Ja gewissermaßen habe ich es ihm geklaut … Das ist genau der Punkt. Ich weiß es nicht. Aber jetzt kommt es. Er hat natürlich herausgefunden, dass ich es genommen habe und seitdem verfolgt er mich und will natürlich, dass ich es wieder herausrücke. Dieses Ding da scheint ihm sehr wichtig zu sein.“

Ohne ein Wort zu sagen, hörte Beth ihr weiter zu und betrachtete dabei das Blatt Papier.

„Ich hab ihm gesagt, dass ich es nicht habe. Und nun droht er mit ständig. Und vorher hat er mir auch schon immer gesagt, ich soll mich aus Sachen heraushalten, die mich nichts angehen würden. Der hat definitiv etwas zu verbergen. Hier, sieh dir das Mal an.“

Ernst tippte Flo auf das nachgemalte Tattoo und so drehte sich Beth mit dem Stuhl zu ihr herum.

„Dieses Tattoo. Auf seinen Nacken. Er scheint es zu verstecken. Sonst würde er doch sonst nicht ständig eine Kapuze über seinen Kopf tragen.“

Laut pustete Beth aus und lehnte sich zurück gegen die Stuhllehne.

„Meinst du nicht, du deutest da zu viel hinein? Und Liam ist einfach ein Spinner?“

Arme verschränkend lehnte sich Flo nun gegen ihren Schreibtisch.

„Das glaube ich nicht. So, wie er sich verhält, steckt da mehr dahinter. Er hat sogar meinen Spind, um nach dem Zettel zu suchen, aufgebrochen. Außerdem hat er meine Tasche durchwühlt. Wo ich immer noch nicht weiß, wie er das geschafft hat“, murmelte sie den Rest und tippte sich nachdenklich gegen ihr Kinn.

„Was? Warum meldest du das nicht dem Direktor?“

„Ich hab doch keine Beweise. Am Schrank kann man nichts erkennen. Daher konnte ich mich auch heute nicht aufs Training konzentrieren. Ständig musste ich daran denken.“

Seufzend lief sie zu ihrem Bett herüber und ließ sich stöhnend herauf fallen.

„Das war heute?“

„Mhm.“

„Und du bist dir sicher? Ich meine, wenn man keine Spuren sieht?“

Mit einem Satz stand Flo wieder auf ihren Füßen und sah ihre Freundin mit großen Augen an.

„Ja ganz sicher. Ich habe ihn gestern dabei erwischt, wie er es schon vorgehabt hatte. Er stand vor meinen Spind und schien ihm gut zu zureden wollen. Keine Ahnung, wie er das gemacht hat, aber irgendwie hat er ihn aufbekommen.“

Schweigend nahm Beth die beiden Zettel in die Hand und ließ außer einem kleinen Seufzer nichts von sich hören.

Angespannt begann Flo an ihren Fingernägeln zu knabbern. Sie wusste selbst, dass es keine schöne Angewohnheit war, und eigentlich hatte sie es sich auch schon längst abgewöhnt gehabt, aber wenn sie total gestresst war, kam es immer wieder durch. Genauso, wie jetzt.

Nervös tippte sie mit ihrem Fuß auf dem Boden herum und musterte Beth, die immer noch kein Sterbenswörtchen von sich gab und stattdessen immer noch diese verdammten Zettel anstarrte.

„Was sagst du?“, platzte es jetzt aber doch aus ihr hinaus und fragend warf sie ihre Arme in die Höhe.

„Puh. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Das klingt schon alles sehr seltsam. Was ist, wenn du ihm einfach den Zettel zurückgibst und dich entschuldigst? Dann lässt er dich bestimmt in Ruhe.“

Daran hatte sie ja selbst schon gedacht. Aber damit war die Sache mit Sicherheit nicht gegessen. Nicht, wie sich Liam verhielt. Was wenn er dachte, sie würde verstehen, was darauf stand und wäre hinter sein Geheimnis gekommen? Und das hatte er. Definitiv. Nein, das ging nicht.

„Ich glaube, er ist gefährlich. Er hat mich schon bedrängt, und nicht nur einmal. Wer weiß was er macht, wenn ich es zugebe, dass ich diesen verdammten Zettel habe?“

Beth schien kurz zu überlegen und stirnrunzelnd hielt sie das Blatt von Liam in die Höhe.

