Prolog

Brook Souther. Das bin ich. Schon als ich klein war, wurde ich darauf trainiert eines Tages ein ausgezeichnete Spionin zu werden und eines Tages für den Präsidenten zu Arbeiten. Wie ich zu dem Job kam? Durch meine Eltern. Sie sind ebenfalls beide Spione und haben sich auf ihrer ersten gemeinsamen Mission in Kanada kennen gelernt. Meine Mutter hat mir oft davon erzählt und ich kann ihre Schilderungen schon fast komplett auswendig und Wort für Wort wiederholen.

Sie erzählt es immer in etwa so:"Es war ein kalter Wintertag. Ich war jung, aber nicht auf der Suche. Die Nacht hatte ich in der Organisation verbracht und ununterbrochen trainiert, da am nächsten Morgen meine erste Mission mit einem Spion anstand, der aus einer Partnerorganisation , und somit nicht aus meiner stammte. Ich wollte fit sein und den, wahrscheinlich deutlich älteren Spion, beeindrucken. Etwa gegen Mittag wurde ich dann ins Büro meines Chefs gerufen, um von ihm alle wichtigen Informationen für meine Mission zu bekommen und endlich meinen Partner, auf den ich schon sehen süchtig wartete, kennen zu lernen. Als mir mein Chef alles erklärt hatte, rief er den Spion hinein und da stand er. Dein atemberaubender Vater. Er hatte-" Genau an dieser Stelle unterbreche ich sie jedes Mal und lasse sie nicht fortfahren, da ich um ehrlich zu sein keine große Lust auf das Geschwärme meiner Mutter darüber wie toll mein Vater gewesen sei anhören will. Mein Dad ist zum Glück nicht sentimental und hat mir an ihrer Stelle das Ende verraten. Die Geschichte geht einfach so weiter, dass sie auf ihrer Mission ein Liebespaar spielen sollten und sich dann auch im echten Leben verliebt haben. Ich weiß. Albern! Aber das ist wahrscheinlich gut, denn sonst gäbe es mich ja nicht.

Nun aber wieder zu mir. Ich habe schon früh gelernt zu kämpfen und konnte einem Erwachsenen Mann mit sieben Jahren bereits den Arm brechen. Wenn ich heute so darüber nachdenke habe ich es eigentlich ziemlich umständlich gemacht. Heute kenne ich schließlich fünfundzwanzig verschiedenen Arten einen Knochen zu brechen und die die ich damals benutzt habe war die umständlichste und zeitaufwändigste. Wenn ich mich recht erinnere habe ich damals etwa dreißig Sekunden gebraucht. Heute sind es nur noch siebzehn. Der Rekord liegt bei drei Sekunden, doch selbst den werde ich noch irgendwann knacken, denn ich bin erst sechzehn und da habe ich noch massig Zeit zum Üben. Ja, ihr habe richtig gehört. Ich bin sechzehn Jahre alt und trotzdem war ich noch nie auf einer Schule. Jedenfalls auf keine richtigen mit einer Cafeteria, einer Bücherei und Club. Ich muss zwar trotzdem lernen und Hausaufgaben machen, aber halt nicht so wie die meisten anderen Schüler. Ich habe nämlich einen Hauslehrer. Er heißt James und ist eigentlich ganz schnucklich, aber nein er ist nicht mein Freund. Um ehrlich zu sein ist er viel zu alt für mich. Er ist fünfundzwanzig und ein Freund meiner Mutter. Woher sie ihn kennt weiß ich nicht, aber sie hat guten Geschmack. Obwohl sich viele Jugendliche, die nicht gerade Teenspione sind, über die Schule beschweren und sie gerne gegen meine Privatlehrer tauschen würden, wäre ich manchmal gerne ein ganz normales Mädchen und würde auf eine normale High School gehen, doch das wird mir wohl auf ewig verwehrt bleiben. Oder?


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