Summer Nights [14]

Kornblumen

Schweigend ging ich neben Andy her. Ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Immerhin hatte er mich gebeten, diesen Spaziergang mit ihm zu machen.

Es war heiß und die Kornfelder brannten mit ihrem satten Gold in meinen Augen.

»Also...«, setzte Andy an, als mir etwas ins Auge fiel.

»Schau mal, Kornblumen. Da ist alles voll davon!« Ich pflückte ein paar und hielt dann eine an Andys Gesicht.

»Genau deine Augenfarbe, oder?«

Anstatt etwas zu sagen, ergriff er mein erhobenes Handgelenk und küsste mich. Inmitten von Getreidefeldern und Kornblumen.

Die Frage nach dem Grund für den Spaziergang fiel also aus!


Badehandtuch

Ich liebte diese Tageszeit schon immer am meisten. Der Abend hatte die elende, klebrige Hitze mit sich genommen und nur eine milde Wärme dagelassen.

Barfuß und in Shorts, die Haare noch nass vom Duschen, saß ich auf der Terrasse, das Badehandtuch leicht um die Schultern geworfen.

Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden in diesem typischen orangenen Sommerlicht und die Grillen, Zikaden und Frösche begannen ihr Konzert.

Frieden erfüllte mich, ein Gefühl, als gäbe es nichts Schlechtes da draußen. Als gäbe es nur mich und mein Handtuch auf einer Insel aus Wärme und orangenen Licht.

Und die Aussicht auf eine weitere milde Sommernacht.


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Feenstaub

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