erst spür ichs an der Schläfe pochen
dann drückt es hinter meiner Stirn
durchbricht schon fast den Schädelknochen

es zieht in den Scheitel rauf
ich kriege Angst um mein Gehirn
und als ich dann zum Spiegel lauf
ist es schon um mich bestellt

es kriecht heraus aus meinem Ohr
sprießt gnadenlos  aus mir hervor
eh ich auch nur schreien kann
bin ich auch schon entstellt

aus Mund und Nase kommts - ja sogar aus meinen Tränendrüsen
entsetzt starrt mich mein Spiegel an
während  die Unheilsknospen sprießen
ich rupfe, reiße, wie im Wahn

dann erblick ich meine Finger
vom Ausschlag schmerzhaft übersäht
und der wird stetig schlimmer
bis es schließlich sprießt und wächst
und meine arme Haut zugrunde geht

wie es sich um mich windet
weiß ich eines: bis mich jemand findet
ist es zu spät

ich weiß, dass keine Hoffnung besteht
weil Unkraut nicht vergeht

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Feenstaub

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