„Ich schätze, da hast du recht. Was glaubst du, was das ist?“

„Ich weiß es nicht. Ich kam schon auf die Idee, keine Ahnung, vielleicht irgendeine Beschwörungsformel oder so etwas? Guck mal, das sieht doch aus, wie Formeln oder?“

Skeptisch runzelte Beth ihre Stirn. Flo konnte es ihr nicht verübeln. Für sie klang es ja genau so absurd.

„So mit Magie und so?“

Fragend zuckte Flo mit ihren Schultern und tippte dann auf das Blatt mit dem Pentagramm.

„Keine Ahnung. Mir kam schon der Gedanke, dass er in irgendeiner Sekte wäre. Ich meine, wer hat denn so ein Tattoo?“

Mit weit aufgerissenen Augen starrte ihre Freundin sie nun an, ließ das Blatt mit dem Pentagramm fallen und griff nach ihrer Hand.

„Oh Gott. Pass bloß auf dich auf. Nicht, dass du nachher verschachert wirst. So, wie dieses andere Mädchen.“

Ja genau, da war ja noch etwas, schoss es ihr durch den Kopf. Was hatte es mit diesen Mädchen auf sich, mit den er immer gesehen wurde? Wurde diese wirklich verschachert und wenn nicht, warum sah man sie nicht mehr? Ein eiskalter Schauer durchfuhr sie. Was wenn sie sogar … Doch bevor sie ihren Gedanke weiter spinnen konnte, klopfte es an ihrer Tür und verwundert sah sie herüber.

„Ja?“

Die Tür wurde geöffnet und augenblicklich blitzten ihr blonde Locken entgegen. Verwundert blickte sie in das grinsende Gesicht ihrer Mutter. Was wollte sie denn jetzt?

„Häschen.“

Böse blickte sie sie nun aber an. Schon so oft hatte sie ihr gesagt, dass sie sie so nicht nennen sollte, wenn sie Besuch hatte. Immer wieder machte sie das. Besonders peinlich war es aber, als sie Riley zum allerersten Mal mit nach Hause gebracht hatte. Sie könnte immer noch im Erdboden versinken, wenn sie daran zurückdachte.

„Mum.“

„Entschuldige.“

Über beide Ohren strahlend, tänzelte sie jetzt regelrecht in ihr Zimmer hinein und hielt verschwörerisch ihre Hände hinter dem Rücken.

„Hallo Beth“, begrüßte sie ihre Freundin kurz und stellte sich dann erwartungsvoll vor sie, „Freitag ist ja der große Tag nicht?“

Stöhnend legte Flo ihren Kopf etwas schief. Sie wollte ja nicht unhöflich zu ihrer Mutter sein, aber sie hatte gerade ganz andere Sachen im Kopf, als dieses Spiel.

„Genau. Sonst noch was?“, entgegnete sie daher nur knapp und hoffte, dass ihre Mutter schnell wieder das Zimmer verlassen würde.

„Da ich weiß, dass ihr immer noch die gleichen Uniformen tragt, wie wir damals, habe ich auf dem Dachboden ein wenig in meinen Kisten gekramt und die hier gefunden.“

Freudig hielt sie ihr nun eine weiße Schleife für die Haare vor die Nase. Prompt klappte Flo daraufhin die Kinnlade herunter. Ihre Mutter war extra für sie auf dem Dachboden herumgekrakzelt, damit sie ihr ihre Schleife von damals geben konnte? Auch wenn sie es selbst nicht so wichtig fand, wusste sie dennoch, wie viel ihrer Mutter das Ganze bedeutete und war augenblicklich tief gerührt.

„Wow Mum.“

„Ich weiß, du hast eine Neue. Aber …“

Ohne ihre Mutter aussprechen zu lassen, sprang sie ihr in die Arme und drückte sie fest an sich.

„Danke.“

Liebevoll legte ihre Mutter ebenfalls die Arme um sie herum und bettete ihr Kinn in ihren Haaren.

„Ich hoffe, sie bringt dir genauso viel Glück, wie mir damals.“

„Ich hoffe es.“

Inständig hoffte sie, dass sie das hinbekommen würde. Sie wollte ihre Mutter doch nicht enttäuschen, aber sie besaß nun mal nicht das Talent, was sie hatte. Und bisher klappte es ja auch alles andere als gut. Leise seufzend schob sie diesen Gedanken wieder beiseite. Sie musste einfach ihr Bestes geben.

Lächelnd lösten sie sich voneinander und ihre Mutter fuhr ihr kurz durch die Haare.

