20. Die Rettung naht

Als Jack mit Alexander San Francisco erreichte, bekam der Ältere ein wenig weiche Knie. Er hatte großen Respekt vor Antonio und nun musste er auch noch in sein Revier eindringen. Jack verbarg seine Gedanken nicht, wie sonst, hinter seiner Barriere, sondern legte offen, warum er gekommen war. Das sollte Antonio seine friedlichen Absichten signalisieren und dass er in Jessicas Auftrag hergekommen war. Unbehelligt erreichten die beiden Antonios Villa und setzten schließlich vor der Terrasse auf. Schon öffnete sich die Flügeltür, wie von Geisterhand. Jack verwunderte das nicht, im Gegensatz zu Alex. Der Jüngere wich ein wenig ängstlich zurück, aber sein Gefährte sagte besänftigend: „Keine Sorge. Wir dürfen rein. Sonst hätte er uns schon längst angegriffen.“ Alex folgte seinem Geliebten unsicher ins Haus. Bei der Sitzgruppe im Wohnzimmer standen schließlich Antonio, Martin und zu Jacks großer Überraschung, saß eine zierliche, blonde Frau auf dem Sofa. Er erkannte sie sofort. Es war Catherine, Antonios Schöpferin! Es war ungewohnt für ihn, sie in modernen Klamotten zu sehen. Jack kannte sie nur in ihren mittelalterlichen Kleidern, die sie am Neujahrsfest immer trug. Jetzt saß sie in Jeans und einem Top auf der Couch. „Kommt ruhig näher“, sagte der Hausherr. „Ihr seid genau im richtigen Moment eingetroffen. Catherine macht sich große Sorgen um Magnus und da wir euer Anliegen bereits gesehen haben, wissen wir nun auch, warum sie diese Ahnung hatte.“ Jack nickte und senkte kurz respektvoll das Haupt, als Catherine ihn anblickte. Sie begann zu erzählen: „Ihr müsst wissen, dass ich diese Visionen wegen ihm schon einmal hatte. Das war, als er auferstanden war. Ich sah, wo er ist, und spürte, dass er lebt. Und so spüre ich jetzt, dass er in großer Gefahr schwebt und dass es ihm sehr schlecht geht. Deshalb bin ich zu Antonio gereist, ob er etwas Genaueres weiß. Doch nun, seid zum Glück, ihr gekommen. Wir müssen so schnell, wie möglich in dieses Las Vegas.“ Jack bremste die Eile ein wenig: „Alex kann heute nicht mehr zurückfliegen. Er ist noch sehr jung. Können wir nicht morgen aufbrechen?“ Antonio erwiderte: „Natürlich. Auf eine weitere Nacht kommt es nun auch nicht mehr an. Ich zeige euch einen Schlafplatz in meinem Keller.“ Catherine war das nicht ganz so recht, aber sie sah ein, dass es für die jungen Vampire zu spät war. In einigen Stunden würde die Sonne aufgehen. Sie öffnete die Terrassentür und schritt in den Garten hinaus. Dank Jacks Gedanken, wusste sie, warum Magnus das alles zugestoßen war. In ihren Visionen sah sie ihn geschwärzt auf dem Boden liegen und konnte sich ausmalen, was er durchmachte. Doch sie fühlte auch, dass seine Kräfte wuchsen. Die Heilung schritt voran, aber nicht schnell genug. Sie musste ihn aus den Fängen dieses anderen Unsterblichen befreien. Ungeduldig musterte sie den Himmel. Sollte sie vorerst alleine gehen? Die anderen würden morgen nachkommen und sie könnte sich schon mal ein Bild von der Situation machen. Plötzlich stand Antonio hinter ihr: „Bitte warte doch bis morgen! Solange hält er noch durch und Jessica ist in seiner Nähe. Er ist ja nicht ganz allein.“ Sie drehte sich zu ihm um: „Du weißt doch selbst, wie furchtbar es ist, verbrannt zu werden.“ Er trat vor sie hin und strich durch ihr fast hüftlanges Haar: „Ja, aber ich weiß auch, dass die Schmerzen wegen einer Nacht nicht besser werden. Ich beneide ihn wirklich nicht darum, aber er ist viel älter, als ich es zu dem Zeitpunkt war. Bei ihm heilt alles schneller, vorausgesetzt er bekommt genügend Blut.“

