2. Neues Zuhause

Nun stand er mit einem hundeelenden Gefühl ganz allein vor dem großen Schreibtisch. Was würde ihn für eine Strafe erwarten?
Er hielt den Blick gesenkt, versuchte, aufrecht zu stehen, obwohl er sich am liebsten verkriechen würde und wartete mit Bangen ab.
Die Direktorin sah zu ihm auf, nachdem sie kurz in seine Akte gesehen hatte, erhob sich von ihrem Bürosessel und kam langsam um den Tisch herum. Sie trug ein knappes Kostüm, das ihre langen Beine betonte.
„Gestern Vormittag wurdest du in unserer Agentur von einer Kundin ausgewählt. Morgen nach dem Frühstück wirst du zu ihr gebracht. Ich hoffe, du weißt, wie du dich dort zu verhalten hast. Mach dem Host-Center keine Schande. Vorher wirst du noch einmal untersucht und zurechtgemacht.“ Sie musterte ihn flüchtig von Kopf bis Fuß und wandte sich dann ab. „Das wäre alles, du kannst gehen.“
Valentin nickte nur und vermied es, sie direkt anzusehen. Ihm fiel ein riesiger Stein vom Herzen, dass er keine Strafe bekam. Aber was hatte die Direktorin gesagt? Er wäre ausgewählt worden? Das konnte doch gar nicht sein. Wer wollte schon einen drittklassigen Liebesdiener.
Vor der Tür erwarteten ihn bereits die Wächterinnen, die ihn zur Krankenstation begleiteten und an der Anmeldung der Station zurückließen.
Im in Weiß gehaltenen Warteraum dachte er abermals über das, was die Direktorin gesagt hatte, nach und konnte es noch gar nicht fassen. Ob das wirklich so kommen würde oder klappte es im letzten Moment doch nicht? Deswegen wollte er sich nicht zu früh darüber freuen und erst einmal abwarten.
Valentin musste nicht lange dort sitzen, bis die Helferin ihn zum Behandlungszimmer brachte. Er hasste die Untersuchungen. Vor allem, wenn sie ihm an die Genitalien fassten. Die Ärztin saß bereits an ihrem Pult und blätterte in seiner Krankenakte.
„Guten Morgen, Ma'am.“
„Guten Morgen, Valentin.“ Sie blickte auf und lächelte. „Deine Abschlussuntersuchung! Dann wollen wir mal.“
Damit erhob sie sich und wies zur Krankenliege. „Mach schon mal den Oberkörper frei.“
Er zog den beigen Kittel der Anstaltskleidung über den Kopf, setzte sich auf die Liege und wartete ab, was sie tun würde.
Die Helferin brachte ein kleines Tablett herein, auf dem eine große Spritze lag und reichte es der Ärztin, die das Teil neben Valentin abstellte.
„Du bekommst jetzt deinen Chip.“
Mit diesen Worten desinfizierte sie seinen linken Oberarm, stach die dicke Nadel in seinen Muskel, was schmerzte und setzte das winzige Metallstück darin ab.
Danach folgten noch Routine-Checks wie Blutabnahme, Puls und Blutdruckmessen. Am Ende begutachtete die Ärztin scheinbar jeden Zentimeter seiner sehr hellen Haut am ganzen Körper, ob sie frei von Verletzungen war. Leider tastete sie auch Stellen ab, die ihm unangenehm waren, wie seine Hoden und sein Glied zum Beispiel.
Am Rücken fuhr sie an seiner Wirbelsäule bis zum Steißbein entlang und klopfte ihm anerkennend auf den Po.
„Gesund und munter. Da hast du ja Glück gehabt, doch noch ausgewählt worden zu sein.“ Ihre Finger strichen abermals über seine Schultern, seine Brust und seinen Bauch. „Du hast so zarte, feine Haut. Wirklich ein schöner Kerl! Und so tolle Haare. Deine zukünftige Herrin wird sicher viel Freude mit dir haben.“
Valentin bemerkte, dass ihre Berührungen nicht mehr nur beruflicher Natur waren, und versteifte sich leicht. Aber glücklicherweise wandte sie sich gleich wieder ab.
„Ja, Ma'am“, erwiderte er, während sie sich hinter ihren Schreibtisch setzte und die Ergebnisse in seine Akte eintrug.
Danach ging es weiter zur Kosmetikerin, wo ihm nachgewachsene Körperhaare entfernt wurden und Maniküre und Pediküre folgten. Als Letztes saß er bei der Friseurin, die ihm die ausgefransten Spitzen schnitt und seine weißblonden Haare schön glatt föhnte. Bei seiner Entlassung musste er schließlich tipptopp aussehen.

