14. Eine heiße Spur

In seinen anderen Clubs war zum Glück alles normal. Magnus gab den unsterblichen Geschäftsführern trotzdem seine Anweisungen für den Fall der Fälle. Ihm fiel auf, dass allgemein wenige Unsterbliche auf der Straße waren. Gerade die Jungen trauten sich nicht mehr raus. Die, die noch unterwegs waren, waren Neuankömmlinge, die von allem noch nichts mitgekriegt hatten. Der Herrscher wollte gerade den Besuch in seinem letzten Club beenden, als ihm ein älterer Sterblicher am Eingang auffiel. Kurz darauf war dieser verschwunden, aber hatte ihm einen vielsagenden Blick zugeworfen. Der wusste sicher, was Magnus war und der Unsterbliche würde auf der Hut sein müssen. Eine seltsame Aura war von diesem Mann ausgegangen und vom Alter her, passte er überhaupt nicht in den Club. Gehört er zu den Jägern?

Neugierig trat der blonde Unsterbliche ins Freie und sah diesen Mann einige Meter entfernt am Bürgersteig stehen, den Rücken ihm zugewandt. Er zündete sich eine Zigarette an und Magnus wusste, dass er auf ihn wartete. ‚Ich wusste, dass Sie kommen würden, Magnus', traf es in sein Hirn. Überrascht musterte er den Mann genauer. Er konnte Gedanken übertragen. Das gab es nicht oft unter den Menschen. ‚Haben Sie das Päckchen geschickt?', fragte der Unsterbliche.
Ja. Aber ich selbst habe nicht gefilmt. Gehen wir irgendwo anders hin, um zu reden. Folgen Sie mir einfach unauffällig.' Magnus schmunzelte und war erleichtert, dass es einer der Beobachter war. Unazffällig war für einen Unsterblichen schließlich Routine. Er wartete ab, bis der Beobachter ein Stück vorgegangen war und folgte dann gemütlich. War das eine Falle? Magnus versuchte in die Gedanken des anderen einzudringen, aber prallte an einer geistigen Mauer ab. Das verwunderte ihn sehr und er versuchte es intensiver. Der Sterbliche hatte die erste Attacke bemerkt: ‚Lassen Sie das. Ich will Sie nicht reinlegen.' Magnus erkannte in ihm, dass er nicht log und kam mit. Das Herz des Menschen schlug nun schneller und sein Schweißgeruch wurde stärker. Er war anscheinend nervös.

Sie gingen in ein verlassenes Gebäude und der Unbekannte drehte sich jetzt zu Magnus um: „So, nun benutze ich meine normale Stimme wieder." Er hatte Angst diesem mächtigen, gnadenlosen Unsterblichen gegenüber zustehen. Doch der Vampir brauchte seine Hilfe. Von Nahem war er noch imposanter, als aus der Ferne. Die kalten, blauen Augen, die ihn eindringlich musterten.
Magnus redete frei heraus: „Ich vermute in unseren Reihen einen Verräter haben und muss schnell herauszufinden wer es ist. Die Angriffe der Jäger müssen schleunigst aufhören." Der Sterbliche rieb sich das Kinn: „Haben Sie einen Verdacht?"
„Noch nicht. In einigen Nächten wird es sich zeigen, wie eng der Kreis ist, wo wir zu suchen haben. Wie treten wir in Kontakt?" Der Beobachter reichte ihm seine Karte: „Rufen Sie an. Die Leitungen sind abhörsicher." Dem Unsterblichen schmeichelte die Nervosität des anderen. Der aufgeregte Puls, die schweißigen Hände. Dann steckte er die Karte in seine Hemdtasche: „Gut, ich melde mich dann."

