Kein Windhauch dringt hinein,
wo mein kaltes Herz im kalten Grabe
auf einer Totenbahre
ruht auf nassem Stein.
Kalt ist meine bleiche Haut
Kalt und starr sind meine Knochen,
auf Erlösung hoffend
vom fahlen Fels umbaut.

Doch wenn der Mond scheint,
kommt er zu mir.
Ein Hauch von Leben
in der bitteren Unendlichkeit.
Und wenn der Mond scheint, 
ist er bei mir.
Vom Tod getrennt
und doch vereint.

Körper welche sich im Tanze neigen,
 sich in Ekstase winden.
Ich kann keine Ruhe finden
beim Klang der Geigen.
Wein fließt durch die Adern
durchtränkt den Körper wie den Geist
mir wird kalt und heiß
ich will nicht länger hadern.

Denn wenn der Mond scheint,
komm ich zu dir.
Bin das Licht
in deiner Dunkelheit.
Und wenn der Mond scheint,
bin ich bei dir.
Vom Tod getrennt
und doch vereint.

Türen öffnen sich zum Monde hin,
Luft durchströmt die Kammer,
löst die Klammer
in der ich gefangen bin.
An des langen Schlafes Schluss
öffnet sich der Sarkophag.
Am kalten Grab;
ein warmer Kuss.

Jetzt da der Mond scheint
ist er bei mir.
Von der Ewigkeit
hat er mich befreit.
Jetzt da der Mond scheint
Ist er bei mir
Vom Tod getrennt,
doch zuletzt allein zu zweit.

Die vom Rausch gelenkten Hände
gepresst an deine kalte Haut.
Du bist meine Braut
bis zu unser beider Ende.
Keine Wärme ist nun mehr in dir,
der Körper der mir war vertraut
zwar im Tod ergraut
doch für heute Nacht bei mir.

Solang der Mond scheint
bleib ich bei dir.
Und halte dich
in meiner Endlichkeit.
Solang der Mond scheint
sind wir vereint.
Doch am Morgen
werden wir entzweit.

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Feenstaub

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