„So, dann lass ich euch beiden Hübschen Mal weiter quatschen.“

Grinsend stupste sie Flo gegen die Nase und war gerade im Begriff sich wieder herumzudrehen, als ihr Blick auf das Blatt von Liam fiel, das Beth immer noch in ihrer Hand hielt.

Panisch begann Flo sich schon die wildesten Ausreden über dieses Blatt einfallen zu lassen und wollte gerade irgendetwas sagen, als ihre Mutter auch schon fragend ihren Kopf schief legte.

„Seid wann habt ihr denn Griechisch in der Schule?“

Verdutzt sahen sich Flo und Beth mit großen Augen an. Wovon sprach ihre Mutter da bitte? Griechisch?

„Was?“, war das einzige Wort, was sie zustande brachte und starrte einfach nur ihre Mutter an.

„Na, das ist doch Griechisch, da auf dem Zettel. Oder nicht? Warum hast du denn gar nichts erzählt.“

Beth hatte offenbar schneller ihre Sprache wieder gefunden, als sie und stand nun aufgeregt auf.

„Sie sagen also, dass das Griechisch ist?“

Verlegen kratzte sich ihre Mutter an ihrem Kopf und betrachtete erneut das Stück Papier.

„Nun ja, es sieht etwas anders aus, als ich es kenne, aber ich denke, es ist vielleicht Altgriechisch oder so? Wir hatten damals mal einen Austauschschüler aus Griechenland in der Schule. Nicht, dass ich wüsste, was da steht. Aber ich habe solche Buchstaben, naja so ähnliche zumindest, bei ihm mal gesehen gehabt. Warum fragt ihr? Wo habt ihr das denn her?“

Schnell griff Flo nun nach dem Zettel, warf ihn auf ihren Schreibtisch und zog dann, so als wäre es das Normalste auf der Welt, ihre Schultern in die Höhe.

„Ach. Jon hat behauptet, mit den haben wir Geschichte zusammen, dass wir nie herausfinden würden, was das für eine Sprache ist. Also Beth, ich glaube, da schuldet uns jemand nun wohl zehn Dollar.“

Kurz wurde sie von ihrer Mutter gemustert und für einen winzigen Moment hatte sie glaubt, ihre Mutter würde noch weiter nachhaken, doch zu ihrer Erleichterung, drehte sich diese nur schmunzelnd herum und verließ mit den Worten, diese Jugend von heute, wieder ihr Zimmer. Augenblicklich, als die Tür von außen wieder geschlossen wurde, atmete Flo erleichtert auf.

„Wer ist Jon?“ lachte Beth und griff erneut nach dem Zettel, „Griechisch also.“

„Sieht so aus.“



Müde schlurfte Flo am nächsten Morgen hinter ihrem Bruder her. Die halbe Nacht hatte sie noch gegrübelt und versucht irgendetwas herauszufinden, was auf diesen Zettel stehen könnte. Doch wirklich weiter kam sie nicht. Egal, in wie viele Suchmaschinen sie auch versuchte diese Zeichen hineinzugeben.

Seufzend gähnte sie ein weiteres Mal an diesem Morgen und erreichte die große Eingangstür der Schule, vor der Beth schon stand und auf sie wartete. Doch bevor sie sie erreicht hatte, um sie zu begrüßen, preschte ihr Bruder auf ein Mal vor.

„Guten Morgen“, fiepste er und irritiert sah sie ihren Bruder an.

Seit wann fiepste ihr Bruder bitte? Sie kannte es zwar von sich selber gut genug, wenn sie Riley traf, aber von ihm hatte sie solch Töne noch nie gehört.

„Hey. Dir auch einen guten Morgen“, erwiderte nun ihre Freundin und drehte lächelnd eine Strähne aus ihrem Zopf zwischen ihren Fingern.

Als dann auch noch Scott anfing sich verlegen an seinem Kopf zu kratzen, fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Deswegen hatte er wegen Emma so einen Aufstand gemacht. Er wollte nicht, das Beth nachher dachte, dass er was für Emma übrig hatte. Schmunzelnd begrüßte sie Beth und lief an den beiden vorbei.