Magnus erzählte seiner Gefährtin von seiner Begegnung mit dem Sterblichen, als er heim kam: „Dieser Beobachter, der uns den Film geschickt hat, ist mit mir in Kontakt getreten. Ich habe seine Karte."
„Wirklich? Das ist sehr gut. Arjan hat übrigens angerufen, um uns noch einmal zu sagen, wie geil er die Nacht gestern fand. Er war auch total schockiert, als ich ihm von dem Angriff aufs „Velvet" erzählt habe", berichtete sie dann.
„Was weißt du eigentlich über diesen Arjan, außer dass er bumst wie der Teufel? Am besten wir erzählen niemandem mehr etwas. Dann können wir den Kreis der Verdächtigen schnell einengen. Wegen mir kannst du aber bald ne Nacht zu dritt arrangieren. Ich fand es ebenfalls geil." Sie grinste breit: „Das habe ich bereits. Gerade eben." Dann wieder ernster: „Ich würde ihm nichts Geheimes erzählen. Die verschobene Full-Moon-Party habe ich ihm gegenüber natürlich nicht erwähnt. Aber der Angriff aufs „Velvet" ist ohnehin schon Stadtgespräch. Mehr als seine Qualitäten im Bett weiß ich nichts von ihm. Er kommt aus den Niederlanden, hat er erzählt." Magnus überlegte: „Eigentlich sollten wir auch Lili befreien. Sie ist ja entführt worden und wer weiß, was sie mit ihr machen. Vielleicht wollen sie an Informationen kommen." Er nahm die Karte der Geheimorganisation heraus und drehte sie durch die Finger: „ Hoffentlich erfahren die was."

Magnus war erneut in Vegas unterwegs um Neuigkeiten zu erfahren. Die Vampirbosse tappten alle im Dunkeln, doch er hielt seine Informationen vorsichtshalber zurück. Er traute niemandem mehr.
Er erinnerte sich an damals, wo der Militärstützpunkt gewesen war. Er hatte geholfen, Martin aus den Fängen dieser Forscher zu befreien. Daraufhin eilte er nach Hause und meinte zu seiner Gefährtin: "Komm Süße, wir machen einen kleinen Ausflug in die Wüste. Aus der Luft finden wir vielleicht was."

Zusammen suchten sie die Gegend ab und bald darauf kreisten sie über der Anlage von damals, aber natürlich war sie verlassen. „Wäre zu schön gewesen." Nach einiger Zeit der Suche gaben sie schließlich auf, da der Morgen sich näherte. „Mist. Die Wüste ist einfach zu groß.", meinte Magnus resigniert. Ivana nickte:. „Wir könnten nächtelang suchen, bis wir endlich was finden."


Schließlich kam die Vollmondnacht.
Magnus verabschiedete sich von seiner Liebsten und machte sich zum Fabrikgelände auf. Aus der Luft überblickte er die Umgebung, aber konnte nichts Verdächtiges feststellen. Er roch und hörte, dass keine Menschen in der Nähe waren. Auf einem der Flachdächer suchte er sich ein Versteck, von wo er den Kellerabgang zu der vermeintlichen Disco im Auge behalten konnte. Der Herrscher setzte sich, hielt seine Schwingungen zurück und beobachtete das Gelände unter sich.

Bald fanden sich vor dem Eingang einige ratlose Unsterbliche ein, die sich sehr wunderten, dass keine Sterblichen hier waren. „Was ist denn mit der Party los? Findet sie etwa nicht statt?", fragte Arjan den Nächstbesten. „Ich weiß auch nicht. Es sind keine Sterblichen hier, aber das Datum ist doch richtig", meinte der. Arjan sah ihn ratlos an: „Warten wir noch eine Weile. Vielleicht wurde die Zeit geändert" entgegnete er. Magnus erkannte Arjan unter den Wartenden. Er beobachtete ihn genau. Das war ein Kerl ganz nach seinem Geschmack. Mit dem könnte man sicher eine schöne Blutorgie feiern. Vielleicht sollten sie das mal privat machen. Magnus überlegte, ob er für morgen ein paar hübsche Huren besorgen sollte. Das wollte er aber vorher mit Ivana besprechen. Arjan unterhielt sich noch mit ein paar der wartenden Unsterblichen. Einige murrten und beschwerten sich darüber, dass man die Party offensichtlich abgesagt hatte, ohne sie zu informieren und Arjan pflichtete ihnen entrüstet bei. Als immer mehr Unsterbliche das Warten aufgaben und verschwanden, verließ auch Arjan das Fabrikgelände. Magnus würde ihm gern folgen, aber er musste ja weiter warten. Doch irgendein Gefühl sagte ihm, dass die Jäger nicht kommen würden, und dass er ihm folgen sollte. Also, gab Magnus seinem Instinkt nach. Der Niederländer schlenderte gemütlich durch Vegas bis zu seinem Hotel, dem „Luxor". Magnus war ihm durch die Luft gefolgt. War Arjan so neu in Vegas, dass er noch im Hotel wohnte?

