Wie ist der Tod?                      06. April 2016 

Es klopfte  noch gleichmäßig mein Herz
Mein Puls malte fleißig noch Zacken 
ich, völlig entkräftet vor Schmerz
presste ins Kissen den Nacken

und blickte sehnsüchtig nach oben
Was ich sah? - die Decke der Intensivstation
Was mochte bloß sein dort droben? 
Ach, meine neue Welt wartete schon! 

Auf was eigentlich warteten wir? 
Ich wollte doch endlich sterben!
Oh bitte Herr - erlaube es mir!
Befreie mich vor dem Verderben! 

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Wie nasse Flecken die Lichter
verschwammen die holden Gesichter
Meine Liebsten hielten mir treu die Hand
bevor ich für immer und ewig verschwand

Noch hört' ich den irdischen Klang
ein Engel mir leise schon summte
dann hört' ich den ewigen Sphärengesang -
Die alte Welt verstummte.
   
Nun, glaub ich, war es soweit
Die Welt um mich rum wurde taub
und drehte sich in die Unendlichkeit 
Im Himmel verlor sich die Wirklichkeit
Von den Sternen rieselte Staub. 
... 

Kommentare

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    Der Schluss gefällt auch mir außerordentlich gut. Schön geschrieben 5/5

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    Aww unblaublich tolles Gedicht! Es gefällt mir sehr gut! Du hast wirklich ein Riesentalent! :-) 5/5

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    Wow ein tolles Gedicht. Auch mir gefällt der Schluss ganz besonders. Überaus philosophisch du schreibst wirklich super! 5/5

  • Author Portrait

    Tolles Gedicht :) sehr berührend.

  • Author Portrait

    Schönes Gedicht, dass mich wirklich berührt hat. Vor allem der letzte Absatz ist richtig toll. Gute Arbeit!

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Feenstaub

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