Vor ungefähr achtzig Jahren hatte sich Antonio, mit Martins Hilfe, in die Sonne begeben. Sie waren dazu auf ein Felsplateau in der Wüste Nevadas geflogen. Dort hatte Martin dann Antonios Hände abgehackt, damit sich dieser nicht eingraben konnte, um vor der Sonne zu flüchten. Der Ältere war fasziniert von dem Farbenspiel am Himmel gewesen. Diese Töne von orange und Violett bis blau mit dünnen Wolkenstreifen darin. Und erst als die Sonne dicht hinter dem Horizont angekommen war, packte ihn die Panik. Doch es gab kein Entrinnen mehr. Sie stieg höher und bedeckte ihn mit ihrem Feuer. Antonio schrie und wand sich vor Schmerzen, bis ihn bald sein Todesschlaf erlöste. Doch mit dem Erwachen in der nächsten Nacht setzten sich die Qualen fort. Martin brachte ihm zuerst Kojoten, weil es in dieser Einöde keine Menschen gab. Nachdem er das Blut von einigen Tieren getrunken hatte, reichte seine Kraft aus, um sich in die Luft zu begeben. Durch seine bereits erreichte Macht, hatte sich seine Haut nur schwarz gefärbt. Seine Glieder waren nicht verkohlt worden. Sein Liebhaber brachte ihm dann jede zweite Nacht ein Opfer und er lag regungslos in seinem Sarkophag und schwelgte in Erinnerungen, um sich von den Schmerzen abzulenken. Seine Schöpferin war damals ebenfalls zu ihm gereist, weil sie ihn in Gefahr wähnte.

Catherine küsste Antonios Wange: „Du hast recht. Ich komme mit euch. Aber nun lass mich bitte allein.“ Ihr Spross nickte nur und verschwand im Haus. Die alte Unsterbliche hockte sich ins Gras, um über sich und Magnus nachzudenken. Sie erinnerte sich, wie sie vor fast siebzig Jahren in die Wüste von Arizona aufgebrochen war, weil sie ihn in ihren Träumen oder Visionen auf einem Motorrad vor einem armseligen Haus, gesehen hatte. Fassungslos hatte sie ihn betrachtet, als er dann endlich in der Stube dieses Hauses vor ihr stand. Er sah genauso aus, wie vor knapp achthundert Jahren. Zuerst dachte sie, er wäre nur ein Doppelgänger, aber als er lachte, wusste sie, dass es ihr Magnus war. Er war nicht vernichtet worden, war nur im Koma gewesen. Sie hatte es kaum fassen können. Er lebte dort in dieser Einöde und kurvte mit einer Gang aus jungen Unsterblichen durch die Gegend. Er steckte Catherine am nächsten Abend zuerst in aufreizende Lederklamotten und sie brausten auf seiner Maschine in die nächste Stadt, um moderne Kleidung für sie zu kaufen. Sie hatte nie viel Wert auf die Zivilisation gelegt und lief in Schottland immer noch in altmodischen Kleidern herum. Die meiste Zeit verbrachte sie auf ihrer Burg, die einmal Magnus gehört hatte und ging nur zur Jagd in die Siedlungen der Menschen. Dort jagte sie dann in den Straßen der Orte und normalerweise zeigte sie sich nur ihren Opfern. Magnus führte sie in ein öffentlicheres Leben. Catherine kam sich in diesem Damengeschäft, in das er sie schleppte, vor wie der erste Mensch. Sie hatte keine Ahnung, was eine Frau heutzutage so trug. Ihr Gefährte suchte zielstrebig einige Dinge aus und sie probierte es an. Anfangs fühlte sie sich sehr unwohl in diesen engen Jeans, die ihren Hintern zur Schau stellten und in den Tops, in denen sich ihre Brüste abzeichneten. Dabei lachte sie auf, als ihr der BH-Kauf in den Sinn kam. Die Verkäuferin musste ihr zeigen, wie man solch ein Teil anlegte. Magnus gefiel ihr neuer Aufzug sehr, aber das hatte sie nicht sonderlich verwundert. Danach besuchten sie eine Bar und Catherine gewöhnte sich schnell an die Gegenwart von vielen Menschen. Magnus bewegte sich so selbstsicher in der modernen Welt, als wäre er nicht Jahrhunderte lang im Schlaf gewesen. Dann besuchten sie Antonio und blieben eine Zeit lang in San Francisco. Danach reisten sie nach Südamerika. Es war eine sehr schöne Zeit gewesen, aber irgendwann wollte sie zurück in ihre Heimat Schottland. Magnus hatte noch nicht genug von der Welt und so trennten sie sich. Aber sie trafen immer wieder aufeinander und jedes Mal flammte die alte Leidenschaft auf. Vermutlich waren sie füreinander bestimmt. Seufzend stand sie wieder auf und schlenderte zum Haus zurück. Morgen würde sie endlich schlauer sein und vielleicht sogar direkten Kontakt zu ihm erhalten.

 

Die vier Älteren warteten ungeduldig auf Alexanders Erwachen. Der Junge beeilte sich, so gut er konnte, als er schließlich auf war, ihnen nachzukommen. Jack nahm seine Hand und zog ihn hinter sich her. Catherine war, bei ihrem atemberaubenden Tempo, schon nicht mehr zu sehen. Antonio passte sich da eher Jacks und Martins Geschwindigkeit an.