Gegen Abend brachten die Wächterinnen ihn in eine Einzelzelle im Vermittlungstrakt.
Nun saß er auf der Pritsche dieses kargen weißen Raumes und tausend Gedanken schwirrten durch seinen Kopf. Es erschien ihm total unwirklich, dass er endlich aus diesem Bau hier herauskommen sollte, dass er tatsächlich ausgewählt worden war.
Er hoffte, dass er es bei seiner Herrin besser als hier haben würde, dass sie nett zu ihm war und keine abartigen sexuellen Gelüste hatte.
Was war sie für eine Frau? Sah sie gut aus, war sie jung?
Er fand in dieser Nacht wenig Schlaf und wälzte sich hin und her. Diese Ungewissheit, was ihn in seinem neuen Zuhause erwartete, machte ihm sehr zu schaffen und er war unvorstellbar aufgeregt.
Immer wieder hatte er davon geträumt, endlich von hier wegzukommen und kaum noch daran geglaubt, seit seine Potenz so nachgelassen hatte.
In letzter Zeit hemmte es ihn jedes Mal, wenn er auf Befehl mit einer Aufseherin schlafen sollte. Er setzte sich selbst unter Druck, dann klappte es nicht richtig und danach fühlte er sich jedes Mal minderwertig. Das war er in diesem Moment auch. Deshalb wünschte er sich, dass er bei seiner Herrin keine solchen Probleme haben würde. Denn sie brachte ihn sicher zurück, wenn er keinen hochbekam. Wer wollte einen Versager als Host haben? Da nützte ihm sein gutes Aussehen auch nicht mehr. Aber er vermutete, dass seine Probleme mit den Dingen zusammenhingen, die er heimlich an zwei der Aufseherinnen aus Block C tun musste. Doch er verdrängte diese Erinnerungen sofort, schließlich sollte er ihrem Einfluss jetzt entkommen.