Danach schaute er noch mal an der Fabrik vorbei, aber es waren keine Jäger aufgetaucht. Also hatten sie es von irgendjemand gewusst, oder die Vollmond-Party war kein Ziel gewesen. War etwa seine Gefährtin die Verräterin? Für sich selbst tat sie es bestimmt nicht. Ihr voriger Gefährte Viktor war so plötzlich aus Vegas verschwunden. Steckte der dahinter? Magnus Gedanken kreisten gerade wie wild. Mal sehen, wie Ivana auf die Neuigkeiten reagierte. So gut konnte sie sich doch nicht bei ihm verstellen. Er war 1000 Jahre älter als sie.

„Schatz, ich bin zurück", rief er, was eigentlich unnötig war. Sie konnte ihn ja spüren. Als sie hereinkam, berichtete er ihr, dass niemand gekommen war, außer einigen Unsterblichen und Arjan: "Ich bin ihm mal gefolgt. Er wohnt im Luxor. Also, ist er noch nicht lange in Vegas. Willst du für morgen noch Sterbliche, oder sollen wir unter uns bleiben?" Ivana war von dieser Idee sofort begeistert. Sie hatte auch schon mit diesem Gedanken gespielt. „Oh ja, dann veranstalten wir unsere eigene, kleine Full-Moon-Party!"


Magnus hatte heute einige Mädchen auf dem Straßenstrich aufgegabelt. Drei dürften genügen. Mit denen fuhr er nun nach Hause. Ivana und Arjan warteten schon im Pool. Magnus sagte zu den Mädels: „Zieht euch aus und springt rein. Das ist übrigens Arjan und Ivana." Dann streifte er sich ebenfalls die Kleidung vom Körper. Die Mädchen kamen lächelnd ins Wasser und eine drängte sich bereits an den braunhaarigen Niederländer: „Hi, Süßer. Was sollen wir anstellen?" Er zog die Blonde an sich und küsste sie: „Was immer du willst!" Und griff nach ihren Brüsten.

Die Rothaarige lehnte sich an den Beckenrand und sah erwartungsvoll Magnus an, der nun nackt am Rand stand. Er bemerkte ihre Blicke, stieg ins Wasser und schwamm zu ihr. Ivana und Arjan waren auch schon beschäftigt, stellte er mit einem Seitenblick fest.

Die Männer brachten ihren ersten Akt mit den Frauen zügig hinter sich. Magnus hatte nur von seiner Gespielin gekostet und hielt sich im Zaum, als er kam. Er hatte mit den Sterblichen noch etwas anderes vor. Seine Süße hatte sich ja eine private Vollmondparty gewünscht. ‚Lasst sie am Leben und komm mit ihnen in den Keller', schickte er den Beiden zu.

Nach der ersten Nummer, stieg Arjan aus dem Wasser und sagte zu seiner Bettgenossin: „Komm. Wir machen drin weiter." Ivana ließ ebenfalls von ihrem Opfer ab und leckte über die Wunde zwischen den Beinen der Frau, von wo sie getrunken hatte. Dann machte sie ihr ebenfalls den Vorschlag, nach drinnen zu gehen und folgte den anderen.

Auf dem Weg zum Aufzug, schlug Magnus die Rothaarige bewusstlos. So machten es auch Arjan und Ivana. Dann trugen sie die erschlafften Frauen in einen Raum, der an einen Schlachtraum erinnerte. Gekachelt und mit Ketten, die von der Decke hingen. Magnus band seiner Sterblichen eine Kette um die Knöchel, zog sie hoch und ließ sie kopfüber hängen. Nackt war sie ja schon. Ivana und Arjan folgten seinem Beispiel.