Schon bald tauchte das Lichtermeer der Stadt, in der Wüste auf und eine ganze Wucht von vampirartigen Schwingungen, prasselte auf Antonio ein. Es schien hier von ihrer Art nur so zu wimmeln. Als sie über der Stadt angelangt waren, stieß Catherine wieder zu ihnen. Sie hatte bereits Alexeijs Anwesen lokalisiert und zeigte es Antonio und den anderen. „Er befindet sich da unten. Ich spüre ihn deutlich und es sind noch viele andere Unsterbliche dort.“ Antonio ergänzte: „Jessica ist ebenfalls hier. Nun müssen wir nur noch die Aura unseres Feindes kennen lernen. Ich schätze mal, dass es die Stärkste hier ist. Außer Magnus natürlich.“ Catherine nickte und lauschte: „Ja, er scheint ungefähr so alt, wie du, zu sein. Aber er ist um ein Vielfaches schwächer. Ich muss ihn sehen, um mehr aus seinen Gedanken zu erfahren.“ Da mischte sich Jack ein: „Das ist kein Problem. Es gibt hier einen Club nur für unsterbliche Besucher. Dort lässt er sich regelmäßig blicken. Wir gehen einfach jeden Abend dorthin. Irgendwann wird er kommen. Jessica begleitet ihn meistens.“ Antonio fixierte grimmig das Haus unter ihm: „Ja, gut. Wo wohnt ihr?“ Jack antwortete: „In einem Hotel. Kommt mit!“ Kurze Zeit später saßen sie auf Jacks und Alex Zimmer zusammen, um sich weiter zu beratschlagen. Catherine war der Meinung, dass sie zuerst mehr über diesen Alexeij erfahren mussten, bevor sie weitere Pläne machten. Die anderen schlossen sich dieser Meinung an, aber Antonio wollte trotzdem im Vorfeld, das Gelände auskundschaften. Catherine begleitete ihn und so blieben Martin, Jack und Alex im Hotel zurück. Die beiden Ältesten konnten das allein am besten und auch ihre Auren verbergen. Nicht einmal Alexeij würde sie bemerken.

Das Grundstück wurde überall von Kameras überwacht, aber das würde ihnen keine Schwierigkeiten bereiten. Eher die vielen unsterblichen Leibwächter im Haus. Die waren zwar jung, aber ihre Anzahl machte eine Befreiung schwierig. Am ehesten mussten sie unbemerkt zu Magnus Gefängnis gelangen und nur die Wachen vernichten. Catherine schwebte einige Meter über dem Dach der Villa und konzentrierte sich ganz auf ihren einstigen Gefährten. Sie spürte seine Schwingungen sehr deutlich und es schien ihm im Moment besser zu gehen. Sie schickte ihm ihre Gedanken: ‚Magnus, hörst du mich?‘ Sofort antwortete er überrascht: ‚Catherine! Du hier?‘ Sie musste über seine Verwunderung lächeln: ‚Natürlich bin ich hier. Ich spürte, dass du in Gefahr bist und musste sofort aufbrechen. Antonio und Martin sind auch hier und Jessicas Freunde Jack und Alex. Wir holen euch hier irgendwie raus. Was weißt du über Alexeij?‘

Dass er absolut hinterhältig und boshaft ist. Ja, und dass er sich regelmäßig an Jessica vergreift. Aber das wird er mir büßen.‘ Catherine konnte sehr gut seinen Zorn spüren: ‚Ich kann deine Wut verstehen, aber wir dürfen nichts übereilen. Wo befindet sich dein Gefängnis?‘

Unter dem Haus. Soviel ich weiß einige Stockwerke tief. Man kommt nur mit einem Aufzug runter. So bin ich zumindest hingebracht worden.‘

Wie viele Wachen hast du?