Am nächsten Morgen bekam Valentin bereits früh sein Frühstück in die Zelle gebracht. Kaum hatte er alles aufgegessen, tauchten abermals zwei Wächterinnen auf, die ihn in den Hof eskortierten, wo bereits ein dunkler Wagen wartete.
Valentin blickte noch einmal am Zellentrakt hoch bevor er einstieg und hoffte diese Mauern nie wieder zu sehen.
Seit vier Jahren hatte er die Welt außerhalb nicht mehr gesehen. Seit er als 16-jähriger vom Heim zum Host-Center gekommen war, um auf den Liebesdienst vorbereitet zu werden. Doch er konnte den Ausblick aus dem Auto gar nicht genießen, weil ihn die Ungewissheit plagte. Die Fahrt erschien ihm endlos.
Bald säumten schicke Häuser mit Vorgärten die Straße. Seine Herrin lebte anscheinend in einer noblen Gegend, aber das war ja zu erwarten gewesen. Nur Reiche konnten sich einen Host überhaupt leisten.
Der Wagen hielt vor einer Hofeinfahrt eines zweistöckigen Bungalows, der eine hellgelbe Fassade und ein weißes Garagentor hatte. Die Beifahrerin brachte Valentin zur Haustür und die Nervosität stieg noch mehr, als seine Begleitung auf die Klingel drückte. Nun würde er in den nächsten Augenblicken erfahren, wer seine Herrin war.
Eine hübsche junge Frau mit gewelltem braunen Haar und schlanker Figur öffnete die Tür. Valentin erfuhr durch das kurze Gespräch zwischen den beiden Frauen, ihren Namen. Er begrüßte sie erst einmal förmlich: „Guten Tag, Ma‘am“, und überflog ihre Erscheinung flüchtig, denn er wollte sie nicht anstarren. Das gehörte sich nicht für einen Diener. Aber sein erster Eindruck von seiner Herrin war positiv.
Sie trat lächelnd auf ihn zu und gab ihm die Hand. „Willkommen, Valentin! Schön, dass du da bist. Komm rein!“
Nachdem die Angestellte des Centers sich verabschiedet hatte, betrat der junge Mann behutsam den Flur. Neugierig sah er sich um. Im Eingangsbereich war alles in hellen Farben gehalten. Die Bodenfliesen, die Wände und auch die Garderobenmöbel. Alex riss ihn aus der Betrachtung, indem sie nach seiner Hand griff und ihn mit sich zur Treppe zog.
„Ich zeige dir gleich dein Zimmer. Komm!“
Eine weiße Holztreppe mit ebensolchem Geländer führte in den oberen Flur, der mit hellbraunem Teppich ausgelegt war. Dort steuerte seine Herrin die zweite Tür rechts an und öffnete diese.
„So, hier ist dein Zimmer mit eigenem Bad.“
Sie wies auf die Kleidung, die auf dem Bett bereitgelegt war: „Darin siehst du bestimmt noch besser aus, als in dieser Anstaltskleidung. Zieh dich um und komm dann wieder runter. Ich warte dort so lange.“
Er nickte. „Ja, Ma‘am.“
Damit ließ sie ihn allein und Valentin begutachtete erst einmal den Raum. An einer Wand stand das Bett und gegenüber der Kleiderschrank aus hellem Holz und eine Kommode. Nach einem kurzen Blick aus dem Fenster in den Garten faltete er die Sachen auseinander. Ein blaues T-Shirt, Jeans-Shorts und eine Unterhose.
Sein bisheriges Zeug war abgelegt und nun griff er zuerst nach dem weißen Slip. Danach zog er sich das Shirt über den Kopf und schlüpfte in die Jeans. Alles passte, aber für ihn war es nach elf Jahren absolut ungewohnt, normale Kleidung zu tragen. Vor allem die Hose engte ihn ein, doch daran würde er sich bestimmt gewöhnen. Es war eben jetzt ein krasser Unterschied zu dem weiten Teil mit Gummizug aus dem Host-Center.
Valentin betrachtete sich in dem Spiegel, der an der Schranktür angebracht war und gefiel sich in den Sachen.
Aber nun wollte er seine Herrin nicht länger warten lassen. Vermutlich hatte er viel zu lange gebraucht.
Zügig verließ er sein Zimmer und stieg die Treppe nach unten.
Dort stand ein großer, dunkelhaariger Diener, der ihm freundlich zulächelte. „Du musst Valentin sein. Ich bin Joe. Alex sitzt auf der Terrasse. Komm, ich bring dich zu ihr.“
Der Neuankömmling folgte dem Diener durch das Wohnzimmer, von dem Valentin kaum etwas registrierte. Joe wies ihm auf der sonnigen Terrasse den Platz gegenüber der Hausherrin zu.

Alex fand, dass er in den neuen Sachen wirklich viel besser aussah, einfach süß. Valentin schien so gut wie keinen Bartwuchs zu haben. Er hatte so helle makellose Haut im Gesicht und er wirkte, als könne er kein Wässerchen trüben. Seine Haare erstrahlten in der Sonne noch heller als auf den Fotos und die blauen Augen waren durch das Licht sehr intensiv.
„Magst du ein zweites Frühstück?“
„Äh ja, Ma‘am“, stotterte Valentin und betrachtete den gedeckten Tisch.
Seine Herrin zeigte auf einige Dinge. „Nimm dir, was du möchtest. Magst du Kaffee?“
Er nickte und sie rief sofort nach Joe, damit er Valentin einen Kaffee brachte.
Während des Frühstücks taute der Host ein wenig auf und fragte schließlich: „Wohnen Sie allein in diesem großen Haus, Ma‘am?“
Alex nahm einen Schluck aus ihrer Tasse. „Ja, ist das verwunderlich? Joe und Jake leben in der Dependance dort drüben, also bin ich schon allein hier. Aber nun bis du ja da.“ Sie strahlte ihn an. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie froh ich darüber bin. Nenn mich ab jetzt „Alex“. Das „Ma‘am“ lassen wir mal weg. Da fühle ich mich so alt.“
Valentin schlug schüchtern die Augen nieder. „Ok, ich versuch’s!“

