Ich wäre gern am Meer und schriee in den Wind. Ich vergrübe gern die Zehen im Schlick des Watts und riefe nach den Möwen, die sich weit oben in den Luftströmungen wiegen: „Nehmt mich mit, ich will dieses Leben nicht mehr! Schaut her, ich strecke die Arme zum Himmel, kommt und holt mich ab, ich will hier nicht mehr sein!“
Mit geschlossenen Augen warte ich, öffne sie, als nichts geschieht, bin immer noch in meinem Wohnzimmer.
Hier hat ein Schrei keinen Raum, zu viele Nachbarn hörten zu.
Sehnsucht und Einsamkeit setzen sich Hand in Hand auf das abgewetzte Sofa in meinem Inneren.

Kommentare

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    Ein schöner Text, der die Stimmungslage gut beschreibt. Nur der Zusammenhang zum Titel wird mir nicht ganz deutlich. Ist das bei dir denn ein typisches Samstagabend-Gefühl?

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    Auch mir hat die Wendung gefallen und ich wünsche dir, dass die Sehnsucht irgendwann zur Realität wird ;)

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    Doch ja, zak hat das gut kommentiert! Bleibt zu wünschen, dass sich einst die große Liebe auf dein Sofa legt...

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    Wow. Schöner Text. Überraschende Wendung, die aber sehr gut passt. Schöne Wortwahl. Topp.

beta
Feenstaub

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