„Ich geh schon mal vor.“

Grinsend trottete sie den langen Flur entlang. Dass ihr das nicht früher aufgefallen war. Auch, wenn sie noch nicht wusste, was sie davon halten sollte, dass ihr Bruder und ihre Freundin offenbar zueinanderfanden, freute sie sich für die beiden. Sie passten auch irgendwie gut zusammen. Stöhnend fiel ihr dann aber auch wieder ein, dass sie das Emma wirklich irgendwie verklickern musste, dass ihr Bruder sie nicht niedlich fand. Sofort begann sie zu überlegen, wie sie das am Besten machen sollte, als sich plötzlich ein Arm über ihre Schulter legte. Erschrocken zuckte sie zusammen, doch, als sie bemerkte, zu wem dieser Arm gehörte, entspannte sie sich wieder. Schnell streckte sie sich zu ihm herauf, küsste ihn zur Begrüßung und schmiegte sich an ihn heran. Irritiert blieb Riley allerdings stehen und schien sie besorgt zu mustern.

„Geht es dir gut?“

„Ja, hab nur nicht gut geschlafen die Nacht … Essen wir heute wieder zusammen?“, versuchte sie schnell das Thema zu wechseln und nickend griff er nach ihrer Hand und lief zum Glück wieder weiter.

Sie hatten beinahe ihren Spind erreicht, als es ihr eiskalt den Rücken herunter lief und sie sich augenblicklich beobachtet fühlte. Schwer schluckte sie und sah vorsichtig in die Richtung eines bestimmten Schrankes und sofort blickte sie in grüne Augen, die sie boshaft anstarrten. Ängstlich drückte sie Rileys Hand etwas fester und rückte ganz nah an ihn heran. Ohne Liam weiter zu beachten, lief sie an ihm vorbei und konnte regelrecht seinen bohrenden Blick auf sich spüren. Doch sie würdigte ihn keines Blickes mehr. Stattdessen sah sie stur zu Riley hinauf, der sie nun wiederum erneut verwundert betrachtete. Sie musste dringend auch mit ihm sprechen, wurde ihr in diesem Moment klar und so zog sie ihn eilig weiter zu ihrem Spind.

„Was machst du denn heute nach dem Training?“

Lässig stützte er sich mit seinem Ellenbogen gegen die Schränke und verzog traurig seine Miene.

„Da morgen das Spiel ist, haben wir extra Training und danach sitzen wir noch zusammen.“

Leise seufzte sie aus. Das hatte sie komplett vergessen. Scott hatte ihr ja schon so etwas gesagt, weshalb sie heute blöderweise mit dem Bus zurück nach Hause fahren musste.

„Stimmt. Hab ich vergessen.“

„Nachdem wir gewonnen haben, feiern wir noch ein wenig zusammen. Aber zum Glück mit euch zusammen“, grinste er und Flo konnte nur lachend den Kopf schütteln.

„Dazu müsst ihr die anderen aber erst mal schlagen und ich habe gehört, dass die richtig gut sein sollen.“

Empört plusterte sich Riley auf und baute sich vor ihr auf. Allerdings hatte er große Mühe sein Grinsen zu verstecken.

„Glaubst du etwa nicht an uns? Und das nennt sich einer unserer Cheerleader.“

„Nein, natürlich gewinnt ihr.“

Zwinkernd zog sie ihr Schulbuch heraus und warf die Schranktür wieder zu.

„Das will auch meinen. Aber der Samstag gehört ganz dir, wenn du möchtest.“

Sie wollte ihm gerade antworten, aber ein lautes Rufen von Beth ließ sie stattdessen den Flur entlang sehen.

„Na dann Sweetie. Ich glaube, da möchte jemand etwas von dir.“

„Mhm“, murmelte sie bloß leise und beobachtete ihre Freundin, wie sie außer Atem vor ihr stehen blieben.

„Bis nachher“, gab ihr Riley einen Kuss auf die Stirn und steuerte seinen Kumpel an, der einige Meter entfernt stand.

„Flo. Warum. Wartest. Du. Denn. Nicht“, keuchte sie außer Atem, als wäre sie einen Marathon gelaufen, „Muss. Was gefunden. Tattoo.“

Panisch riss sie ihre Augen auf, blickte an ihr vorbei in Richtung Liam und stellte zu ihrem Bedauern fest, dass er sie immer noch beobachtete. Musste er nicht selbst in seine Klasse, stöhnte sie innerlich und blickte wieder zu Beth.

„Psst. Nicht hier. Lass uns in den Klassenraum gehen“, flüsterte sie ihr leise zu.

Beth verstand sofort und, ohne ein weiteres Wort zu sagen, liefen die beiden los.

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beta
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