Vier. Sie sind schwach. Mit denen werdet ihr leicht fertig.‘ Catherine nickte: ‚Gut zu hören. Ich bespreche mit Antonio alles und ich denke, wir werden innerhalb der nächsten zwei Nächte kommen. Mach solange keine Dummheiten.‘ Magnus verabschiedete sich von ihr, dann war er mit seinen Gedanken abermals allein. Er wusste nicht was er mehr hasste. Die Schmerzen oder die Einsamkeit. Jessica redete zumindest ab und zu mit ihm, wenn Alexeij nicht in der Nähe war. Das war sein einziger Trost hier unten in diesem Loch. Bald würden seine Wächter kommen und den Kadaver von heute abholen. Ja, das war das einzig Erfreuliche, das er hier unten hatte. Alle paar Nächte einen Sterblichen auszusaugen. Der junge Mann war regelrecht von ihm zerfleischt worden. Zurzeit kümmerte er sich nicht um Beherrschung oder Manieren. Die Gier war jedes Mal zu groß und wenn das frische Blut durch seine Adern floss, verschwand das höllische Brennen seiner Haut für kurze Zeit. Jede Bewegung schmerzte ihn und die Haut spannte überall. Deshalb lag, oder saß er meistens nur herum und versuchte sich nicht zu bewegen. Wenn allerdings ein Opfer hereingestoßen wurde, vergaß er die Schmerzen völlig und stürzte sich gierig auf denjenigen. Alexeij beobachtete ihn dabei über die Kameras. Er fühlte es und wusste, dass den Russen diese Vorführungen antörnten. Wie gern würde er seinem Peiniger die Kehle zerfetzen und ihn bis zur Schwäche aussaugen. Er sollte genauso leiden, wie er gelitten hatte. Magnus erinnerte sich mit Grauen an die Folter auf diesem Solarium. Wenn Alexeij ihn der wirklichen Sonne ausgesetzt hätte, wäre er bald in den Todesschlaf gefallen. Aber da unten musste er die Qualen stundenlang erdulden, bis endlich der Morgen anbrach. Er kam nicht in den Genuss einer Ohnmacht vor Schmerz, wie ein Sterblicher. Bis heute war ihm schleierhaft, wie er das einigermaßen überstanden hatte. Aber er war überzeugt, ohne Jessicas Gegenwart hätte er schon den Verstand verloren. Anfangs war er seelisch jedenfalls halbtot. Ihre Stimme brachte ihn zurück, drang in sein umwölktes Gehirn und es war sein einziger Lichtblick in der Verzweiflung. Er klammerte sich an den Gedanken, sie unbedingt wiederzusehen und für sie wieder gesund zu werden. Zum Glück waren nun Catherine und Antonio gekommen. Sie würden ihn endlich befreien und dann würde er Jessica aus den Armen von Alexeij reißen. Magnus malte sich schon seine Rache aus und musste lachen. Da stach ihm wieder der Schmerz ins Gesicht und er fluchte in Gedanken. Plötzlich wurde die Tür geöffnet und ein schwacher Lichtstrahl drang in den Raum. Einer seiner Wächter kam herein, packte die Leiche am Arm und begann sie hinaus zuziehen: „Hat’s geschmeckt? Warst ja wieder nicht zimperlich.“ Magnus knurrte nur, seine Augen schimmerten stärker und der Wächter machte schleunigst die Tür wieder zu. „Das nächste Mal gehst du“, sagte er draußen zu seinem Kumpan. Magnus grinste in sich hinein, weil die Kerle langsam eine Heidenangst vor ihm hatten. Sie spürten seine Stärke und dass sie wuchs. Am liebsten würde er über sie herfallen, aber dann tat Alexeij vielleicht Jessica etwas an. Der Russe hatte sie beide gegenseitig in der Hand. Das hatte er geschickt eingefädelt, das musste Magnus ihm lassen. Wäre er allein hier, hätte er schon längst versucht, sich zu befreien. Auch Jessica hätte versucht zu entkommen, aber so waren sie füreinander verantwortlich. ‚Elender Mistkerl!‘, dachte Magnus. Er erhaschte einige Gedankenfetzen von Jessica. Sie stellte sich mal wieder ihn als Liebhaber vor, während Alexeij auf ihr lag. Das war ebenfalls eine Qual für Magnus. Er bekam meistens mit, wenn er es mit ihr trieb und dann wurde er noch wütender: ‚Dafür beiß ich dir deinen Schwanz und die Eier ab, bevor ich dich grille.‘ Mühsam wälzte er sich auf die Seite und wartete auf den Morgen. Der erlöste ihn wenigstens für eine Weile von seinen Schmerzen.

Catherine erzählte Antonio, was sie von Magnus erfahren hatte. Die anderen drei schliefen bereits. Der dunkelhaarige Vampir meinte: „Wir müssen durch den Aufzugschacht, ohne den Fahrstuhl zu benutzen. Sonst werden die Wachen gewarnt. Dann überwältigt jeder von uns zwei von ihnen und wir verschwinden, wie wir gekommen sind.“ Catherine lächelte ein wenig: „So, wie du das sagst, klingt es wie ein Kinderspiel. Wir sind vielleicht viel stärker, als sie, aber wir sollten trotzdem vorsichtig sein.“ Antonio winkte ab: „Pah. Du brauchst sie ja nicht einmal anzufassen, um sie zu zerfetzen, und ich kann es schon so weit, dass es sie immerhin schwächt.“ Seine Schöpferin wusste, was er meinte. Die unsichtbare Kraft, die bei ihr so stark war, dass auch die Adern in unsterblichen Körpern zerrissen wurden. Sie war inzwischen immerhin achthundert Jahre alt, aber ihr Hunger richtete sich noch nicht auf Ihresgleichen, wie bei Antonio. Doch morgen würde sie trinken, um ihre maximale Kraft zu besitzen. Da kam der Besuch in diesem Club gerade recht. Catherine konnte, dank dem Erlebnis damals bei Magnus, genau wie Jessica, keine jungen Frauen töten. Sie lebte vielleicht einige Monate auf seiner Burg, als sie eines Nachts ein leises Stöhnen aus einem Zimmer hörte. Neugierig sah sie nach und entdeckte zwei Frauen in einem blutüberströmten Bett. Eine war ausgetrunken und die andere lebte noch, schwerverletzt. Überall an ihrem Körper klafften Wunden seiner Zähne. Sie streckte Catherine ihre zittrige Hand entgegen und sah sie mit flehenden Augen an. Die Unsterbliche brach ihr das Genick, damit sie nicht noch länger leiden musste, und floh zitternd vor Entsetzen, in die Highlands. Sie war so schockiert von ihm gewesen, dass sie nicht mehr zu ihm zurückkonnte. Sie kehrte zu Jonathan, ihrem Erschaffer, zurück, aber Magnus stellte ihr nach und verführte sie immer wieder. Sie hatte dieses Zusammensein immer genossen, aber mit ihm leben konnte sie nicht. Damals zumindest noch nicht.

