4. Kapitel

Einer der beiden Polizisten nahm das linke Handgelenk des Mannes. Erschrocken zuckte er zurück, denn es war eiskalt. Noch einmal griff er nach der Hand. Dabei fiel ihm die Unbeweglichkeit des Armes auf. Aufgrund dieser seltsamen Tatsache war es auch nicht besonders verwunderlich, dass er keinen Puls feststellen konnte. Er machte seinem Kollegen ein Zeichen und dieser griff zum Funkgerät, um einen Krankenwagen anzufordern. Daraufhin ließ er das Handgelenk des Mannes wieder los und kümmerte sich um die allmählich wachsende Menge der Schaulustigen, die den Sicherheitsabstand einzuhalten hatten.

Wenige Minuten später kam der Krankenwagen. Er hatte kaum gehalten, als ein Rettungssanitäter und ein Notarzt aus dem Wagen ausstiegen. Der Arzt hatte eine Sanitätstasche über der Schulter hängen. Bei dem Mann im Anzug angelangt, begannen sie sofort, ihn auf Lebenszeichen zu untersuchen. Doch weder Puls noch Atmung waren festzustellen. Währenddessen war ein zweiter Sanitäter schon mit der Liege gekommen. „Bin da. Wir können ihn jetzt auf die Trage legen“, sagte er zu seinen Kollegen. Gemeinsam legten sie den Mann auf die Transporttrage. Der blieb auch weiterhin in seiner starren Form. Es sah so aus, als ob er jeden Moment weiterlaufen würde. Die Sanitäter fuhren die Trage zum Krankenwagen und hoben sie hinein. Allmählich löste sich die Menge der Schaulustigen auf. Im Wagen versuchten der Arzt und die Rettungssanitäter währenddessen, den erstarrten Mann mit Herzdruckmassagen und Beatmung zu reanimieren. Als sich der Zustand nach fünf Minuten nicht besserte, sagte der Notarzt: „Wir haben noch eine letzte Chance. Vielleicht hat er einen schweren Kälteschock und ist deshalb so starr. Er muss jetzt so schnell wie möglich auf die Intensivstation und dort am besten in ein sehr warmes Zimmer. Gebt dem Krankenhaus schon einmal Bescheid.“ Daraufhin stiegen die beiden Sanitäter schnell nach vorne um. Dann fuhren sie mit Blaulicht und Sirene los.

Comments

beta
Fairy Dust

Navigation

Languages

Social Media