Der laue Wind fährt durch das Blätterdach, das leise und kraftlos raschelt. In sich trägt er den kühlen, dumpfen Hauch des nahenden Herbstes. Das satte Grün des Sommers beginnt zu verblassen und ein einzelnes Blatt löst sich aus der Krone der alten, knorrigen Eiche.
Matt sinkt es zu Boden, tanzend auf der sanften Brise, hinab auf das ausgedörrte Gras einer weiten Wiese, wo es liegen wird, bis der Atem des Herbstes es erfasst und hinfort weht. Bis es zu einer Erinnerung wird, nicht weit entfernt und doch unerreichbar. Zu einem Traum der Eiche, im tiefen Schlummer, bis zum Erwachen im Sommer.

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Feenstaub

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