Summer Nights [8]

Strand

»Treffen wir uns am Strand?«, hatte er mich gefragt, mit einem Lächeln von einem Ohr zum anderen. Ich wagte nicht, mir meine Freude ansehen zu lassen, als ich nickte. Den ganzen Tag hatte ich darauf hingefiebert, dass es soweit sein würde. Zählte ungeduldig die heißen Stunden des Tages.


Nun hockte ich hier am Strand und war allein. Er war nicht aufgetaucht. Mit einem Stock malte ich Kreise in den Sand und sah der Sonne beim Sinken zu.

Mit bleiernder Schwere kam die Erkenntnis, dass er mich versetzt hatte. Oder gar nicht vor hatte, zu kommen.

Meine anfängliche Freude war verpufft.


Gewitter

Ein lautes Krachen gefolgt von einem hellen Lichtblitz ließ mich zusammenfahren. Der Himmel draußen vor dem Fenster wurde mit einem Schlag dunkel. Fest ergriff ich den Besen und trat an die Scheiben.

»Na toll, jetzt regnet es auch noch, wo wir endlich fertig sind mit Putzdienst«, murrte Marco, der als Einziger mit mir dageblieben war, um das Klassenzimmer zu putzen.

»Ein Sommergewitter.« Ich wagte nicht, ihn zu lange anzusehen. Ich wollte nicht, dass er meine roten Wangen bemerkte. Er öffnete eines der Fenster und der Duft des Regens kam herein.

»Und was machen wir jetzt?«

»Wir ... könnten uns unterhalten?«


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Feenstaub

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