Nach dem Essen begann er sofort das benutzte Geschirr aufeinanderzustapeln und in die Küche zu tragen. Dort räumte Joe gerade auf und wies neben die Spüle. „Stell es einfach da ab. Ich erledige das dann später.“
Als Valentin zu Alex auf die Terrasse zurückkehrte, erhob sie sich vom Tisch und sah ihn bedauernd an. „Ich muss leider los zur Arbeit. Joe oder Jake sollen dir alles Weitere zeigen. Du kannst tun, was du willst, nur nicht ohne meine Erlaubnis das Haus verlassen.“
Sie sah kurz auf ihre Armbanduhr. „Also, ich muss. Ungefähr um 17 Uhr bin ich zurück. Bye!“ Dabei strich sie ihm flüchtig über die Wange.
Valentin fand sie sympathisch. Zum Glück war sie attraktiv, sodass er in dieser Hinsicht hoffentlich keine Schwierigkeiten haben würde. Er setzte sich in einen Sessel der grauen Loungemöbel auf der Terrasse, als sie fort war und betrachtete die vielen Pflanzen im Garten. Büsche, Palmengewächse und einige Blumen. Doch vor allem der Pool war einladend. Er überlegte, ob er darin schwimmen durfte. Sie hatte zumindest gesagt, dass alles erlaubt war.
Im Host-Center mussten sie regelmäßig im dortigen Hallenbad trainieren, um fit zu werden. Schwimmen hatte Valentin immer gefallen. Besser als das Krafttraining. Das war so gar nicht sein Fall gewesen.
Da tauchte aus dem kleinen Nebengebäude ein dunkelblonder, schlaksiger Junge auf, der auf ihn zukam und grüßte. „Hi, ich bin Jake und soll mich um dich kümmern.“
Valentin lächelte. „Hi, freut mich!“
Der andere ging weiter ins Haus. „Ich muss erst noch saubermachen. Bis später!“
Schließlich setzte sich Valentin an den Rand des Pools und ließ die Beine hinein hängen. Die Sonne brannte bereits vom Himmel, was er gar nicht mehr gewohnt war, denn im Center hatte er kaum welche abbekommen. Einmal am Tag durften sie eine Weile in den großen Innenhof, aber das war viel zu wenig gewesen.
Plötzlich sprach ihn jemand an: „Du kannst ruhig rein. Bei deinen Sachen oben muss auch eine Badehose sein.“
Valentin wandte den Kopf und erblickte Joe, der auf der Terrasse stand und zum ersten Stock zeigte. Für einen Hausdiener war er ziemlich attraktiv im Gegensatz zu Jake. Vielleicht war er früher mal Host gewesen.
„Oder soll ich dir erst einmal alles zeigen?“
„Ja bitte“, erwiderte der Jüngere.
Joe führte ihn durch das Haus, den Garten und die Dependance. Nun wusste Valentin, wo sich alles befand, und würde sich besser zurechtfinden.
Der Hausdiener war sehr sympathisch und witzig. Jake hingegen war verschlossener und Valentin hatte das Gefühl, dass er ihm mit Skepsis begegnete.
Nach der Hausführung zog er sich um und erfrischte sich dann im Pool. Genüsslich schwamm er ein paar Runden und plantschte herum.
Nach dem Schwimmen zeigte ihm Joe, wie der Fernseher funktionierte und so sah Valentin eine Weile fern. Dies war für ihn ebenfalls neu, dass er nach Belieben umschalten und sich ansehen konnte, was er wollte.

Gegen Abend kam Alex endlich nach Hause. Sie war schon sehr gespannt, wie es mit ihrem neuen Host werden würde und ging nach oben, um sich etwas Bequemeres anzuziehen. Auf dem Weg in ihr Schlafzimmer begegnete sie Joe auf dem Flur und fragte ihn, was Valentin tagsüber so getan hatte. Ihr Diener berichtete ihr, wie sich der Neue die Zeit vertrieben hatte und es ließ sie lächeln.
„Es scheint ihm hier zu gefallen. Mach gleich das Abendessen bereit.“

