Umweltschutz für alle?

 Dann wurde ein vierter Scheinwerfer heller. Er erleuchtete wieder punktuell den Moderator der Diskussionsrunde.
„Einen wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen zu unserer Diskussion über den Umweltschutz und die Auswirkungen der neuen Technologien auf unsere Umwelt. Wie immer haben wir einen Zuhörer aus dem Publikum ausgewählt, um diese Debatte auch auf unser Publikum zu erweitern. Darf ich vorstellen: Markus R. Er ist Industriearbeiter und sieht in der Technik nur den Vorschritt.“
Applaus füllte den Saal.
„Schönen guten Abend auch von meiner Seite.“, war von Markus zu verhören.
„Ich schlage vor, sie als Professor für Meeresbiologie eröffnen die Runde.“, setzte der Moderator wieder ein.
„Ja. Also es ist ja bekannt, dass jedes Jahr viele, viele Tiere qualvoll verenden. Zum Beispiel ganz aktuell das große Walsterben in der Golden Bay von Neuseeland. Dieses Gruppe von über vierhundert Tieren ist in die flache Bucht geschwommen und über dreihundert sind verendet, durch Austrocknung und ersticken auf dem Sand. Das ist furchtbar.“
Man hörte die Menge zustimmen.
„Und dich bin den Helfern dankbar, dass sie unermüdlich versuchen diese armen, hilflosen Tiere zu retten. Denn normal ist das nicht. Das ist eine Katastrophe.“, vollendete der Professor
„Darf ich da mal kurz einhaken?“, fragte der Star Autor.
„Aber bitte.“, ließ Günter verlauten.
„Das ist aber die Natur. Sie ist so grausam wie sie wundervoll ist. Sie ist barmherzig wie unbarmherzig. Sie tötet wie sie Leben schenkt. Und wenn jetzt eine Herde von vierhundert Walen an den Strand schwimmen, dann wird das schon seinen Grund haben. So dass das Natürliche Gleichgewicht bestehen bleibt. Und deshalb sollte man nicht versuchen den Tieren zu helfen indem man sie wieder ins Wasser schiebt. Das ist gegen die Natur.“
„Genau. Man sollte nämlich, um sowas zu verhindern modernste Technik benutzen um die Wale davon abzuhalten die die Falle zu schwimmen.“, mischte sich Markus ein.
„Und die wäre?“, fragte Günter.
„Zum Beispiel gibt es Reflektoren für Sonarwellen. Die könnte man unter Wasser anbringen und diese würden dann den Tieren sagen, dass es hier gefährlich ist. Man könnte durch geschicktes Montieren doch auch eine Felswand simulieren. Dann wäre die Gefahr gebannt und es würde nicht mehr so ein Drama geben.“, argumentierte Markus.
„Das ist aber ein wenig platt. Ich glaube, man muss an die Wurzeln des Problems gehen. Warum helfen wir den Walen? – Weil wir Mitleid haben und ein schlechtes Gewissen. Wir helfen um den Schaden auszubügeln den wir wo anders begehen. Wir sollten den industriellen Walfang abschaffen. Denn dort werden 400 Wale gefangen und getötet. Absichtlich und ohne großen Nutzen. Wenn wir diese 400 Wale in Freiheit leben lassen, dann kann und muss nach Darwin auch mal eine Herde stranden. Das haben die Wale schon seit Jahrhunderten so gemacht und das können sie dann auch Jahrhunderte so machen. Verstehen Sie?“, argumentierte der Starautor dagegen.
„Und deshalb sollten wir jegliche Motorisierte Boote von der Erde radieren.“, fiel der Professor ein.

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