 

Alexander fragte Jack am nächsten Abend über das Leben von Catherine und Antonio aus. Er hatte großen Respekt vor den beiden, denn mit so Alten war er noch nie zusammen gewesen. Und er bewunderte Martin, der so unbefangen mit Antonio umging. Na ja, er war immerhin sein Gefährte, aber trotzdem. Martin stand gerade im Bad von Jacks Zimmer und gelte sein schwarzes, langes Deckhaar für den Club ein. Jack kramte in seinen Klamotten herum und Alex zappte sich durch die Fernsehkanäle. Der Ältere meinte: „Bist du schon fertig?“ Alex blickte auf den Bildschirm: „Nö, warum?!“ „Na, dann beeil dich mal! Wir müssen bald los.“ Murrend warf Alex die Fernbedienung aufs Bett und verschwand unter der Dusche. Manchmal war Jacks Befehlston echt nervig. Er hielt sich irgendwie für ne Mischung aus Vater und Liebhaber. Aber Alex liebte ihn und war froh, mit ihm zusammen sein zu können. Jack hatte ihm so gut, wie alles beigebracht, was er als Unsterblicher wissen musste. Er kannte sich auch, im Gegensatz zu Dirk, mit allem ganz gut aus. Für ihn war Jack mit seinen dreihundert Jahren bereits alt und jetzt traf er eine Frau, die bald dreimal so alt war. Das erschien ihm fast unwirklich und er konnte sich nicht vorstellen, so lange zu leben. Als er aus dem Bad kam, saß Jack fertig angezogen in einem Sessel und betrachtete ihn eingehend. Alex öffnete den Schrank: „Was guckst du so?“ Jack rieb sich das Kinn: „Darf ich dich nicht mehr ansehen?“ Der Jüngere zog ein T-Shirt aus dem Regal: „Doch, klar. Aber ich kenn dich doch. Ich denke, wir haben es so eilig.“ Sein Gefährte stand plötzlich hinter ihm, strich über seinen Rücken und seinen Hintern: „So viel Zeit muss sein.“ Alexander spürte Jacks Härte an seinem Gesäß und schon schoss auch in ihm die Erregung hoch. Er lehnte sich erwartungsvoll nach vorn, klammerte sich an einen der Regalböden und ließ ihn eindringen. Die Finger des anderen umschlossen seinen eigenen Schwanz und Jack bewegte sie im Rhythmus seiner Lenden. Beide waren sehr erregt. Der Jüngere bog den Kopf zurück, Jack knurrte und senkte seine Zähne in Alex Halsseite, solange er immer heftiger zustieß. Alex Muskeln spannten sich immer stärker an und sein Stöhnen wurde lauter. Hitzewellen durchfluteten ihn, bis er schließlich erbebte. Jacks Leib, der an den Rücken des Jüngeren gepresst war, erzitterte kurz darauf ebenfalls. Der Atem von beiden ging noch keuchend, als Jack seinen Geliebten herumdrehte und küsste. Dieser erwiderte seine Küsse und während sie ihre Lippen kosteten, beruhigten sich ihre Gemüter wieder. Alex strich über Jacks Wange und meinte noch ein wenig atemlos: „Ich glaube, ich sollte mich jetzt anziehen.“ Sein Gefährte grinste und trat zurück: „Ja, das solltest du. Vermutlich warten sie schon.“ Der Club war brechend voll, als sie ankamen. Sie hatten sich aufgeteilt, um weniger aufzufallen. Catherine ging mit Antonio hinein und Martin mit Jack und Alexander. Jack fragte sich, ob heute etwas Besonderes los sei, denn so voll hatte er dieses Etablissement noch nie vorgefunden. Catherine betrachtete interessiert ihre Umgebung und wusste natürlich sofort, um was es hier ging. Da sie Hunger verspürte, beobachtete sie die sterblichen Männer, die hier bedienten. Allerlei Gerüche erreichten ihre Nase und sie wartete, welcher von ihnen, ihre Adern erbeben ließ. Bald hatte sie ihr potenzielles Opfer ausgemacht und rief per Gedanken, eine der unsterblichen Bedienungen an den Tisch. Die Frau erschien kurze Zeit später, aber als sie Catherine ansah, gefror ihr das aufgesetzte Lächeln im Gesicht. Die Ältere wusste, dass ihre Aura die junge Vampirin ängstigte. Catherine bat höflich um den ausgesuchten jungen Mann und langsam entspannte sich die andere wieder. Diese Reaktion erinnerte Catherine daran, ihre Schwingungen ab jetzt zu unterdrücken, und sie riet es auch Antonio. Falls Alexeij hier wäre, würde er sofort auf so ungewöhnlich Alte hier, aufmerksam werden. Antonio bemerkte, bevor seine Schöpferin den Platz verließ: „Du hast gut gewählt. Wohl bekomm‘s!“ Dabei setzte er sein teuflisches Grinsen auf, das Catherine nur mit mahnend hochgezogenen Augenbrauen quittierte. Sie mochte es nicht, wenn man darüber Scherze machte. Sie setzte sich in das ihr, zugewiesene Separee und erwartete ihr Opfer. Bald kam der junge Mann herein und ließ sich neben ihr nieder. Sie begrüßte ihn mit einem bezaubernden Lächeln und streichelte über seinen Arm. Sofort war er gefangen von ihrem Charisma. Sie war auch eine sehr schöne Frau. Ihr schmales Gesicht, die langen, blonden Haare, die blauen Augen und ihr zierlicher, anmutiger Körper. Sie sah so unschuldig und reizend aus, dass ihr kein Mann widerstehen konnte. Wie eine Prinzessin. Sie fuhr mit ihren kühlen Fingern über seine heiße, muskulöse Brust, fühlte seine Begierde nach ihr. Aber sie hatte keine Lust sich darauf einzulassen. Normalerweise schlief sie nicht mit Sterblichen. Es gab ihr nichts. „Pack mich ruhig fester an, Süße.“ Catherine erwiderte lasziv: „So? Gefällt es dir härter?« Seine Hand wanderte über ihren Schenkel: »Doch, schon. Aber ich möchte dir ja nicht weh tun.“ Er spielte auf ihre scheinbar zerbrechliche Statur an. Sie lächelte: „Das täuscht. Ich kann mich ganz gut wehren.“ Er lachte nur ungläubig. Catherine machte es Spaß seinen nackten Oberkörper mit Lippen und Zunge zu erkunden und die langsam aufsteigende Gier zu fühlen. Er lag auf der Sitzfläche des Samtsofas, hatte die Augen geschlossen und murmelte: „Du machst mich wahnsinnig.“ Die Ekstase, durch ihre Zärtlichkeiten, hatte ihn vollends erfasst und nun biss sie in seine Brust und trank. Doch nicht hastig. Nein. Sie genoss ihr Mahl gemächlich und ihr Saugen machte den Menschen vollends willenlos. Er schwebte in diesen Sphären, wo sich alles nur noch wunderbar anfühlte. Erst, als er schon fast tot war, bohrte sie ihre Zähne in seinen Hals und nachdem der Tod eingetreten war, trank sie mit ihrer eigentlichen Kraft und leerte den Rest in einigen Sekunden. Sie wischte sich mit dem Fingern über die blutigen Lippen und ging.