Valentin erwartete seine Herrin am Fuß der Treppe, um sie zu begrüßen: „Guten Abend, ... Alex. Hatten Sie einen angenehmen Tag?“ Sie beim Vornamen zu nennen, war noch total ungewohnt für ihn.
„Hallo Valentin. Ich hoffe, du hast dich nicht gelangweilt.“
„Nein, überhaupt nicht. Es ist sehr schön hier.“
Alex wies zum Wohnzimmer. „Komm, lass uns zu Abend essen. Hast du von den beiden alles bekommen, was du wolltest?“
Valentin bejahte und fragte, während er ihr den Stuhl am Esstisch zurückzog: „Müssen sie mich bedienen?“
Sie nahm Platz. „Schon. Du bist höhergestellt als sie. Natürlich darfst du dir auch selbst holen, was du brauchst. Der Kühlschrank ist immer gut gefüllt.“
Als sie mit dem leckeren Essen fertig waren, meinte seine Herrin: „Joe hat erzählt, dass du bereits im Pool warst. Dann möchtest du wohl nicht mehr baden.“
Er wurde unsicher: „Ich weiß nicht. Wünschen Sie es?“
Sie nickte und stand auf: „Ich zieh mir nur schnell einen Bikini an. Geh ruhig schon mal rein.“
Solange sich Alex umzog, setzte sich Valentin nur in seinen Shorts an den Beckenrand. Als er plötzlich eine Hand auf der Schulter spürte, zuckte er erschrocken zusammen. „Nicht erschrecken“, sagte seine Herrin. „Ich bin es nur.“
Er beobachtete, wie sie sich ein Stück von ihm entfernt hinsetzte, anfing, ihre Schenkel nasszumachen und sich ins Becken gleiten ließ.
Im Bikini offenbarte sich ihm ihre attraktive Figur. Sie besaß eine schön geschwungene Taille, einen flachen Bauch und mittelgroße Brüste.
Alex schwamm einige Runden, stieg dann aus dem Wasser, strich ihm kurz über den Kopf und kehrte ins Haus zurück.
Valentin blickte ihr mit einem mulmigen Gefühl nach, wenn er an die bevorstehende Nacht dachte. Da musste er ihr sicher seine Liebeskünste beweisen.
Und wenn er versagte? Dann würde sie ihn zurückbringen. Davor hatte er am meisten Angst. Er wollte nie wieder ins Host-Center zurück.
Schließlich raffte er sich auf und ging langsam zum Sofa, wo seine Herrin bereits vor dem Fernseher saß. Er ließ sich an der Stelle nieder, wo sie neben sich getätschelt hatte.

Eine Weile schwiegen sie und Alex überlegte, über was sie mit Valentin reden sollte.
Sie fragte: „Was tust du denn gerne?“
„Ich weiß nicht. Wir mussten viel Sport treiben. Aber gelesen hab ich gern.“
Alex fiel auf, dass er sie selten direkt ansah. Auch jetzt richtete er seinen Blick eher auf die Mattscheibe. Sie legte den Finger unter sein Kinn und hob es an. Nun konnte sie endlich in diese wunderbaren blauen Augen schauen und wusste, dass sie ihn um keinen Preis mehr hergeben würde.
„Du hast so tolle Augen, verführerische Lippen ...“ Dabei strich sie mit dem Daumen darüber. „... eine makellose Haut und so seidige Haare.“ Ihre Finger spielten mit einer seiner weißblonden Strähnen.
Valentin verkrampfte sich ein wenig. War es soweit? Wollte sie jetzt mehr von ihm?
Sie ließ ihre Hand mit einem Lächeln wieder sinken und sah weiter fern, bis der Film zu Ende war.
„Ich gehe jetzt nach oben. Du kannst entweder in deinem Zimmer schlafen oder bei mir.“
Valentin erhob sich mit ihr. „Was wäre Ihr Wunsch?“
Sie drehte sich zu ihm um, musterte ihn kurz und entgegnete freundlich: „Dass du bei mir schläfst.“
„Gern, Alex.“ Auch wenn ihn der Gedanke nervös machte. Aber sie begnügte sich damit, dass er einfach auf der anderen Betthälfte lag. Dort schlief er dann doch schnell ein. Dieser Tag war durch die vielen neuen Eindrücke sehr anstrengend gewesen.


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beta
Fairy Dust

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