Untergraben

Der Schnee knirschte unter seinen Schuhsohlen. Bald schon würden seine Spuren bloß noch eine ferne Erinnerung sein, bedeckt von dem reinigenden, kalten Weiß, das auch damals vor Wochen schon allen Schmerz in Watte gehüllt hatte. Untergraben, versteckt vor seinen Augen. Doch es würde ihn auf ewig verfolgen.
Es war der dritte Adventssonntag gewesen, an dessen Abend ihm klargeworden war, dass es keinen vierten mehr geben würde. Nie wieder. Es war der Tag des Unfalls gewesen – und des ersten Schnees. Rot und Weiß, vermischt zu einem Gemälde des Todes.

Und inmitten dieses Gemäldes wandelte er nun und suchte verzweifelt dessen Künstler.

Kommentare

  • Author Portrait

    Das nachvollziehen deiner Geschichte wird für mich immer verwirrender!

  • Author Portrait

    Hier sind mir zwei Dinge aufgefallen: 1.) Untergraben hat eine andere Bedeutung (vernichten, zerstören), als du hier sicher meinst. Ich verstehe, warum du das Wort verwendest, finde es aber fehl am Platz. Vll passt ungesehen oder ein anderes Un-Wort besser. ;) 2.) Es gibt vll für ihn keinen 4. Advent mehr, aber für die Menschheit an sich schon. Oder ist die Welt am 3. Advent untergegangen? ;P Ich mutmaße mal, sie war in den Unfall verwickelt und hat ihn nicht überlebt.

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Feenstaub

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