Kurz darauf baumelten alle drei Dirnen von der Decke herab. Der Hausherr schnitt nun mit einem Messer bei der Roten die Beinvene entlang. Nach den Beinen, öffnete er die Pulsadern an den kompletten Unterarmen. Das Blut von den Beinen lief über den nackten Frauenkörper und das von den Armen floss zu Boden. Magnus legte sich schnell unter den Blutstrom und ließ den warmen Lebenssaft über sein Gesicht rinnen.

Ivana nahm lieber ihre Zähne zu Hilfe. Sie zerriss der Frau die Pulsadern, griff sich dann ihre Arme und rieb die blutenden Gelenke über ihren Körper. Schon bald war ihre Haut überall rot. Sie trank immer wieder einige Schlucke.

Arjan riss währenddessen der Blonden den Hals auf und stellte sich dann darunter. Er küsste die kopfüber da Hängende auf den Mund und genoss dabei das Blut, das über ihn lief.

Magnus setzte sich auf und ließ das Blut über seine Brust rinnen. Er leckte seine blutigen Lippen und verrieb es dann auf seinem Oberkörper. Die kurze Wärme fühlte sich gut auf der Haut an. Da alle drei Körper dicht beieinander hingen, näherte sich Magnus Arjan. Er hatte jetzt solch eine Lust auf den anderen. Er drängte sich von hinten an ihn und schob sich zwischen seine Hinterbacken. Der Hellblonde stöhnte auf, als er die Enge spürte und leckte etwas von dem Blut auf, das dem anderen über die Schultern floss. Mit einer Hand umklammerte er Arjans stattlichen Ständer und bewegte sie genauso, wie seine Hüfte. Arjan stieß ein erregtes Fauchen aus, als der Ältere in ihn stieß.

Das Tun der beiden Männer erregte Ivanas Interesse. Sie legte sich vor die beiden auf den Boden, wobei das Blut der Sterblichen auf sie herabtropfte. Sie sah Arjan auffordernd an. Er warf sich zwischen Ivanas Beine und stieß ihr seinen heißen Schwanz in den Körper. Die Russin schrie entzückt auf. Magnus gefiel es, dass der andere sich ebenfalls kraftvoll bewegte. Er stand einfach auf diesen Holländer und würde ihm gern den Verstand raus vögeln. Stöhnend und keuchend rammte er dem Jüngeren immer heftiger sein Glied hinein. Das Blut der Frauen versiegte leider so langsam, aber Magnus war durch den Sex mit Arjans heißem Körper berauscht genug: ‚Es ist wirklich geil mit dir.'
Oh ja, mit dir auch!', gab Arjan zurück. Der stöhnte vor Erregung und rammte sich seinerseits immer stärker in Ivana.

Magnus Orgasmus war diesmal heftig, heftiger als letztes Mal. Er bäumte sich auf, verbiss sich in Arjans Hals und klammerte sich mit aller Kraft an ihm fest. Als dem Herrscher das Blut des Niederländers über die Zunge floss, trafen ihn Gedankenblitze des anderen. Er sah die Kellerdisco, wo die Vollmondparty immer stattfand und dann verbreiteten Jäger eine Panik unter den Gästen. Da war die Übertragung bereits vorbei. Auch Arjan erreichte kurz darauf den Gipfel.

Schwer atmend lag Ivana nach ihrem Höhepunkt da und stöhnte noch immer leise. Ihr Gefährte streichelte beruhigend über ihren Körper und grinste, als sie aufsah: „Dir hat es anscheinend gefallen, Liebste." Er küsste ihr Handgelenk. Dabei dachte er über Arjans Gedankenbilder nach. Machte er sich Sorgen wegen den Jägern, weil er auch bei den Wartenden neulich gewesen war und auf der Party, die überfallen wurde? Oder steckte etwas anderes dahinter? Ivana schmiegte sich an ihn. „Es war unglaublich!" sagte sie mit verzücktem Gesichtsausdruck. An Arjan gerichtet: "Du scheinst auch ganz erschöpft zu sein. Gehen wir mal hier unten ins Bad, um das Blut loszuwerden."
„Ja, das Blut abwaschen ist eine gute Idee" stimmte der Jüngere zu. Sie gingen sich säubern.

