Unwirklich

Anfangs war ihm nicht bewusst gewesen, wohin ihn seine Füße trugen, doch unversehens stand er vor dem Gebäude. Leere Löcher in den Wänden erinnerten ihn an die kleine Kunstausstellung, die sich hier an der Straßenecke befunden hatte. Und hinweggefegt wurde binnen eines Sekundenbruchteils. So vergänglich war Schönheit. So fragil.
Die Arbeit der Handwerker überdeckte sogar den Straßenlärm, doch das alles nahm er kaum wahr. Es fühlte sich unwirklich an, hier zu stehen. Wie herausgeschnitten aus der Welt und wieder neu eingefügt. Mit einem Riss in der Seele, der nicht gekittet werden konnte.

Jemand hämmerte. Das Klopfen pulste durch sein Blut.

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    Die Löcher! Es entsteht etwas Neues oder es löst sich gerade auf.

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Feenstaub

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