Kaum hatte sie das Separee verlassen, erspähte sie Jessica. Ihre langen, roten Haare leuchteten kurz im Scheinwerferlicht auf. Sie erklomm gerade eine Treppe zu einer Art Empore. Dort oben saßen einige unsterbliche Frauen und ein Mann. Catherine erfasste seine Aura und flüsterte: „Alexeij“. Daraufhin beobachtete sie ihn weiterhin. Er zog Jessica nun an sich und sie küssten sich kurz. Dann redete er wieder mit den anderen. Die Ältere kehrte an ihren Tisch zurück. Antonio lächelte sie an, aber sie blieb ernst und er verstand sofort. Auch er sah zu der Lounge hinauf: „Das ist also unser Feind. Scheint nicht ganz, ohne zu sein, aber ich bin stärker.“ Seine Schöpferin grinste: „Überschätze dich nicht, mein Sohn. Ich versuche jetzt, in seinen Gedanken zu lesen.“ Alexeij würde Catherines Eindringen nicht spüren können. Das Erste was sie sah, schockierte sie. Er hatte vor, Jessica und Magnus zu vernichten, wenn er ihrer überdrüssig wurde. Er wusste, dass er Magnus niemals freilassen konnte. Magnus würde sich sofort rächen. Um Jessica tat es ihm leid, aber er sah keine Alternative. Sie liebte Magnus abgöttisch und würde sicher Vergeltung üben, wenn er ihren Gefährten getötet hatte. Dann drang sie tiefer in sein Hirn und sah Magnus Gefängnis und den Weg dorthin. Das dritte Untergeschoss, wie Magnus gesagt hatte. Sie erfuhr auf diese Weise auch den Zugang zum Aufzug durch das Haus. War alles wirklich so einfach? Catherine erschien es fast zu leicht, aber damals hatten sie Martin ebenfalls leicht aus diesem Labor befreit.