Magnus erzählte Ivana, nachdem der Niederländer gegangen war, was er vorher in Arjans Kopf gesehen hatte: „Was hat das zu bedeuten? Wann finden wir endlich etwas heraus?" Sie entgegnete: „Vielleicht sollten wir nochmal einen Rundflug über der Wüste unternehmen, in der Hoffnung, etwas zu finden. Wenn Lili und die anderen drei wirklich in einem Labor gefangen gehalten werden, dann möchte ich gar nicht wissen, was sie mit ihnen machen." Magnus spürte plötzlich die Auren von zwei Unsterblichen. Er sah Ivana verwundert an: „Wer ist das jetzt? Ich schau mal nach."

Er trat in den Garten hinaus und erblickte ein Pärchen im Gras stehen. Die Frau trug ein blutverschmiertes, zerrissenes Hemdkleid und der Mann einen weißen Anstaltsanzug, der ebenfalls verdreckt war. Sofort erkannte er die Schwarzhaarige: „Lili!"
„Hallo Magnus! Ich konnte den Sterblichen glücklicherweise entkommen." Der Unbekannte folgte Lili zum Haus. Hinter Magnus tauchte nun Ivana auf. Lili wies auf ihren Begleiter: „Das ist übrigens Stuart. Ihn haben sie aus Arizona entführt"
Dann begann sie sofort ganz aufgeregt zu erzählen: „Sie haben uns in einem Forschungslabor in der Wüste festgehalten. Dort haben sie uns Frauen Eizellen entnommen, so vermuten wir wenigstens, und sie haben in Arizona schon einmal Unsterbliche entführt. Männer, denen sie Samenzellen entnommen haben, um mit sterblichen Frauen Mischlinge zu schaffen. Dieser verrückte Professor will jetzt mit unserer Hilfe vermutlich geborene Vampire züchten, die gegen uns einsetzbar sind" berichtete sie. „Es ist einfach grauenvoll!"
„Uns züchten. Das ist wirklich grauenvoll. Wir müssen die anderen auch noch rausholen." Magnus begrüßte den schwarzhaarigen Vampir und wies zum Haus: „Willkommen Stuart! Ich bin Magnus. Kommt rein! Reden wir da weiter."

Als alle im Wohnzimmer saßen, begann Stuart zu erzählen: „Das mit Lili war wirklich Glück. Ich war schon lange ein Gefangener dieses Doktors. Keine Ahnung, wie lang. Sicherlich Monate. Sie legten sie zu mir in die Zelle, weil sie uns ein bisschen zusehen wollten, wie wir Spaß haben. Na ja, da hat Lili sich bewusstlos gestellt. Sie haben ein Mittel, das uns außer Gefecht setzt und wir taten so, als ließe die Wirkung bei ihr nicht nach. Da schickten sie zwei der Halbvampire rein und wir überwältigten sie. So sind wir letztendlich entkommen. Wir haben uns noch eine Verfolgungsjagd mit ihrem Hubschrauber geliefert und konnten ihn hier endlich abhängen."
„Erzählt doch mal ein bisschen von diesem Labor, damit wir uns ein genaueres Bild davon machen können. Wir haben vorhin beschlossen, dass wir für Morgen unsere Angestellten vom „Velvet" zusammentrommeln, um euch und die Anderen aus diesem Labor zu befreien", sagte Ivana. Lili sah an sich hinunter: „Habt ihr uns vielleicht etwas zum Anziehen. Ich könnte jetzt wirklich eine Dusche und frische Kleidung vertragen bevor wir für morgen Nacht Pläne schmieden." Zu Stuart meinte sie: „Du hast gegen eine heiße Dusche doch sicher auch nichts einzuwenden." Und zwinkerte ihm mit einem Lächeln zu. Stuart lächelte zurück: „Nein, überhaupt nicht." Ivana erhob sich: „Kommt mit ins Bad. Ich suche dir was raus, Lili. Und für dich, Stuart, hat Magnus sicher auch Etwas."

