Zurück zu Pfaden

Lang wird es her sein. Ich schreite unter dem alten Torbogen, durch das farblose Gittertor, um die welkende Eiche, mit Helm und Harnisch.

Das trockene Gras, verrät jeden meiner Schritte an das, was ich einst verlies. Der Bach, getrocknet. Die Scheune, zerfallen. Die Tiere, verwildert. Doch das Haus, behielt seine Mauern.

Auch bei Trotz und Bann, nannte man mich Edelmann.

Der Titel des neuen Manns. Des liebenden Sohnes und der klaren Sicht.

Für sein Selbst.

Trockene Pfade sind leicht zu beschreiten, doch ist das Ziel nicht dem Wunsche entsprechend.

Der Schornstein qualmt.

Das Moos verdeckt den Ziegelstein. Es war mir wohl nichts wert.

Ich blicke hinter mich.

Das Gras ist grün. Die Sonne scheint. Die Tiere sind in ihren Zäunen. Vater bringt die Ernte ein.

Der Blick zum Haus. Im selben gelben Farbton. Der Schornstein raucht.

Ich wage mich näher heran.

Mit Angst, gleich aufzuwachen.

Ich lege meine Hand an die Tür, da wird es schon grau.

Das Holz, verfault. Die Farbe, verblast. Vater, Mutter, Schwester? Davon.

Ich falle auf die Knie. Mein Inneres ist wie ein Biest des Ozeans. Nicht zu zähmen. Ich habe es nicht gewollt! Ich habe…. es nicht gewollt.

Von Gott und der Geschichte ist mein Gewissen rein. Ich habe den Krieg nicht gewollt.

 

-Nur ein weiteres Plakat des Kaisers…

                                                                  - Münchner Bahnhof, 12.06.1915

 

Kommentare

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    Interessant und gut geschrieben! 5/5 :)

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