Im weißen Flug
über ferne Weiten
trotzt der Vogel
allen Zeiten.

Hinweg über Bäume,
Flüsse, Seen.
Sie sind unterm Weißen
kaum zu seh'n.

Die Gräber sind still,
der Kirchturm erklingt.
Der Vogel fliegt weiter,
von Hoffnung beschwingt.

Im Süden ist's warm.
Dort ist er nun bald.
Die Sehnsucht ihn leitet.
Hier ist zu kalt.

Da ertönt ein Schuss.
Es tropft das Rot.
Der Vogel stürzt nieder.
Die Hoffnung ist tot.

Kommentare

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    Ich sehe darin sowohl Natur als auch Lebenssymbolik - traurige Symbolik allerdings. Der Vogel - die Hoffnung - stirbt...Eindrückliche Bilder, die du einmal mehr zeichnest!

  • Author Portrait

    ein schönes Bild, welches du vom Winter malst. Ein/Zwei kleine Tipps: 4. Zeile: alleN Zeiten und in der zweiten Strophe würde ich eine klingende Glocke wehlen, die Kirche an sich kann nicht klingen. So weiß man besser, was gemeint ist, ohne noch einmal drüber nachdenken zu müssen. Ich würde auch "von Hoffnung beschwingt" sagen, das klingt etwas schöner. Ansonsten ein tolles Werk und sicher eine Wintermedaille wert ;)

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Feenstaub

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