Wenn die Atmosphäre fehlt - Der Drang zum Kurzhalten

Entschuldigt, dass ich euch zu diesem Punkt kein Beispiel liefern kann, aber als Autor, der Schreiben ernsthaft und mit Liebe betreibt, kann ich es einfach nicht so falsch machen.

 

Unerfahrene Autoren oder Autoren mit LmaA-Einstellung rattern ihre Kapitel runter, ohne auch nur einen kleinen Funken Atmosphäre aufzubauen. Sie legen den Fokus auf die (oftmals schlechten und infantilen) Dialoge (gern im Chatstil) und vergessen, dass ein Leser gern das Gefühl hat, bei der Szene dabei zu sein.

Sprich, dass er wissen möchte, was die Figuren im Moment dieser Szene sehen. Sind sie am Meer, sind sie in einer Stadt? Ist der Wind warm oder eher kühl? Regnet es, scheint die Sonne? Wie riecht es, welche Geräusche sind zu hören, sind andere Menschen drum herum? Was genau hören sie? Verkehrslärm, Wellenrauschen, Stimmengewirr, Musik?

Diese Kleinigkeiten erscheinen vielen hochstrebenden Autor-chans als nebensächlich und unwichtig, aber das sind sie nicht. So baut man Atmosphäre auf, so gibt man dem Leser das Gefühl, dabei zu sein, in der Geschichte versinken zu können, das Abenteuer mit den Charakteren zu erleben.

 

Und das sollte das oberste Ziel eines vernünftigen Autors sein - seine Geschichten so zu erzählen, dass der Leser hinterher ein wohliges Gefühl hat, glücklich und traurig zugleich ist.

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