Rooibos-Tee

In der großen Hitze Afrikas
beginnt ein so schon kleiner Teich zu schwinden.
Schon lange Zeit wächst dort kein Gras.
Für Tiere ist der Ort kaum mehr zu finden.

Und nur ein dürrer, karger Strauch
nährt sich noch vom tümpel-gleichen Nass.
Der Wind gleicht höchstens einem Hauch
und die Blätter sind ganz blass.

Schon verliert ein dürrer Ast
ein weit'res totes Blatt,
das in den Tümpel sinkt ganz ohne Hast.
Gleich ist das Wasser wieder glatt.

Dann färben sich die letzten klaren Tropfen,
aus dunkelgrau wird bräunlich-rot.
Es ertönt ein plötzlich' Klopfen
und Regen strömt, verhindert Tod.

Und während sich die Regenwolke weitet,
wird aus dem kleinen, trocknenden See,
der sich immer mehr ausbreitet,
ein bernsteinfarb'ner Rooibos-Tee.

Kommentare

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    Part II : Auf DIE Idee muss man erst mal kommen! Wunderschön umgesetzt!

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    Ich finde deine Tee-Gedichte wirklich toll! Die Idee ist auf den ersten Blick etwas verrückt, aber du setzt das echt super um. Mir hat es sehr gut gefallen, wie du die Herkunft des Rooibos‘ mit dem Aufgießen des Tees verbunden hast. Ich bin positiv überrascht! :D

  • Author Portrait

    Gefällt mir gut. Toll geschrieben! :)

  • Author Portrait

    Sehr schön beschriebene Bilder :D Weiter so!

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Feenstaub

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