Dieser Militärstützpunkt war streng bewacht gewesen, aber eben nicht für Vampire. Die schweren Panzertüren waren ihren Körperkräften nicht gewachsen gewesen und ihre Bewegungen waren zu schnell für die Gewehre der Sterblichen. Magnus war da noch an ihrer Seite gewesen, aber sie wusste den wahren Grund, warum er sich an der Befreiungsaktion von Martin beteiligt hatte. Ihr ehemaliger Gefährte war ein wenig in Martin verliebt gewesen. Doch der Zwist mit Antonio deswegen, war zu diesem Zeitpunkt schon geklärt gewesen. Ihr Sprössling hätte Martin um ein Haar vernichtet. Damit hätte sie ihn dann, als Mitglied des Rates, unschädlich machen müssen. Das wäre furchtbar für sie gewesen. Ihren einzigen Zögling, den sie je erschaffen hatte. Sie hatte sich immer an die Regel gehalten, nur jemanden zu verwandeln, den sie auch zum Gefährten wollte.

Kurz erinnerte sie sich an Pierre, Antonios ersten Spross. Er hatte Pierre in einem reifen Alter von siebzig Jahren zum Vampir gemacht, weil er seinen einstigen Geliebten nicht verlieren wollte. Pierre verjüngte sich, durch die Verwandlung, um ungefähr zwanzig Jahre und durch sein hohes Alter bei der Umwandlung, wuchsen seine Kräfte sehr schnell. Bald hatte er Antonio an Macht eingeholt und das machte ihn größenwahnsinnig.  Er führte sich auf, wie der Teufel persönlich und seine Bosheit richtete sich auch gegen seinesgleichen. Einige Male vergewaltigte er unsterbliche Frauen und wütete im Blutrausch unter den Sterblichen, dass er zuviel Aufmerksamkeit auf sich zog. Irgendwann war das Maß voll und der Rat beschloss seine Vernichtung. Catherine überbrachte Antonio damals die Nachricht von Pierres Tod. Einige Ratsmitglieder, sie eingeschlossen, hatten Pierre auf freiem Feld gestellt und schließlich überwältigt. Er war zwar stark, aber gegen so viele kam er nicht an. Sein geköpfter Körper verbrannte in der Sonne. Sie musste Antonio damals trösten, weil er sich die Schuld für Pierres psychische Wandlung gab. Aber Catherine besänftigte ihn, indem sie ihm sagte, dass sie nie wissen könnten, wie ihre Sprösslinge sich entwickelten.

Dann kam ihr die erste Begegnung mit Antonio in den Sinn. Sie war nach der Jagd umhergestreift, als sie ein leidenschaftliches Stöhnen aus einem Stall gehört hatte. Sie näherte sich neugierig dem Gehöft und erblickte schließlich zwei Männer, die sich im Heu wälzten. Sie musste lachen, als sie daran dachte, dass es zuerst Antonios Hinterteil war, das sie erblickt hatte. Interessiert hatte sie die beiden weiter bei ihrem Liebesspiel beobachtet. Zwischen zwei sterblichen Männern hatte sie das vorher noch nie gesehen. Sie kannte das nur aus ihren Kreisen. Aber dieser Mann mit dem dunklen, langen Haar und den dunklen Augen gefiel ihr sofort. In den nächsten Nächten beobachtete sie ihn, stöberte in seinen persönlichen Sachen und festigte ihren Entschluss, ihn zu ihrem Gefährten zu machen. Als er dann in einer Nacht nach Paris hinein ritt, um in eine Schenke zu gehen, sah sie ihre Chance gekommen. Sie ging einfach vor dem Gasthaus auf ihn zu, als er abgestiegen war und spielte zuerst die hilflose Frau. Er dachte, sie hätte sich verirrt und suche jemanden für ihren Schutz. Doch sie war gleich sehr direkt zu ihm und deswegen hielt er sie für eine Hure. Da er nicht viel Geld hatte, lehnte er ab, denn ihre edlen Kleider waren ihm nicht entgangen. Doch sie wusste um ihre Anziehungskraft. Er folgte ihr schließlich erwartungsvoll in eine nahegelegene Scheune und dort gab sie sich ihm hin. Sie war seine erste Frau gewesen. Davor hatte er nur Pierre seinen Knecht, als Liebhaber gehabt. In seiner höchsten Ekstase tötete sie ihn und versteckte seine Leiche tief unten in dem Heuhaufen. Damals war es üblich, dass sich Neugeborene zuerst allein zurechtfinden mussten. Doch sie blieb in seiner Nähe und beobachtete ihn. Wie sie erwartet hatte, schlug er sich in der ersten Zeit hervorragend. Er fand ein sicheres Versteck im Wald, stürzte sich ohne Skrupel auf sein erstes Opfer und entdeckte dabei gleich, dass er fliegen konnte. Sie war sehr stolz auf ihn gewesen und ist es heute noch.