Der Hausherr ging gleich runter zu seinem Kleiderschrank und kramte für Stuart eine Hose und ein Hemd heraus. Als er wieder hochkam hörte er, dass die zwei Geflüchteten unter der Dusche ihrem Trieb nachgingen und grinste Ivana an: „Holen sie das nach, was sie im Labor hätten tun sollen." Sie lachte. „Ja, sie konnten es wohl kaum erwarten."

Die beiden Turteltauben kamen bald darauf ins Wohnzimmer zurück und sprachen dann mit dem Herrscherpaar weiter über ihre Entführung und den Angriff der Jäger. „Ich habe geglaubt, ihr würdet mich und die Anderen sicher für vernichtet halten und nicht nach uns suchen. Woher wusstet ihr, dass wir entführt wurden?", fragte Lili. Magnus erklärte: „Uns wurde ein Video zugespielt, das eure Entführung zeigt. Es sind Leute, denen wir vertrauen können. Aber dieses Betäubungsmittel macht mir große Sorgen. Was haben sie sonst wohl noch auf Lager? Ich befürchte, wir haben damals nicht alles vernichtet, in dem früheren Labor. Vor Jahren geriet schon mal ein Unsterblicher in die Hände von Wissenschaftlern. Ich und einige andere haben ihn befreit und alles zerstört. Dachten wir zumindest." Stuart meldete sich zu Wort: „Also, UV benutzen sie dort nicht, wegen den Mischlingen. Die vertragen das ebenfalls nicht. Das Mittel verschießen sie mit Betäubungspfeilen." Magnus nickte: „Sehr gut. Dann bewaffnen wir uns mit Maschinengewehren. Das dürfte für die Bastarde genügen." Stuart nickte: „Auf alle Fälle. Sie sind noch sterblich." Lili fügte hinzu: „Schutzanzüge dürften auch nicht schaden. Wenn wir zum Beispiel Klamotten aus dickem Leder anziehen, kommen da die Pfeile vielleicht nicht durch. Wisst ihr eigentlich schon mehr wegen der Jäger? Ich wüsste doch zu gerne wegen welchem Scheißkerl ich einige Nächte in einem Labor verbringen musste und vorerst meinen Job los bin." Ihr war anzusehen, dass sie wirklich wütend war.
„Nein. Wir wissen noch immer nicht, wer uns die Jäger schickt. Sie waren an der eigentlichen Vollmond-Party nicht da, also müssen wir den Verräter wohl in unserem engsten Kreis vermuten. Es wussten ja nur wenige davon, dass die Party nicht stattfindet. Fällt dir jemand ein, der in Frage käme, Liebling?", fragte Ivana ihren Gefährten. Magnus überlegte: „Nein, eigentlich nicht." Dabei dachte er allerdings an Arjans Gedanken. Das war schon merkwürdig gewesen. Er beschloss ihm noch mal nachzuspionieren. Irgendwie würde es doch passen, da der Holländer erst seit einigen Wochen in Vegas war. Er stöberte kurz in Ivanas Hirn, aber sie hatte ihrem Liebhaber wirklich nichts verraten. Hm, wusste Arjan es trotzdem von Ivana? Er war alt genug, um unbemerkt ihren Kopf zu durchforsten. Dann sagte er laut: „Jetzt befreien wir zuerst die anderen und dann kümmere ich mich weiter um den Verräter. Lili, wir möchten ihn alle finden und wenn ich ihn habe, grille ich ihn auf Alexeijs Solarium, das immer noch unten im Keller steht." Stuart schüttelte sich bei der Vorstellung so etwas erdulden zu müssen. Er saß neben Lili auf dem Sofa und umgriff zärtlich ihre Hand. Lili drückte ebenfalls seine Hand und schenkte ihm einen zärtlichen Blick: „Ja, befreien wir erst einmal die Anderen." Magnus bot den Beiden an, hier im Haus zu schlafen. An Lili gewandt: „Für dich ist es bestimmt sicherer. Wer weiß, ob sie wissen wo du wohnst. Ich zeige euch die Räume unten. Kommt."



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beta
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