Das Schweigen ist ungebrochen.
Nach wie vor sonnt sich alles 
in kalten Farben. 

Immer ungeduldiger warten wir
bis ein neuer Stern aufgeht - 
wärmer, nicht mehr so matt.
Bis diese milchigen Schleier 
endlich ausgewaschen werden 
und sich die Sicht in den Himmel schärft. 

In den Schatten der Nordseiten,
leben die Schneefelder noch lange.
Durch die offenen Fenster zieht
die kalte Luft zäh hinein und lahmt über 
die Böden, so als hätte der Winter 
alles noch ganz fest im Griff, 
als ob es keine Zweifel gebe,
dass sich jemals etwas ändern könne. 

In der späten Wintersonne wagen
sich auf den Südseiten die ersten 
Krokusse ans Licht.
Sie frieren, aber das sind sie gewohnt.
 
Ganz unbeirrt warten sie auf den Tag-
an dem ein neuer Stern aufgeht. 

Kommentare

  • Author Portrait

    Hallo Lukas Ich bin noch recht neu hier und beim ersten Durchstöbern des Forums auf dieses Werk hier aufmerksam geworden. Ich persönlich mag den Winter sehr, weshalb es mich interessiert hat, wie deine Gedanken dazu so sind. Meiner Meinung nach hast du die spätwinterliche Stimmung gut eingefangen, diese Momente, wenn der Winter zwar noch alles fest im Griff hat, die Natur darunter aber trotzdem langsam zu erwachen beginnt... Weiter so ;) es muss nicht immer ein Roman sein, hin und wieder ist es einfach schön, auch mal solche Gedanken zu lesen. Liebe Grüsse und noch einen schönes Wochenende Schattenwolf

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media