Diesen Alexeij hatte Catherine vorher noch nie gesehen. Er war ihr gänzlich unbekannt, obwohl er so alt, wie Antonio war. Vermutlich hatte er so gut wie nie am Neujahrsfest teilgenommen und war die meiste Zeit seines Daseins in Russland geblieben. Gerade schmuste er heftig mit dieser Jessica. Was fand Magnus an ihr? Aber dann schob Catherine es auf ihre roten Haare. Magnus hatte schon immer eine Schwäche für solche Frauen gehabt. Magdalena gehörte eigentlich auch dazu. Ihre gingen zwar mehr ins Bräunliche, aber sie hatten immer noch einen deutlichen roten Schimmer. Antonio versuchte, ihre Gedanken zu lesen, aber er kam nicht weit. Ein wenig schnappte er auf und Catherine lächelte nur: „Du wirst immer besser. Irgendwann durchschaust du mich.“ Er erwiderte ihr Lächeln und ergriff ihre Hand: „Na, na. So schnell wird das sicher nicht sein.“ Da empfing er auf einmal Jessicas Stimme in seinem Kopf: ‚Antonio, ich bin so froh, dass du gekommen bist. Ich danke dir dafür. Hoffentlich könnt ihr uns bald befreien. Ich halte das alles nicht mehr länger aus.‘ Er sah kurz zu ihr hoch, aber sie mied den Blickkontakt, wegen Alexeij: ‚Beruhige dich. Wir werden euch so schnell wie möglich da herausholen und Alexeij vernichten. Ich und Catherine haben bereits das Grundstück ausgekundschaftet. Das packen wir!

Ich bin wirklich so froh, dass ihr da seid. Das kannst du dir gar nicht vorstellen. Und immer diese Angst um Magnus, dass er ihm noch mal was antut. Bis jetzt lässt er ihn in Ruhe, solange ich mitspiele.‘ Antonio verschwieg ihr lieber, was Alexeij in Wirklichkeit mit den beiden vorhatte. Das würde sie nur noch verzweifelter machen: ‚Dann spiele noch so zwei Nächte seine Gefährtin und dann wirst du erlöst. Nur noch ein klein wenig Geduld.

Ich streng mich an.‘ Catherine und Antonio hatten genug erfahren und ließen die anderen wissen, dass sie gehen wollten. Als sie aufstanden, trat eine Unsterbliche an sie heran: „He, ihr müsst noch bezahlen.“ An Catherine gewandt, meinte sie: „Für den leckeren Kerl, den du gekillt hast.“ Catherine sah sie verwirrt an, aber Antonio streckte der anderen seine Kreditkarte hin: „Tut uns leid. Hier.“ Sie nahm die Karte und zog sie durch das Gerät, in das sie die Bestellungen eintippte. Catherine fielen ihre langen, kunstvoll lackierten Fingernägel auf. Sie fragte unverblümt: „Trägt man das jetzt so?“, und wies auf die Nägel. „Ja, schon länger. Du bist nicht von hier, was?! Europäer?“ Catherine nickte und wandte sich dann zum Gehen.

Draußen betrachtete sie ihre Hände und spreizte die Finger: „Meinst du, ich sollte sie mir auch auf die eigentliche Länge wachsen lassen, so wie die Frau?“ Antonio zuckte die Schultern: „Wie du meinst. Ist doch gleichgültig. Obwohl, mir persönlich gefallen sie lang.“ Dabei begutachtete er seine eigenen, die für einen Mann ungewöhnlich waren. Die meisten Unsterblichen stutzten ihre Nägel auf die sterbliche Norm, um nicht aufzufallen. Es war nicht unbedingt die Länge, die auffiel, sondern die starke Wölbung der Nägel. Sie kam eben erst bei längeren Nägeln richtig zur Geltung und die Nagelspitze verjüngte sich sehr stark, so dass fast eine Klaue entstand. Die Frauen hatten es da einfacher mit der Mode. Nun begaben sie sich wieder ins Hotel und machten es sich noch in einer der Bars bequem, bis die anderen zurückkehren würden. Morgen würden sie dann den Ablauf ihrer Aktion besprechen und übermorgen wollten sie zuschlagen.

 

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beta
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